Das Freihandelsabkommen zwischen Indien und Neuseeland tritt am 20. Oktober in Kraft und soll dazu beitragen, den bilateralen Handel bis 2030 zu verdoppeln. Das zollfreie Kontingent für neuseeländische Kiwis steigt von 6.250 Tonnen im ersten Jahr auf 15.000 Tonnen im sechsten Jahr.
Uruguay baut die Produktion von Soja- und Sonnenblumenöl mit Blick auf Indien als künftigen Absatzmarkt aus. Entscheidend werden größere Anbau- und Verarbeitungskapazitäten sowie die Konkurrenz mit etablierten Lieferanten sein.
Indiens Supreme Court hat entschieden, dass reife braune Kokosnüsse für die betreffende Steuerbefreiung nicht als grüne oder frische Früchte gelten. Maßgeblich ist die übliche Bezeichnung bei Händlern und Verbrauchern, nicht die botanische Einordnung.
Die indischen Großhandelspreise für Kichererbsen, Mungbohnen, Straucherbsen und Erbsen sind wegen der Festtagsnachfrage und Sorgen über das künftige Angebot deutlich gestiegen. Der Anstieg erfolgt trotz einer Rekordproduktion 2025-26 und staatlicher Pufferbestände oberhalb der Norm.
Große Importmengen und Produktionskosten von bis zu 60.000 Pesos je Hektar setzen die Maiserzeuger in Jalisco unter Druck. Ernten lagern weiterhin in Speichern, obwohl der Bundesstaat ein bedeutender Produzent von Futter- und Körnermais ist.
Lettlands Glasfaserindustrie exportiert mehr als 90 % ihrer Produktion und beliefert Kunden in über 50 Ländern mit Spezialprodukten. In Līvāni wächst ein Fertigungscluster für Medizintechnik und andere Präzisionsanwendungen.
Die Dürre in Maharashtra erhöht das Risiko niedrigerer Erträge bei Zuckerrohr, Sojabohnen und weiteren Kharif-Kulturen. Ein Produktionsrückgang könnte das indische Angebot verknappen und die Preise beeinflussen.
Der verstärkte Zustrom von günstigerem brasilianischem Rindfleisch verschärft den Wettbewerb in Polen und der Europäischen Union. Polnische Produzenten mussten ihre Preise deutlich senken, wodurch Margen und Marktanteile gegenüber Mercosur-Lieferungen unter Druck geraten.
Ein neuer Bericht des Europäischen Rechnungshofs zeigt, dass die organisierte Kriminalität die Zigarettenproduktion in die EU verlagert hat. Die kompakten Anlagen arbeiten nur zwei bis vier Monate am selben Ort. In Belgien wurden 2023 bis 2024 zwischen 81 und 100 illegale Produktionsstätten entdeckt, EU-weit der höchste Wert.
Die Kartoffelernte in Zentralrussland hat ihren Höhepunkt erreicht. Das Gebiet Brjansk hat auf 15.100 Hektar fast 500.000 Tonnen gerodet, bei einem Durchschnittsertrag von 321 Doppelzentnern je Hektar und einem Jahresziel von über 1,7 Millionen Tonnen. Das Gebiet Tula plant mindestens 650.000 Tonnen; Pflanzgut bleibt die zentrale Importabhängigkeit der Branche.
Im spanischen Huelva hat der Bau des Andalusischen Tals für grünen Wasserstoff begonnen. Das Projekt ist auf 300 MW und eine Jahresproduktion von 45.000 Tonnen grünem Wasserstoff ausgelegt.
Das brasilianische Foodtech Ocean Sugar vermarktet nach einer Finanzierung über 25 Millionen R$ einen kalorienfreien Süßstoff aus Meeresalgen. Neben Privatkunden und Lebensmittelherstellern nimmt das Unternehmen die VAE, Nigeria, Europa und die USA ins Visier.
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Isabella Romano
Leitender Analyst für Lebensmittel- und Getränkemärkte
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