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FAO-Fleischpreisindex steigt im März um 1 %: Schweine- und Rindfleisch überwiegen Rückgänge bei Geflügel und Lamm

Der FAO-Fleischpreisindex lag im März im Durchschnitt bei 127,7 Punkten, ein Plus von 1,2 Punkten bzw. 1 % gegenüber dem Vormonat. Höhere Preise für Schweine- und Rindfleisch überwogen Rückgänge bei Schaf- und Geflügelfleisch, berichtet Interempresas.

FAO-Fleischpreisindex steigt im März um 1 %: Schweine- und Rindfleisch überwiegen Rückgänge bei Geflügel und Lamm

Der Fleischpreisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) lag im März im Durchschnitt bei 127,7 Punkten und damit 1,2 Punkte bzw. 1 % höher als im Vormonat, wie Interempresas berichtet. Der Anstieg ging vor allem auf höhere Schweinefleischpreise zurück, begleitet von einem moderaten Anstieg der Rindfleischnotierungen, während die Preise für Schaf- und Geflügelfleisch sanken.

Schweinefleisch treibt den Index

Die Schweinefleischpreise stiegen kräftig, angetrieben von höheren Notierungen in der Europäischen Union bei anziehender saisonaler Nachfrage. Der Schweinefleischmarkt übte im Monatsverlauf den wesentlichen Aufwärtsdruck auf den Gesamtindex aus.

Für Importeure und Exporteure ist die Entwicklung in der EU das entscheidende Signal: Die saisonale Nachfrage verknappte den Markt und trieb die Notierungen nach oben, was das Preisumfeld für Käufer bei europäischen Lieferanten prägt.

Rindfleisch von Brasilien gestützt

Auch die weltweiten Rindfleischpreise stiegen, angeführt von Brasilien, wo eine geringere Verfügbarkeit an Schlachtvieh die exportfähigen Mengen bei robuster weltweiter Nachfrage begrenzte. Dies wurde teilweise durch stabile Preise in Australien ausgeglichen, gestützt auf ein reichliches Angebot.

Die Spaltung zwischen den beiden größten Exporteuren ist zentral für die Handelsströme bei Rindfleisch. Das knappere brasilianische Angebot hob die Preise, während die stabile australische Produktion den Gesamtanstieg begrenzte, sodass die Rindfleischnotierungen im Monatsvergleich nur moderat zulegten.

Schaf- und Geflügelfleisch geben nach

Die Preise für Schaffleisch sanken infolge eines gestiegenen Exportangebots aus Neuseeland. Höhere Preise in Australien, gestützt auf eine anhaltende Nachfrage in den Hauptmärkten, milderten den Rückgang teilweise. Diese Stütze hielt trotz höherer von den Vereinigten Staaten verhängter Zölle und logistischer Beschränkungen, die den Zugang zu den Märkten des Nahen Ostens erschwerten.

Die Geflügelfleischpreise gaben leicht nach, eine Folge schwächerer Notierungen in Brasilien bei reichlichem Angebot und stabiler Importnachfrage. Lieferungen zu den wichtigsten Zielen im Nahen Osten wurden über das Rote Meer umgeleitet, eine Routenverschiebung, die für Exporteure dieser Märkte relevant ist.

Was das für Händler bedeutet

Die März-Zahl deutet auf eine Divergenz zwischen den Fleischarten hin und nicht auf eine breite Bewegung in eine Richtung. Schweine- und Rindfleisch ziehen wegen Angebotsengpässen und saisonaler Nachfrage an, während Geflügel- und Schaffleisch aufgrund des reichlichen Angebots aus Brasilien bzw. Neuseeland nachgeben.

  • Schweinefleisch: höher wegen saisonaler Nachfrage in der EU.
  • Rindfleisch: höher, angeführt vom knapperen brasilianischen Angebot, abgefedert durch australische Verfügbarkeit.
  • Schaffleisch: niedriger wegen neuseeländischen Exportangebots, teils ausgeglichen durch australische Nachfrage.
  • Geflügelfleisch: leicht niedriger wegen schwächerer brasilianischer Notierungen und stabiler Importnachfrage.

Für Käufer spricht das branchenübergreifende Bild dafür, jede Lieferkette einzeln zu verfolgen. Die Zoll- und Logistikfaktoren beim Schaffleisch sowie die Umleitung der Geflügellieferungen über das Rote Meer bringen Kosten- und Zeitüberlegungen mit sich, die neben den Preisbewegungen stehen.

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