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Türkisches Landwirtschaftsministerium listet 21 Olivenöl-Marken: Saatöle in Flaschen mit der Auszeichnung "nativ extra"

Das türkische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten hat 21 Olivenöl-Marken und -Produkte in sein Register für Fälschungen und Verfälschungen vom 23. September aufgenommen, nachdem Labore billigere Saatöle in als Olivenöl verkaufter Ware nachgewiesen hatten. Die Produkte stammen von Herstellern in Aydın, Balıkesir, İzmir, Artvin und Hatay und wurden in 1-, 2- und 5-Liter-Gebinden verkauft. Sanktionen nach dem einschlägigen Lebensmittelrecht sind angekündigt.

Türkisches Landwirtschaftsministerium listet 21 Olivenöl-Marken: Saatöle in Flaschen mit der Auszeichnung "nativ extra"

Das türkische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten hat in der Aktualisierung seines öffentlichen Registers für "Fälschung und Verfälschung" vom 23. September 21 Olivenöl-Marken und -Produkte als verfälscht gelistet. Laboranalysen ergaben, dass in Ware, die Verbrauchern als Olivenöl verkauft wurde, billigere Saatöle eingemischt worden waren, berichtete halktv.com.tr.

Saatöl in Flaschen mit der Angabe nativ extra

Laut halktv.com.tr trug ein Teil der Produkte Bezeichnungen wie "naturel sızma" (nativ extra), "soğuk sıkım" (kaltgepresst) und "naturel", enthielt aber nachweislich Saatöl. Auf den Verpackungen einiger gelisteter Artikel fanden sich zudem das Wort "gurme" (Gourmet) sowie Hinweise auf bestimmte Anbauregionen. Die betroffene Ware wurde in Gebinden zu 1 Liter, 2 Litern und 5 Litern verkauft. Ein erheblicher Teil der beanstandeten Produkte war den Verbrauchern ausdrücklich als natives Olivenöl extra angeboten worden, so das Portal.

Über das Register veröffentlicht das Ministerium Firmennamen, Marken, Produktbezeichnungen und Chargennummern, wenn Laborergebnisse der Etikettangabe widersprechen. Finans Hattı berichtete, die gelisteten Firmen und Marken würden weiterhin eingehend geprüft und die erforderlichen Strafmaßnahmen im Rahmen der einschlägigen Rechtsvorschriften verhängt.

Fünf Provinzen und ein wiederkehrender Hersteller

Auf der Liste stehen Hersteller und Händler aus Aydın, Balıkesir, İzmir, Artvin und Hatay, berichtete halktv.com.tr. Mehrere Hersteller tauchen mehrfach auf – mit unterschiedlichen Marken und Produktnamen. Besonders hervorgehoben wurde ein Hersteller aus dem Bezirk Antakya in der Provinz Hatay, dessen unter einer Reihe verschiedener Namen vermarktete Olivenöle denselben Laborbefund erhielten.

Finans Hattı nannte Produkte, die der Firma Abdullah Taze zugeschrieben und aus Antakya versandt wurden, unter den gelisteten Artikeln; sie wurden zusammen mit ihren Chargen- und Seriennummern geprüft:

  • Balıkesir Kuzey Ege Yöresi Akçay Altınoluk Naturel Sızma Zeytinyağı, 5 Liter
  • Zeytin Bahçesi Naturel Sızma Zeytinyağı, 5 Liter
  • Balıkesir Gurme Kazdağları Naturel Sızma Zeytinyağı, 5 Liter
  • Zeytinbağı Trilye Naturel Sızma Zeytinyağı, 5 Liter
  • Egem Balıkesir Kuzey Ege Yöresi Akçay Altınoluk Hafif ve Yumuşak, 5 Liter
  • Özgü Balıkesir Kuzey Ege Yöresi Akçay Altınoluk Hafif ve Yumuşak Zeytinyağı, 5 Liter
  • Balıkesir Kuzey Ege Yöresi Hafif Yumuşak Zeytinyağı, 2 Liter

Chargennummern sind deshalb wichtig, weil sie die Rückverfolgbarkeit sichern und die Bestimmung der Herkunft eines Produkts ermöglichen, merkte Finans Hattı an.

Reputationsrisiko für ein bedeutendes Erzeugerland

Die Türkei nehme in der Olivenölproduktion eine wichtige Stellung ein, und das Produkt habe sowohl im Binnenmarkt als auch im Export einen hohen Wert, schrieb Finans Hattı; Fälle dieser Art könnten das Bild des türkischen Olivenöls auf den Exportmärkten beschädigen und einen Nachteil im internationalen Wettbewerb schaffen. Das Portal erklärte, die Feststellungen schadeten dem Ruf der Erzeuger und brächten zugleich Gesundheit und Geld der Verbraucher in Gefahr; der Ersatz durch minderwertige Öle in einem Produkt mit definierter Qualitätsangabe mindere Nährwert und Geschmack gleichermaßen.

Einen Teil der Kosten tragen die ehrlichen Hersteller. Nach Einschätzung von Finans Hattı würde ein allgemeiner Vertrauensverlust den gesamten Olivenölmarkt belasten, während schärfere Kontrollen, ein rasches Zurückziehen verfälschter Ware vom Markt und abschreckende Strafen sich positiv auf Preisdynamik und Verbraucherentscheidungen in der Branche auswirken würden. Einen Teil des Anreizes zum Panschen führt das Portal auf Kostensteigerungen und Schwankungen an den Rohstoffmärkten zurück, die manche Erzeuger zum Schutz ihrer Margen auf illegale Wege drängen – kurzfristige Lösungen, die nach seiner Einschätzung langfristig den Markenwert gefährden.

Keine der beiden Quellen nennt die Mengen des verfälschten Öls oder die Höhe der zu verhängenden Bußgelder. Verbraucher wurden aufgerufen, Etikettangaben sorgfältig zu prüfen, vertrauenswürdige Marken zu wählen und verdächtige Produkte den zuständigen Stellen zu melden. Beide Portale werten den Fall als Beleg dafür, welches Gewicht regelmäßige staatliche Kontrollen in einer Lebensmittelkategorie mit hoher Wertschöpfung haben.

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