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Foshan, Chinas Möbelhauptstadt, kämpft ums Überleben

Foshan, das schätzungsweise 35% der chinesischen Möbel herstellt, steckt in seiner schwersten Krise seit Jahrzehnten. 2025 gingen rund 300 Unternehmen pleite, US-Zölle über 30% trafen Exporte von 10 Milliarden Dollar, und der Immobilieneinbruch schwächte die Binnennachfrage.

Foshan, Chinas Möbelhauptstadt, kämpft ums Überleben

Foshan, Chinas Möbelhauptstadt, kämpft ums Überleben

Foshan, eine Stadt im Süden Chinas, die lange als eines der wichtigsten Zentren der Möbelproduktion des Landes galt, steht unter wachsendem wirtschaftlichem Druck: Werksschließungen, sinkende Exporte und ein anhaltender Einbruch am Immobilienmarkt belasten die lokale Wirtschaft schwer. Darüber berichtet upi.com unter Berufung auf Asia Today und chinesische Medien wie die „Economic Daily“; das Wall Street Journal schreibt, die Fabrikstadt kämpfe ums Überleben.

Die Größe der Branche zeigt, was auf dem Spiel steht. Laut „Economic Daily“ entfallen auf Foshans Möbelsektor rund 35% der gesamten Möbelproduktion Chinas. Mit einem Wert von etwa 700 Milliarden Yuan (97 Milliarden Dollar) macht er rund die Hälfte des regionalen Bruttoinlandsprodukts der Stadt aus und umfasst etwa 30.000 verbundene Unternehmen. Für Käufer weltweit war die Stadt ein zentraler Knotenpunkt in den Möbel-Lieferketten. Diese Konzentration bedeutet, dass das Wohl einer einzigen Branche über das Schicksal der ganzen Stadt entscheidet.

Werksschließungen beschleunigen sich

Nach den von upi.com zitierten Berichten gingen 2025 in Foshan rund 300 Möbelunternehmen pleite – etwa doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Lokale Beobachter sprechen von der schwersten Krise der Branche seit Jahrzehnten. Auch die Wirtschaft insgesamt kühlte ab: Das Wachstum des regionalen BIP fiel in den vergangenen zwei Jahren auf 1,3% und 0,2%, nach 6,3% im Jahr 2022 und 5% im Jahr 2023.

Zölle treffen die Exporte

US-Zollschranken von über 30% haben Foshans Möbelexporte schwer getroffen, die zuvor rund 10 Milliarden Dollar jährlich erreichten. Die USA waren ein wichtiger Absatzmarkt, und die höheren Abgaben haben den Preisvorteil untergraben, auf dem ein großer Teil dieses Handels beruhte. Für Importeure erhöht die Zollmauer die Einfuhrkosten; für die Hersteller in Foshan fällt ein großer Teil der Auslandsnachfrage weg, während der Binnenmarkt ohnehin schwach ist.

Preiskriege und „Neijuan“

Innerhalb Chinas hat sich das sogenannte „Neijuan“ – ein Begriff für zerstörerischen internen Wettbewerb und Preiskämpfe – in der Branche ausgebreitet. Hochwertige Doppelbetten, die normalerweise zwischen 20.000 Yuan (2.770 Dollar) und 30.000 Yuan (4.160 Dollar) kosten, werden Berichten zufolge inzwischen für nur wenige Tausend Yuan verkauft, teils unter den Produktionskosten. Solche Rabatte zehren an den Margen entlang der gesamten Lieferkette und deuten auf ein Überangebot gegenüber der aktuellen Nachfrage hin.

Immobilienflaute und vorsichtige Verbraucher

Chinas anhaltender Einbruch am Immobilienmarkt hat die Nachfrage nach Möbeln weiter geschwächt, die großteils mit Umzügen und dem Verkauf neuer Wohnungen verbunden ist. Steigende Arbeitskosten und ein zunehmend vorsichtiges Konsumverhalten erhöhen den Druck auf die Hersteller. Schwache Exporte und eine flaue Binnennachfrage klemmen die Hersteller von beiden Seiten ein. Lokale Medien berichten, dass viele Einwohner den Niedergang einer Branche beklagen, die einst als eine der erfolgreichsten der Stadt galt.

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