Marktnachrichten

Nachrichten zu Rohstoff- und Industriegütermärkten — Preise, Produktion, Handel und Regulierung — mit Expertenanalysen

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| Lebensmittel und Getränke

Griechischer Schokoladenhersteller ION übernimmt 35 Prozent an Mexiko-Joint-Venture

ION beteiligt sich mit 35 Prozent an einem mexikanischen Gemeinschaftsunternehmen für den Vertrieb von Waffelprodukten in Mexiko und weiteren amerikanischen Märkten. Parallel verfolgt der Hersteller mit seiner Tochter Lavdas ein Investitionsprogramm von rund 167 Millionen Euro.

I
Isabella Romano
Leitender Analyst für Lebensmittel- und Getränkemärkte
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| Chemie und Düngemittel

Düngerpreise in Polen unter Druck: Gas plus 65 Prozent, Harnstoff plus 20 Prozent

Harnstoff hat sich binnen zwei Monaten um mehr als 20 Prozent verteuert, TTF-Gas um mehr als 65 Prozent, was die Produktionskosten für Stickstoffdünger in Polen erhöht, berichtet topagrar.pl. Zugleich fielen die Importe von Stickstoffdünger aus Nicht-EU-Ländern von Januar bis Juli auf 88.900 Tonnen nach 898.300 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Für November und Dezember sieht das Portal ein deutlich höheres Risiko von Preisaufschlägen.

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Katrin Vogel
Leitender Analyst für Chemie und Düngemittel
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| Lebensmittel und Getränke

Syrien hält Brotpreis nach Treibstofferhöhung vom 13. September, Bäckereien in Hasaka und Qamischli stehen still

Die neuen Preise für Erdölprodukte traten in Syrien am 13. September in Kraft und hoben Diesel auf 175 neue syrische Pfund je Liter, während ein Bündel subventioniertes Brot bei 40 Pfund blieb. Dutzende Bäckereien in Hasaka, Qamischli und der Dschasira-Region stellten den Betrieb ein. Das Wirtschafts- und Industrieministerium senkte den Preis für Backmehl von 20.000 auf 15.000 Pfund je Tonne, hob die Brotsubvention von 60% auf 70% an und kündigte die Modernisierung von 200 Bäckereien sowie den Bau von vier Mühlen und 17 Silos an.

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David Okafor
Analyst für Lebensmittel- und Getränkemärkte
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| Landwirtschaft: Getreide und Kulturen

Polens Landwirte halten Getreide zurück: Weizen an den Häfen über 1.000 Zloty je Tonne

Weizen an polnischen Erfassungsstellen nahe der Ostseehäfen hat 1.000 Zloty je Tonne erreicht und teils überschritten, während die Notierungen im Süden des Landes deutlich niedriger liegen. Laut farmer.pl ist das Angebot minimal, weil Landwirte auf höhere Preise warten; Kraftstoff- und Gaskosten zehren einen Teil des Aufschlags auf. Credit Agricole erwartet Weizen bei rund 90 Zloty je Dezitonne zum Jahresende 2026.

M
Martin Keller
Senior-Analyst für Agrarrohstoffe
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| Lebensmittel und Getränke

Kroatien importiert 60% seiner Milch – Zahl der Höfe sinkt, Produktion steigt um 6%

Kroatische Betriebe decken nur rund 40% des heimischen Bedarfs an Milch und Milchprodukten, die restlichen 60% stammen aus Importen, berichtet totalinfo.hr. Die Gesamtproduktion ist um 6% gestiegen, weil die verbliebenen Höfe modernisieren und die Leistung je Tier erhöhen, während die Zahl der Milchlieferanten weiter sinkt. Bei einer EU-Rohmilchproduktion von über 160 Millionen Tonnen jährlich bleibt der Importdruck auf den kleinen heimischen Sektor konstant.

I
Isabella Romano
Leitender Analyst für Lebensmittel- und Getränkemärkte
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| Handelspolitik und Makro

Polen beschließt höhere Alkoholsteuer ab 2027, 1,4 Milliarden Zloty für den Gesundheitsfonds

Die polnische Regierung hat einen Entwurf des Finanzministeriums angenommen, der die Verbrauchsteuern auf Ethylalkohol, Bier, Wein, andere gegorene Getränke und Zwischenerzeugnisse zum 1. Januar 2027 anhebt. Einnahmen oberhalb des Niveaus von 2026 fließen an den Nationalen Gesundheitsfonds: 1,4 Milliarden Zloty im Jahr 2027 und derselbe Betrag 2028. Am stärksten steigen mit rund 26 Prozent die Sätze für Cidre und Perry bis 5 Prozent Alkohol.

