Russlands Süßwarenexporte stiegen 2025 um 14 % auf mehr als 2 Milliarden $
Russlands Süßwarenexporte stiegen 2025 nach Angaben des Russischen Exportzentrums um 14 % auf mehr als 2 Milliarden $. China blieb ein wichtiger Markt für russische Schokolade und Kekse; auch 2026 soll das Wachstum hoch geblieben sein.
Exporterlöse übersteigen 2 Milliarden $
Russlands Süßwarenexporte legten 2025 um 14 % zu und erlösten mehr als 2 Milliarden $, erklärte die Leiterin des Russischen Exportzentrums, Veronika Nikischina, in einem von Life.ru, Vzglyad und KP.RU aufgegriffenen Interview mit RIA Novosti. Nikischina zufolge blieb das Wachstum auch 2026 hoch. Die vorliegenden Berichte enthalten jedoch weder einen aktuellen Exportwert noch Mengen- oder Vergleichsdaten für das laufende Jahr.
Das Ergebnis weist auf eine anhaltende Auslandsnachfrage nach russischen Verarbeitungserzeugnissen hin, während das Land den Anteil höherwertiger Waren an seinen Exporten ausbauen will. Süßwarenhersteller können verarbeitete Markenprodukte statt landwirtschaftlicher Rohstoffe verkaufen. Die Gesamtsumme umfasst allerdings mehrere Warengruppen und lässt offen, ob Preise, Liefermengen oder ein veränderter Produktmix das Wachstum getragen haben.
China stützt die Nachfrage nach Fertigprodukten
China wurde als einer der auffälligsten Käufer genannt. Laut Nikischina schätzen chinesische Verbraucher besonders russische Schokolade und Kekse. Life.ru und KP.RU nannten außerdem Honig und Speiseeis, Life.ru und Vzglyad auch Haferflocken. Die Quellen bezifferten weder Chinas Anteil an den Exporten von mehr als 2 Milliarden $ noch die Bedeutung anderer Absatzmärkte für Süßwaren.
Die Produktstruktur ist für Exporteure relevant, weil Schokolade, Kekse und weitere verpackte Lebensmittel unterschiedliche Lieferketten, Lagerbedingungen und Einzelhandelskanäle benötigen. Schokoladenhersteller sind von Kakao- und Zuckerpreisen abhängig, Keksproduzenten von Mehl und Speisefetten, während Speiseeis eine durchgehende Kühlkette verlangt. Ohne Aufschlüsselung nach Kategorien lässt sich nicht bestimmen, welches Segment den größten Teil des Zuwachses von 14 % lieferte.
Vzglyad berichtete separat, russische Lebensmittel würden in mehr als 160 Ländern konsumiert. Diese Zahl betrifft die gesamte Lebensmittelbranche und nicht allein Süßwaren, verweist aber auf die breite geografische Präsenz russischer Anbieter. Deutschland war der Zeitung zufolge 2025 zugleich der größte ausländische Lieferant von Süßwaren nach Russland. Der Binnenmarkt exportiert somit eigene Erzeugnisse und kauft weiterhin importierte Produkte.
Weitere Dynamik hängt von Mengen, Kosten und Marktzugang ab
Die Berichte nennen keine Exporttonnage, Durchschnittspreise, Unternehmensumsätze oder Wachstumsraten einzelner Zielmärkte. Daher ist unklar, ob das Plus von 14 % größere physische Lieferungen oder höhere Stückwerte widerspiegelt. Ebenso offen bleibt, ob das Wachstum hauptsächlich auf China entfiel oder sich auf mehrere Märkte verteilte.
Für Hersteller und Händler ist das gemeldete hohe Wachstum im Jahr 2026 ein frühes positives Signal, aber noch keine belastbare Prognose. Die Dauerhaftigkeit hängt von Rohstoffkosten, Produktionskapazitäten, Logistik und dem Zugang zum Einzelhandel in den Zielländern ab. Erst Zolldaten nach HS-Kategorie und Bestimmungsland werden zeigen, ob russische Anbieter von Schokolade und Keksen langfristig Marktanteile gewinnen oder lediglich von kurzfristigen Preis- und Sortimentsverschiebungen profitieren.
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