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Chinas Möbelexporte verlagern sich wegen Zöllen von den USA nach Europa

US-Zölle drängen Chinas Möbelexporte vom amerikanischen Markt nach Europa, das die USA als wichtigstes Zielland überholt hat. Laut Furnilytics fielen die US-Importe aus China 2025 um 30,8%, während die EU-Importe um 13,3% stiegen.

Chinas Möbelexporte verlagern sich wegen Zöllen von den USA nach Europa

Chinas Möbelexporte verschieben sich von den USA nach Europa

Chinas Möbelexporte verlagern sich von den USA nach Europa, weil US-Zölle und breitere Handelsspannungen die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Waren auf dem US-Markt schwächen. Laut einer von Interior Daily zitierten Analyse von Furnilytics hat die Europäische Union die USA als größtes Zielland für chinesische Möbellieferungen überholt. Gesondert berichtete die Internationale Tropenholzorganisation (ITTO), zitiert von Fordaq, dass Chinas Exporte von Holzmöbeln in die USA im ersten Quartal um 13% fielen.

Die Verschiebung fällt in eine Übergangsphase des globalen Möbelhandels nach der außergewöhnlichen Nachfrage der Pandemiejahre. Chinas gesamte Möbelexporte erreichten 2021 mit $74.9bn einen Höchststand, gingen dann auf $69.8bn im Jahr 2024 und $66.9bn im Jahr 2025 zurück — ein Rückgang von 4,3% gegenüber dem Vorjahr. Furnilytics führte die Verlangsamung auf die schwächere Nachfrage nach der Pandemie und zunehmenden strukturellen Druck zurück, verstärkt durch die US-Zollpolitik und Handelsspannungen.

Monatliche Ströme kehren sich um

Historisch waren die USA Chinas größter Absatzmarkt mit durchschnittlich rund $1.6bn an Monatsimporten gegenüber etwa $1.0bn für Europa. Die neuesten Daten zeigen, dass die Exporte in die USA unter $1bn pro Monat fielen, während die Exporte nach Europa auf rund $1.2bn pro Monat stiegen. Dadurch hat die EU die USA als wichtigstes Zielland für chinesische Möbel abgelöst. Die Umkehr spiegelt die schwächere US-Nachfrage, anhaltende Zölle und die Diversifizierung der Lieferketten wider, wobei Europa zunehmend umgelenkte Mengen aufnimmt.

Für das Gesamtjahr 2025 fielen die US-Importe aus China laut Furnilytics um 30,8%, während die EU-Importe um 13,3% stiegen.

Europäische Märkte führen die Zuwächse an

Mehrere große europäische Märkte verzeichneten 2025 zweistellige Zuwächse:

  • Spanien: +15,2%
  • Deutschland: +14,0%
  • Niederlande: +10,1%

Auch im Vereinigten Königreich (+9,0%), in Italien (+8,3%) und Frankreich (+7,4%) stiegen die Importe. Die Zuwächse waren breit, aber ungleich verteilt und konzentrierten sich auf die größten Importvolkswirtschaften.

Nachfrage versus Beschaffung

Furnilytics wies darauf hin, dass viele zugrunde liegende Möbelmärkte nicht wesentlich wachsen, was darauf hindeutet, dass die Zuwächse eher durch Verschiebungen in der Beschaffung als durch stärkere Verbrauchernachfrage getrieben sind. Mit anderen Worten: Chinesische Waren verdrängen Mengen, die sonst von anderen Lieferanten gekommen wären, statt neuen Konsum zu bedienen.

Das Unternehmen kam zu dem Schluss, dass die europäischen Märkte bei anhaltender Dynamik mit stetigen Zuflüssen chinesischer Möbel rechnen müssen, was den Wettbewerbsdruck über die gesamte Wertschöpfungskette vom Einzelhandel bis zur Fertigung erhöht. Für Importeure bedeutet der Trend eine breitere Verfügbarkeit und günstigere Preise chinesischer Produkte in der EU; für europäische Hersteller signalisiert er verschärften Preiswettbewerb auf den Heimatmärkten.

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