Indien hat den Grundzoll auf rohes und raffiniertes Palm-, Soja- und Sonnenblumenöl mit Wirkung zum 24. September 2026 gesenkt und die Abgabe auf rohes Sonnenblumenöl vollständig gestrichen. Der Gesamtzoll auf rohes Palm- und Sojaöl fällt von 16,5 auf 11 Prozent, auf rohes Sonnenblumenöl auf 5,5 Prozent. Raffinerien, die Käufe zurückgestellt hatten, dürften ihre Importe beschleunigen.
Äthiopien will die strategisch bewirtschaftete Dattelpalmenfläche innerhalb von zehn Jahren von 6.000 auf 25.000 Hektar erweitern. Das Programm soll Importe ersetzen, den kommerziellen Anbau im Tiefland fördern und langfristig eine neue Exportbranche schaffen.
Eine Recherche zum Holzkohlehandel führt Grillholzkohle großer britischer Handelsketten, darunter B&Q und Waitrose, auf Bäume zurück, die im paraguayischen Chaco für neue Agrarflächen gefällt wurden. Mengen, Exporteure und der erfasste Zeitraum werden im verfügbaren Material nicht genannt. Im Fokus steht die Rückverfolgbarkeit eines billigen und schwer kontrollierbaren Produkts.
Spaniens Ministerium für ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung leitet das Genehmigungsverfahren für die ersten vier Abschnitte des geplanten Fernleitungsnetzes für erneuerbaren Wasserstoff ein. Für dieses erste Paket sind 389 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen. Damit verlässt das Netz die reine Planungsphase.
Ein Teil der indischen Reisexporteure verlangt, Agrarimporte nach Indien künftig werksweise statt länderweise zuzulassen. Anlass sind verschärfte Zertifizierungsauflagen Chinas und Saudi-Arabiens. Warenkreis und Haltung der Regierung sind nicht bekannt.
Die Palmöl-Futures an der Bursa Malaysia Derivatives Exchange sind am Mittwoch die vierte Sitzung in Folge gefallen. Als Hauptgrund gelten sinkende Preise für andere Speiseöle, darunter Sojaöl, sowie für Rohöl. Ein heimischer Auslöser wurde nicht gemeldet – die Richtung gibt der Ölkomplex vor.
Die Ukraine hat ihr jährliches zollfreies EU-Kontingent für Apfelsaftkonzentrat von 30.000 Tonnen vollständig ausgeschöpft; laut sad24.pl weisen die Daten der EU-Kommission einen Saldo von 0 kg aus. Lieferungen bis Jahresende zahlen den Basiszoll von 18 % oder mehr, womit der Preisvorsprung von 200 bis 300 Euro je Tonne gegenüber polnischer Ware entfällt. Moldaus zollfreier und mengenmäßig unbegrenzter Zugang eröffnet einen naheliegenden Umweg.
Das türkische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten hat 21 Olivenöl-Marken und -Produkte in sein Register für Fälschungen und Verfälschungen vom 23. September aufgenommen, nachdem Labore billigere Saatöle in als Olivenöl verkaufter Ware nachgewiesen hatten. Die Produkte stammen von Herstellern in Aydın, Balıkesir, İzmir, Artvin und Hatay und wurden in 1-, 2- und 5-Liter-Gebinden verkauft. Sanktionen nach dem einschlägigen Lebensmittelrecht sind angekündigt.
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Isabella Romano
Leitender Analyst für Lebensmittel- und Getränkemärkte
Eine kleinere Ernte und der Ausbau der heimischen Verarbeitung könnten Kasachstans Weizenimportbedarf 2026/27 auf 3,5 bis 4 Millionen Tonnen heben – deutlich über der USDA-Prognose von 1,5 Millionen Tonnen, berichtet inbusiness.kz. Ausnahmen für den Schienenverkehr halten den Kanal für russisches Getreide offen.
Lieferanten aus Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen steigerten ihren Anteil an den europäischen Orangenimporten laut freshplaza.it von 32,5 Prozent im Jahr 2021 auf 34,2 Prozent im Jahr 2025. Die Mengen aus europäischen Herkünften fielen im gleichen Zeitraum von 2,17 Millionen auf 2,07 Millionen Tonnen. Überseeische Lieferungen konzentrieren sich auf das Fenster von Juli bis Oktober.
Litauens Spotpreisindex für Holzhackschnitzel ist von 18,34 €/MWh im Vorjahr auf 30,12 €/MWh gestiegen, ein Plus von 65%. Das Angebot dürfte ausreichen, doch höhere Brennstoffkosten und die Konkurrenz der Holzverarbeiter verteuern voraussichtlich die Fernwärme.
Eine Pilotstudie des Bangladesh Rice Research Institute fand in 19 von 104 Handelsproben Reis anorganisches Arsen über dem Codex-Grenzwert von 0,2 mg/kg. Cadmium, Blei und Rückstände von 22 geprüften Pestiziden blieben unter den zulässigen Werten. Bangladesch produzierte im Finanzjahr 2024/25 46 Millionen Tonnen Reis und liegt weltweit an dritter Stelle.
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