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Recherche verbindet Grillholzkohle von B&Q und Waitrose mit Rodungen im paraguayischen Chaco

Eine Recherche zum Holzkohlehandel führt Grillholzkohle großer britischer Handelsketten, darunter B&Q und Waitrose, auf Bäume zurück, die im paraguayischen Chaco für neue Agrarflächen gefällt wurden. Mengen, Exporteure und der erfasste Zeitraum werden im verfügbaren Material nicht genannt. Im Fokus steht die Rückverfolgbarkeit eines billigen und schwer kontrollierbaren Produkts.

Recherche verbindet Grillholzkohle von B&Q und Waitrose mit Rodungen im paraguayischen Chaco

Grillholzkohle großer britischer Handelsketten, darunter B&Q und Waitrose, stammt von Bäumen, die in der paraguayischen Chaco-Region für zusätzliche Agrarflächen gefällt wurden. Das geht aus einer Recherche zum Holzkohlehandel hervor. Damit stehen zwei bekannte Ketten — ein Baumarktkonzern und eine Supermarktgruppe — am Ende einer Lieferkette, die mit Rodungen an einer der am aktivsten umgewandelten Waldgrenzen Südamerikas beginnt.

Das verfügbare Material zur Recherche beziffert weder die betroffenen Mengen noch nennt es die beteiligten Exporteure und Importeure oder den erfassten Zeitraum. Belegt ist die Verbindung selbst: Holzkohle in britischen Regalen, hergestellt aus Holz, das bei der Umwandlung von Chaco-Wald in Ackerland geschlagen wurde.

Rodungsholz ist der billigste Rohstoff für Holzkohle

Holzkohle steht am unteren Ende der Wertschöpfungskette für Holzprodukte. Zuerst werden Sägerundholz und Industrieholz verkauft; was nach der Rodung bleibt — Äste, Stubben, Arten ohne industrielle Verwendung — ist stehend wenig wert und verursacht Entsorgungskosten. Die Verkohlung macht aus einem Kostenblock ein verkäufliches Produkt und verschafft dem rodenden Betrieb neben dem Agrarwert der Fläche eine zweite Einnahmequelle.

Diese Rechnung erklärt, warum Rodung und Holzkohleproduktion so oft zusammengehen und warum das Produkt schwer zu kontrollieren ist. Holzkohle wird nach Brennqualität sortiert, nicht nach Art oder Herkunft, Partien verschiedener Produzenten werden vor dem Export regelmäßig gemischt, und bis eine Lieferung für einen europäischen Händler abgesackt ist, reichen die Papiere selten bis zu einer konkreten Fläche zurück.

Wo die Beschaffungsfragen anfallen

Für die genannten Händler ist das Problem zunächst ein dokumentarisches, kein kommerzielles. Grillholzkohle ist ein saisonales Niedrigpreissortiment, doch es gelten dieselben Beschaffungsstandards, die die Ketten bei Schnittholz, Gartenmöbeln und Papier anlegen. Die Recherche wirft Fragen auf, die vor allem Einkäufer und Importeure betreffen, nicht die paraguayische Seite der Kette:

  • ob die Nachweiskette für importierte Holzkohle das Herkunftswaldgebiet ausweist oder beim Exporteur endet;
  • ob Zertifizierungsangaben auf der Verkaufsverpackung auf Partieebene geprüft wurden;
  • wie gemischte Lieferungen behandelt werden, wenn nur ein Teil der Menge rückverfolgbar ist;
  • welche vertraglichen Mittel Einkäufer haben, wenn die Herkunft erst nach dem Verkauf bestritten wird.

Von den Antworten hängt ab, ob es bei einer Lieferantenprüfung bleibt oder ob sich der Einkauf der gesamten Warengruppe ändert.

Ein Handelsstrom mit geringer öffentlicher Sichtbarkeit

In der Handelsstatistik ist Holzkohle gegenüber Getreide, Fleisch oder Schnittholz eine kleine Position und erhält entsprechend wenig Aufmerksamkeit. Sie läuft sowohl abgepackt für Endverbraucher als auch als Schüttgut, passiert Zwischenhändler in mehreren Jurisdiktionen und wird häufig aus dem Verarbeitungsland reexportiert, nicht aus dem Einschlagland. Die im Zoll erfasste Herkunft ist deshalb nicht zwangsläufig die Herkunft des Baums.

Für Paraguay berührt der Bericht einen empfindlichen Punkt. Der Chaco wird wegen der Agrarerträge in Ackerland umgewandelt, nicht wegen der Holzkohle; die Holzkohle ist das Nebenprodukt, das die Rodung mitfinanziert. Der Wegfall eines europäischen Einzelhandelskanals streicht einen Teil dieser Erlöse, ändert aber nichts an der Ökonomie der dahinterliegenden Landnutzungsänderung.

Reaktionen der beiden Händler sind im verfügbaren Material ebenso wenig festgehalten wie die Belegführung der Recherche selbst — also wie einzelne Säcke bis in den Chaco zurückverfolgt wurden. Beides entscheidet über die Reichweite des Falls: Eine dokumentierte Rückverfolgung auf Partieebene lässt sich von einem Lieferanten weit schwerer bestreiten als eine allgemeine Herkunftsangabe.

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