Guatemalas Landwirtschaftsministerium hat Produzenten in mindestens zwölf Departements vor Temperaturen über 35 Grad Celsius gewarnt; betroffen sind Mais, Bohnen, Kaffee, Zuckerrohr, Bananen und Kardamom. Das Monitoring der El-Niño-Schäden an Grundnahrungsgetreide läuft mindestens bis März 2027. Von einer Importquote für Weißmais über 50.000 Tonnen sind rund 43.000 Tonnen noch offen.
Das indonesische Landwirtschaftsministerium meldet für 2026 ein Plus von 33 Prozent bei Hühnerexporten und 13 Prozent bei Eiern. Singapur nimmt Eier und lebendes Geflügel ab, Vietnam kauft Eintagsküken, auch Timor-Leste und Japan stehen auf der Liste. In den vergangenen zwei bis drei Monaten kamen fünf weitere Zielmärkte in Asien und Europa hinzu.
Türkische Apfelexporteure gehen mit besseren Erwartungen bei Mengen und Preiswettbewerbsfähigkeit in die neue Kampagne, sagte Elpa-Gida-Chef Mehmet Cakmak gegenüber FreshPlaza. Indien bleibt der wichtigste Markt für die Sorte Red Delicious, Saudi-Arabien und Libyen zeigen deutliches Interesse. Ägypten, Kolumbien und Brasilien bleiben mangels Pflanzenschutzprotokollen oder wegen hoher Zölle verschlossen.
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Isabella Romano
Leitender Analyst für Lebensmittel- und Getränkemärkte
In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 wurden in Russland Neuwagen von 123 Pkw-Marken zugelassen, gegenüber 50 bis 60 Marken vor 2020, wie der Analyst Sergej Zelikow mitteilte. Getrieben wurde der Anstieg von chinesischen Herstellern, neuen als russisch bezeichneten Marken und alternativen Importwegen. Die Zahl der angebotenen Neuwagenmodelle näherte sich in diesem Jahr 900, vor 2021 lag sie bei höchstens 500.
Die Regierung von Victoria stellt 250.000 $ für das Programm Growing Demand for Victorian Dairy Exports bereit; Dairy Australia verdoppelt den Betrag auf 500.000 $. Das Geld fließt in ein Stipendienprogramm und internationale Seminare mit Fokus auf Greater China, Japan und Südostasien. Victoria stellt rund 74 Prozent der australischen Milchexporte nach Wert, 2024/25 waren es 2,79 Milliarden $.
Kasachstan hat von Januar bis Juli 2026 den Import russischer Milch und Sahne wertmäßig um 8 % auf 14,7 Mio. US-Dollar gesteigert, den von gezuckerter Kondensmilch und Kondenssahne um 30 % auf 28 Mio. US-Dollar. Bei Flüssigmilch blieb die Menge mit rund 10.100 Tonnen unverändert, der gesamte Wertzuwachs stammt aus dem Preis. Russland lieferte 30,8 % aller Wareneinfuhren des Landes.
Im Südlibanon sind mehr als 56.000 Hektar und damit rund 22,5 % der Agrarflächen betroffen. Die Regierung arbeitet an Zugangsgenehmigungen, Bargeldhilfen und einem 40-Millionen-$-Projekt mit der Weltbank und will zugleich die Agrarexporte ausweiten.
Argentiniens Sonnenblumenkomplex exportierte von Januar bis Juli 2026 für 2.419,4 Mio. US-Dollar und damit doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum, so der argentinische Agrarindustrierat. Die Anbauabsichten für 2026/2027 liegen bei 3 Millionen Hektar (plus 5,3 Prozent), die Verarbeitung stieg um 25,4 Prozent auf 3,42 Millionen Tonnen.
Der Vorsitzende des Council for Leather Exports (CLE), Ramesh Kumar Juneja, erwartet indische Ausfuhren von Leder, Schuhen und Zulieferprodukten von 5,5 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026-27, ein Plus von rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nachrichtenagentur PTI berichtete darüber; Basiswert, Produktaufteilung und Zielmärkte blieben offen.
Südkoreas Nationales Institut für Nutzpflanzenwissenschaft hat Sesamsorten mit etwa dreifachem Lignangehalt und eine Perillasorte mit rund 66% Alpha-Linolensäure entwickelt. Die Sesamölexporte stiegen im Vorjahr um 28% und erreichten im ersten Halbjahr 8,43 Millionen US-Dollar. In Andong, Jinju und Gochang entstehen Musteranbauflächen.
Eine anhaltende Trockenzeit senkt die Milcherzeugung in Kenia und Uganda gleichzeitig. Kenia kauft mehr ugandische Milch, um ein Angebotsdefizit zu decken, während Jesa Farm Dairy einen vorübergehenden Engpass bei den eigenen Produkten auf dem ugandischen Markt meldet.
Die indische Gruppe Essar Biofuels hat am 11. September eine Absichtserklärung mit dem ivorischen Rat CCAK und der Investitionsagentur CEPICI über eine Anlage zur Verarbeitung von Cashewschalen unterzeichnet. Das Projekt hat ein Volumen von mehr als 75 Millionen Dollar und soll Cashewschalenöl (CNSL) gewinnen und zu Cardanol veredeln. Zuvor hatte sich die lokale Verarbeitung auf rund 660.000 Tonnen im Jahr 2025 fast verdoppelt.
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