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Griechischer Joghurt erreicht fast ein Viertel des italienischen Marktes

Griechischer Joghurt hält inzwischen fast ein Viertel des italienischen Joghurtmarktes, getragen von zweistelligem Einzelhandelswachstum und steigenden Lieferungen aus Griechenland. Auch Feta, Kalamata-Oliven und griechische Fertigspezialitäten gewinnen im Handel und in der Gastronomie an Boden.

Griechischer Joghurt erreicht fast ein Viertel des italienischen Marktes

Griechischer Joghurt treibt die Expansion

Griechische Lebensmittel gewinnen in italienischen Supermärkten und in der Gastronomie an Bedeutung, wobei Joghurt die Entwicklung anführt. Cretalive berichtet unter Berufung auf Il Sole 24 Ore, dass italienische Händler ihr Angebot an griechischem Joghurt, Feta, Kalamata-Oliven, Baklava, Tsatsiki und Desserts griechischer Art ausweiten. Zugleich entstehen in der Gastronomie die ersten Ketten griechischer Tavernen, die eine Expansion über Franchise-Systeme anstreben.

Das Wachstum beschränkt sich nicht auf verzehrfertige Produkte. Die griechische Küche wird in Italien zunehmend auch mit Olivenöl, Kiwis, Moussaka und Gyros verbunden. Der Bericht führt die Nachfrage auf die Anerkennung der mediterranen Ernährung als Vorbild für gesundes Essen und auf die Wahrnehmung griechischer Produkte als natürlich und authentisch zurück. Sie gelten als Lebensmittel, die Geschmack und Nährwert verbinden. Der Trend zu proteinreicher Ernährung eröffnet zusätzliche Chancen, insbesondere für Joghurt.

Einzelhandelsumsatz erreicht 413 Millionen Euro

Griechischer Joghurt gehört nach einer längeren Phase zweistelliger Wachstumsraten zu den dynamischsten Kategorien des Lebensmittelmarktes. Im jüngsten von Circana geschätzten Jahr stieg der Absatz im großflächigen Einzelhandel um 30 %, während der Umsatz um 26 % auf 413 Millionen Euro zunahm. Dass die Menge schneller wuchs als der Wert, zeigt, dass die Entwicklung wesentlich von realer Nachfrage und nicht allein von Preisen getragen wurde.

In weniger als einem Jahrzehnt hat griechischer Joghurt fast ein Viertel des italienischen Joghurtmarktes erobert. Laut den im Bericht zitierten YouGov-Daten kaufen ihn inzwischen 58 % der italienischen Haushalte. Die Reichweite liegt damit 15,2 % über dem Niveau von 2022. Diese Haushalte greifen durchschnittlich 27-mal pro Jahr zu, sodass sich die Kategorie von einem Probierprodukt zu einem festen Bestandteil des Lebensmitteleinkaufs entwickelt hat.

Importe und Großpackungen stützen den Verbrauch

Italien importierte 2025 nach Schätzungen von Assolatte 205.000 Tonnen Joghurt. Griechenland stellte 42,5 % dieser Menge; die Lieferungen griechischen Ursprungs lagen 11 % über dem Vorjahr. Der griechische Anteil an den italienischen Joghurtimporten ist damit deutlich größer als der Marktanteil von griechischem Joghurt insgesamt. Dies unterstreicht die Bedeutung grenzüberschreitender Lieferungen für das Wachstum der Kategorie.

Besonders positiv entwickeln sich größere Packungen mit 500 g und 1.000 g. Ihr günstigeres Preis-Mengen-Verhältnis spielt dabei eine Rolle, doch das Format spiegelt auch neue Verbrauchsgewohnheiten wider. Griechischer Joghurt wird nicht mehr nur zum Frühstück gegessen, sondern zunehmend als Zwischenmahlzeit und Kochzutat genutzt. Für griechische Molkereien und italienische Importeure entstehen dadurch Chancen bei Markenprodukten und Großpackungen für Haushalte. Feta, Oliven und Fertigspezialitäten können von demselben Interesse profitieren, während griechische Restaurantketten weitere italienische Verbraucher mit der Küche vertraut machen können.

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