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Polens Agrar- und Lebensmittelexporte erreichen 24,1 Milliarden Euro

Polen exportierte in den ersten fünf Monaten 2026 Agrar- und Lebensmittel im Wert von 24,1 Milliarden Euro, 1,6% mehr als im Vorjahr. Die Importe sanken um 1% auf 16,3 Milliarden Euro, wodurch der Handelsüberschuss um 7,5% auf 7,8 Milliarden Euro stieg.

Polens Agrar- und Lebensmittelexporte erreichen 24,1 Milliarden Euro

Exporte steigen bei rückläufigen Importen

Polens Agrar- und Lebensmittelexporte erreichten in den ersten fünf Monaten 2026 einen Wert von 24,1 Milliarden Euro beziehungsweise rund 102 Milliarden Zloty. Wie AgroNews unter Berufung auf Daten des Nationalen Zentrums zur Unterstützung der Landwirtschaft berichtet, lag der Wert 1,6% über dem entsprechenden Zeitraum 2025. Das Wachstum wurde trotz einer schwächeren Konjunktur in Teilen der Lebensmittelindustrie erzielt.

Die Importe entwickelten sich in die entgegengesetzte Richtung und sanken im Jahresvergleich um 1% auf 16,3 Milliarden Euro oder rund 69 Milliarden Zloty. Dadurch erhöhte sich der Überschuss im Agrar- und Lebensmittelhandel um 7,5% auf 7,8 Milliarden Euro, entsprechend etwa 33 Milliarden Zloty. Der Sektor leistet damit weiterhin einen positiven Beitrag zur polnischen Außenhandelsbilanz.

Fleisch, Fleischwaren und lebende Tiere blieben die größte Exportgruppe. Gemeinsam kamen sie auf 5,2 Milliarden Euro und 22% der gesamten Agrar- und Lebensmittelexporte. Die Ausfuhren von Geflügelfleisch stiegen um 6% auf 1,7 Milliarden Euro. Der Rindfleischexport sank um 4% auf 1,1 Milliarden Euro, während Fisch und Fischerzeugnisse mit 1,2 Milliarden Euro ein Minus von 1% verzeichneten.

Obstzubereitungen wachsen, Milchexporte geben nach

Zwischen den Produktgruppen bestanden deutliche Unterschiede. Die Ausfuhren von Milchprodukten übertrafen 1 Milliarde Euro, lagen jedoch 16% unter dem Vorjahresniveau. Dies war der stärkste Rückgang unter den erfassten Hauptkategorien. Die Exporte von Obstzubereitungen stiegen dagegen um 21,9% und erzielten damit die höchste ausgewiesene Wachstumsrate.

Die Ausfuhren alkoholischer Getränke nahmen um 10,6% zu, Getreideexporte um 7,6%. Zusammen mit dem Wachstum bei Obstzubereitungen zeigen diese Ergebnisse, dass Polens Exportbasis sowohl Agrarrohstoffe als auch verarbeitete Produkte mit höherer Wertschöpfung umfasst.

Steigende Auslandserlöse führen nicht automatisch zu höheren Erzeugerpreisen oder besseren Einkommen für jeden landwirtschaftlichen Betrieb. Transport-, Verarbeitungs- und Lagerkosten, Margen der Zwischenhändler sowie die Angebotssituation im Inland beeinflussen, wie die Exporterlöse entlang der Lieferkette verteilt werden.

EU bleibt dominant, Drittstaaten wachsen schneller

Die Europäische Union blieb mit Abnahmen im Wert von 17,8 Milliarden Euro oder rund 75,5 Milliarden Zloty der wichtigste Absatzmarkt. Die Verkäufe in EU-Staaten stiegen um 0,4% und machten 74% der Gesamtausfuhren aus. Deutschland war mit 5,8 Milliarden Euro weiterhin der größte Einzelmarkt, obwohl die Lieferungen dorthin um 3% zurückgingen. Tabak und Tabakwaren spielten im EU-Handel eine bedeutende Rolle; ihre Ausfuhren näherten sich nach einem Wachstum von 5% der Marke von 2 Milliarden Euro.

Die Exporte in Länder außerhalb der EU wuchsen mit 5% schneller und erreichten 6,3 Milliarden Euro beziehungsweise rund 26,5 Milliarden Zloty. Auf diese Märkte entfielen 26% der polnischen Agrar- und Lebensmittelexporte. Das Vereinigte Königreich blieb mit 1,7 Milliarden Euro der größte Abnehmer außerhalb der EU, trotz eines Rückgangs von 4%. Die Lieferungen in die Ukraine sanken um 3% auf 488 Millionen Euro, während die Exporte in die Vereinigten Staaten um 1% auf 364 Millionen Euro stiegen.

Unter den genannten Zielmärkten verzeichnete die Türkei die auffälligste Expansion. Polens Agrar- und Lebensmittelexporte dorthin sprangen um 61% auf 348 Millionen Euro, vor allem wegen eines Anstiegs der Rindfleischlieferungen um 88%. Außerhalb der EU stiegen die Ausfuhren von Fleisch und Fleischwaren ohne Geflügel um 10% auf 738 Millionen Euro. In mehreren anderen Märkten waren die Ergebnisse schwächer: Die Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate fielen um 29%, nach Guinea um 28%, in den Senegal um 27% und nach Israel um 19%. Diese Unterschiede zeigen sowohl die Chancen als auch die Schwankungen beim Ausbau des Geschäfts jenseits der etablierten europäischen Kundenbasis.

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