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Indiens Hülsenfrüchte verteuern sich vor Diwali trotz Rekordernte

Die indischen Großhandelspreise für Kichererbsen, Mungbohnen, Straucherbsen und Erbsen sind wegen der Festtagsnachfrage und Sorgen über das künftige Angebot deutlich gestiegen. Der Anstieg erfolgt trotz einer Rekordproduktion 2025-26 und staatlicher Pufferbestände oberhalb der Norm.

Indiens Hülsenfrüchte verteuern sich vor Diwali trotz Rekordernte

Großhandelspreise steigen vor dem Fest schneller

Vor Diwali haben sich mehrere wichtige Hülsenfrüchte in Indien deutlich verteuert. Das erhöht die Kosten für Haushalte und Lebensmittelbetriebe, die Süßwaren und andere Festtagsgerichte herstellen. Daten der Indian Pulses and Grains Association, die News24 Hindi zitiert, zeigen für den vergangenen Monat einen Preisanstieg von 11% bei Kichererbsen. Mungbohnen verteuerten sich um 10,6%, Straucherbsen um 6,5% und Erbsen um bis zu 6%.

Auch auf Wochensicht war die Bewegung ausgeprägt. Kichererbsen wurden um 5,5% teurer, Mungbohnen um 4,3%, Straucherbsen um 2,4% und Erbsen um 3%. Gegenüber dem Vorjahr lagen Kichererbsen 23% höher, während Erbsen einschließlich gelber Erbsen 47% teurer waren.

Der Kichererbsenpreis ist während Diwali besonders relevant, weil Kichererbsenmehl, auch Besan genannt, häufig für süße und herzhafte Speisen verwendet wird. Die höheren Preise können daher die Kosten von Verarbeitern, Süßwarenherstellern, Restaurants und Haushalten erhöhen. Die verfügbaren Zahlen deuten jedoch nicht auf einen unmittelbar bevorstehenden landesweiten Mangel hin.

Preisdruck erreicht zentrale Einzelhandelssorten

Nach Regierungsdaten, die News24 Hindi anführt, kostete Kichererbsen-Dal im Einzelhandel etwa 88,72 Rupien je Kilogramm. Straucherbsen-Dal wurde für rund 125,72 Rupien je Kilogramm angeboten, Mung-Dal für 112,14 Rupien und Linsen-Dal für 90,43 Rupien. Straucherbsen blieben damit die teuerste der vier genannten Kategorien.

Die Festtagsnachfrage ist ein Grund für den Anstieg. Laut der Publikation beeinflussen aber auch Erwartungen zur nächsten Ernte und zu künftigen Importen das Verhalten der Händler. Wenn Marktteilnehmer später ein knapperes Angebot erwarten, können die Großhandelspreise trotz gut gefüllter Lager steigen. Für Käufer ist diese Unterscheidung wichtig: Der aktuelle Anstieg spiegelt saisonale Beschaffung und vorausschauende Risiken wider, nicht einen bereits bestehenden schweren physischen Mangel.

Rekordernte und Reserven schaffen Spielraum

Indien produzierte 2025-26 die Rekordmenge von 27,409 Millionen Tonnen Hülsenfrüchten, wie aus den von News24 Hindi veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Die Produktion lag 6,7% über dem Vorjahreswert. Die staatlichen Pufferbestände überschritten zudem 4,5 Millionen Tonnen, verglichen mit einer vorgeschriebenen Menge von 3,5 Millionen Tonnen.

Die Reserven umfassten etwa 1,95 Millionen Tonnen Kichererbsen und 1 Million Tonnen Straucherbsen. Damit kann die Regierung durch Verkäufe am offenen Markt auf die Preise einwirken. News24 Hindi zufolge könnte eine solche Freigabe die Verbraucher unmittelbar vor dem Fest entlasten. Die Quelle nennt jedoch weder einen Beschluss noch eine Menge oder einen Zeitplan.

Für Verarbeiter und Händler sind daher Zeitpunkt und Umfang möglicher staatlicher Verkäufe entscheidend. Eine große oder schnelle Freigabe könnte den Preisanstieg im Großhandel begrenzen und besonders bei Produkten aus Kichererbsen die Beschaffungskosten senken. Ohne Freigabe könnten saisonale Nachfrage und Sorgen über die nächste Ernte oder Importe die Preise trotz hoher Produktion und öffentlicher Vorräte stützen. Importeure tragen das Risiko, dass staatliche Verkäufe die Inlandspreise nach Vertragsabschluss drücken. Produzenten müssen umgekehrt damit rechnen, dass ein Eingriff den Wert ihrer Bestände mindert.

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