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Eleanor Hayes
Leitender Analyst für Handelspolitik
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| Lebensmittel und Getränke

Griechenland beschlagnahmt 19,4 Tonnen unsicheren Thunfisch aus der Türkei

Griechische Behörden beschlagnahmten 1.903 Kartons türkischen Thunfischs in Dosen, nachdem Tests überhöhte Histaminwerte ergeben hatten. Die gesamte Lieferung von 19.448,04 Kilogramm wurde vor dem Verkauf gestoppt und zur Vernichtung gebracht.

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Isabella Romano
Leitender Analyst für Lebensmittel- und Getränkemärkte
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| Textilien und Konsumgüter

Suzano-Kimberly-Clark-Joint-Venture Arbex startet mit rund 1 Million Tonnen Hygienepapier-Kapazität

Arbex, das Joint Venture des brasilianischen Zellstoffproduzenten Suzano und von Kimberly-Clark, hat am 1. Juli 2026 den Betrieb aufgenommen und tritt mit rund 1 Million Tonnen Jahreskapazität in den europäischen Hygienepapiermarkt ein. Im Gespräch mit EUWID bezeichneten DACH-Country-Managerin Petra Ahlendorf und Werksleiter Paul Sokol den deutschen Markt als größten Tissuemarkt Europas mit weiterem Potenzial. Das Werk in Koblenz beschäftigt rund 240 Mitarbeitende und produziert 40.000 Tonnen jährlich.

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Charlotte Dubois
Senior-Analyst für Konsumgüter
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| Landwirtschaft: Getreide und Kulturen

Kasachstans Getreideexporte übertreffen Vorjahrestempo, KTZ erhöht Bahntarife um 23,5 %

Von Januar bis August exportierte Kasachstan 7,1 Millionen Tonnen Getreide, davon 4,8 Millionen Tonnen nach Zentralasien; im August wurde mit 1,157 Millionen Tonnen ein Transportrekord erreicht. Zugleich hob KTZ die Tarife für das Hauptstreckennetz zum 21. September um 23,5 % an, zum 1. Dezember steigen die Preise für Lokomotivtraktion um denselben Satz. Die Exportpreise für Mahlweizen legten bereits um 4 bis 5 US-Dollar je Tonne zu.

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Ana Lucia Fernandes
Senior-Analyst für Agrarrohstoffe
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| Landwirtschaft: Getreide und Kulturen

Exportstopp nach Kolumbien lässt Nachfrage und Preise für Kokosnüsse aus Paria einbrechen

Pflanzengesundheitliche Barrieren blockieren Venezuelas Ausfuhr geschälter Kokosnüsse nach Kolumbien, das gewöhnlich 80 % der nationalen Produktion abnimmt. In Paria melden Erzeuger sinkende Nachfrage und Preise, mehr Arbeitslosigkeit sowie zusätzlichen Druck durch schlechte Straßen, Treibstoffmangel und teure Fachkräfte.

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Ana Lucia Fernandes
Senior-Analyst für Agrarrohstoffe
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| Lebensmittel und Getränke

USDA: Rumäniens Hähnchenfleischbranche wächst 2026 um 6 Prozent nach Rückgang 2025

Ein von economica.net zitierter USDA-Bericht erwartet für Rumänien ein Produktionsplus von 6 Prozent bei Hähnchenfleisch im Jahr 2026, über dem EU-Durchschnitt von 3,4 Prozent, sowie weitere 3 Prozent 2027. Getragen wird das Wachstum von starker Inlands- und Exportnachfrage, dem Ausbleiben von HPAI-Ausbrüchen in kommerziellen Betrieben und dem seit dem 3. September 2026 geltenden EU-Einfuhrverbot für brasilianisches Hähnchenfleisch. Laut EU-Kommission liegt der rumänische Erzeugerpreis bei 243,3 Euro je 100 Kilogramm.

I
Isabella Romano
Leitender Analyst für Lebensmittel- und Getränkemärkte
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| Handelspolitik und Makro

Mosambik beschränkt Importe von Krankenhausinfusionen wegen lokaler Überproduktion

Mosambik will Importe von Infusionslösungen für Krankenhäuser begrenzen und heimische Hersteller bevorzugen. Die lokale Produktion liegt bei 18 Millionen Einheiten, der nationale Verbrauch bei 9 Millionen; neue Importgenehmigungen sollen erst nach Ausschöpfung des heimischen Angebots erteilt werden.

Y
Yusuf Demir
Senior-Analyst für Handelspolitik
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