Präsident Wladimir Putin bezeichnete die Schwierigkeiten am russischen Kraftstoffmarkt als vorübergehend. Die Regierung untersagte Benzinexporte ab dem 2. April und Dieselexporte ab dem 8. Juli. Das Dieselembargo trieb die Weltmarktpreise auf Mehrjahreshochs und trifft Importeure wie Brasilien und die Türkei; ein geplantes Netz von Mini-Raffinerien könnte drei bis fünf Jahre dauern.
Am Donnerstag, dem 9. Juli 2026, stiegen die Weizen-Futures an allen drei US-Börsen; der September-Kontrakt der CBOT legte laut zol.ru um 1,97 % auf 227,72 US-Dollar je Tonne zu. Mais und Soja gaben vor dem WASDE-Bericht des USDA am Freitag nach. Die Ukraine, Argentinien und die EU passten ihre Produktionsprognosen für 2026/27 an.
Brasilien exportierte im ersten Halbjahr 2026 laut Cepea 785,4 Tausend Tonnen Schweinefleisch, die größte Halbjahresmenge seit Beginn der Secex-Statistik 1997. Die schwächere Inlandsnachfrage lenkte das Angebot in Auslandsmärkte, und erstmals lag jeder Monat über 110 Tausend Tonnen.
Ghana hat von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien feste Kaufzusagen für Kakaopaste, -butter, -presskuchen und -pulver erhalten, berichtet La Tribune unter Berufung auf die Cocoa Marketing Company. Der zweitgrößte Produzent der Welt setzt auf höherwertige Verarbeitung, obwohl seine Mühlen bei einer Kapazität von 505.000 Tonnen nur zu 50% ausgelastet sind.
Die türkischen Exporte nach Afrika stiegen im ersten Halbjahr um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 11 Milliarden Dollar, wie CNN Türk unter Berufung auf TİM-Daten berichtet. Marokko blieb mit 2,1 Milliarden Dollar größter Abnehmer, während Ägypten mit einem Plus von 349,4 Millionen Dollar den stärksten wertmäßigen Zuwachs verzeichnete.
Das Europäische Parlament hat einen Vorschlag der EU-Kommission abgelehnt, der den nachhaltigen Sojaanbau in Italien mit entwaldungsbezogener Produktion gleichgesetzt hätte. Coldiretti und Filiera Italia werteten das Ergebnis als Sieg für italienische Erzeuger. Es ging um einen globalen ILUC-Risikokoeffizienten für Sojaöl in Biokraftstoffen.
Die Türkei erzielte laut offiziellen, von einem Landwirtschaftskammer-Chef veröffentlichten und von Cumhuriyet berichteten Daten zwischen September 2025 und Juni 2026 mit dem Export von 169.480 Tonnen Haselnusskernen 2,219 Mrd. Dollar. Rechnerisch ergibt das einen Exportpreis von 615 Lira je Kilo für Kerne, während Erzeuger nur 160-170 Lira erhalten – der Streit um die Margen der Bauern flammt wieder auf.
Brasilien verliert am 3. September den Zugang zum EU-Markt für Fleisch und tierische Erzeugnisse, wenn eine überarbeitete Lieferantenliste in Kraft tritt, berichtet Estadão. Geflügel könnte binnen Wochen zurückkehren, Rindfleisch bleibt wegen des langen Mastzyklus womöglich bis 2027 ausgeschlossen. Brasilien liefert jährlich tierisches Eiweiß im Wert von rund 1,8 Milliarden US-Dollar in die EU.
Die EU-Kommission hat zugesagt, 2027 einen Vorschlag zur Überarbeitung der Tierwohlvorschriften für Schweinehaltungen vorzulegen – Teil ihrer neuen Europäischen Strategie für die Tierhaltung. Spanien, größter Schweinefleischproduzent der EU und führender Exporteur, fürchtet teure Stallumbauten.
Indonesiens Palmölproduktion und -exporte legten laut Gapki bis April 2026 zu, getragen von starker Nachfrage im In- und Ausland. Zugleich sanken die nationalen Bestände, was den globalen Pflanzenölmarkt eng im Gleichgewicht hält.
Schweinefleisch im Lebendgewicht verteuerte sich in Russland innerhalb einer Berichtswoche um 5 % auf 127 Rubel je Kilogramm, Teilstücke im Einzelhandel um 3-4 % auf rund 289 Rubel, berichtet Pravda.Ru. Höhere Futterkosten, Exportbeschränkungen und die sommerliche Nachfragespitze treiben den Anstieg.
Indien, einst zweitgrößter Zuckerexporteur der Welt, könnte laut Jagran zwei bis drei Jahre weitgehend vom Weltmarkt fernbleiben: El Niño trifft die Zuckerrohrernte, das Ethanolprogramm zehrt am Überschuss. Die Ausfuhren sind von 6,8 Millionen auf rund 800.000 Tonnen gefallen, bis 2027-28 könnte das Land zum Importeur werden.
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