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Indien genehmigt Importe usbekischer Granatäpfel und scharfer Paprika

Usbekistan hat die phytosanitäre Genehmigung für Lieferungen von Granatäpfeln und scharfen Paprika nach Indien erhalten. Exporteure müssen strenge Vorgaben zu Schädlingen, Unkraut und Erdresten erfüllen und dies zusätzlich deklarieren.

Indien genehmigt Importe usbekischer Granatäpfel und scharfer Paprika

Indien lässt zwei usbekische Gartenbauprodukte zu

Usbekistan hat die phytosanitäre Genehmigung erhalten, Granatäpfel und scharfe Paprika nach Indien zu exportieren. Damit erschließt sich den Gartenbaubetrieben des Landes ein neues Ziel. Laut Pravda.ru erweitert die Zulassung die geografische Reichweite der usbekischen Agrarexporte und eröffnet den Lieferanten einen Markt mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern.

Die Entscheidung garantiert noch keine sofortigen Absatzmengen, beseitigt aber eine zentrale regulatorische Hürde. Usbekische Erzeuger, Verpackungsbetriebe und Händler können nun kommerzielle Lieferungen vorbereiten, sofern die Sendungen Indiens pflanzengesundheitliche Anforderungen erfüllen. Entscheidend sind eine gleichbleibende Warenaufbereitung, korrekte Nachweise und Kontakte zu indischen Käufern.

Die Zulassung erweitert zugleich das Spektrum der exportfähigen Waren Usbekistans. Vor einigen Jahren führte das Land höchstens 600 Obst- und Gemüsearten aus. Nach Angaben von Pravda.ru können inzwischen fast 700 Produktarten mit phytosanitären Zertifikaten versandt werden.

Strenge Anforderungen an die Sauberkeit

Indiens Lebensmittelsicherheitsbehörden haben strenge Einfuhrkriterien für beide Produkte festgelegt. Die Ausschussexpertin Nazokat Tokhirova erklärte, frisch geerntete Granatäpfel und scharfe Paprika müssten vollständig frei von Schädlingen, Unkraut und Erdresten sein. Die Erfüllung dieser Bedingungen muss in einer zusätzlichen Erklärung bestätigt werden.

Damit liegt die operative Verantwortung bei den Landwirtschafts- und Nacherntebetrieben. Feldkontrollen, Sortierung, Reinigung, Verpackung und Inspektion sind in jeder Phase wichtig, weil Verunreinigungen den Marktzugang einer Sendung verhindern können. Die Ausfuhrdokumente müssen außerdem dem tatsächlichen Zustand der Ware entsprechen.

Im Vorteil dürften Anbieter mit bestehenden Systemen für Qualitätskontrolle und Rückverfolgbarkeit sein. Kleinere Erzeuger können sich über Verpackungsbetriebe, Exporteure oder gebündelte Lieferketten beteiligen, die die vorgeschriebenen phytosanitären Verfahren beherrschen. Angaben zu Liefermengen, Vertragswerten, Zöllen oder erwarteten Lieferterminen machte die Quelle nicht.

Usbekistan diversifiziert seine Absatzmärkte

Für Granatäpfel ist zuletzt ein weiteres asiatisches Ziel hinzugekommen. Die Früchte gelangten im vergangenen Jahr auf den südkoreanischen Markt und können nun auch nach Indien geliefert werden. Usbekische Unternehmen erhalten damit einen zusätzlichen Absatzkanal für ein Produkt, das bereits außerhalb der Nachbarländer Exportpotenzial besitzt.

Bei scharfen Paprika ist die Marktlage anders. Indien zählt selbst zu den weltweit führenden Erzeugern, dennoch besteht laut Pravda.ru im Inland eine beständige Importnachfrage. Usbekische Unternehmen, die bereits mit China, Spanien und Staaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten handeln, können daher zusätzliche Käufer suchen. Sie treffen allerdings auf einen Markt mit umfangreicher heimischer Produktion.

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