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Südkoreas Schweinefleischimporte steigen dank Spanien und Tiefkühlbauch um 18,1 %

Südkorea importierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 343.000 Tonnen Schweinefleisch, 18,1 % mehr als im Vorjahr. Die Lieferungen aus Spanien stiegen um 49,2 % und die Einfuhren von gefrorenem Schweinebauch um 37,4 %, während auch die heimischen Schlachtkörperpreise zulegten.

Südkoreas Schweinefleischimporte steigen dank Spanien und Tiefkühlbauch um 18,1 %

Halbjahresimporte erreichen 343.000 Tonnen

Südkorea hat seine Schweinefleischimporte im ersten Halbjahr 2026 deutlich erhöht. Das Wachstum konzentrierte sich auf europäische Ware und Schweinebauch. Laut CWON Economy, das sich auf einen am 31. Juli veröffentlichten Bericht des Korea Rural Economic Institute beruft, wurden von Januar bis Juni 343.000 Tonnen eingeführt. Das waren 18,1 % mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025.

Die Einfuhren aus der Europäischen Union nahmen um 49,2 % zu. Auch die Lieferungen aus Spanien verzeichneten einen Anstieg von 49,2 %. Dagegen gingen die Mengen aus den Vereinigten Staaten um 5,5 % zurück. Die Zahlen zeigen eine deutliche Verschiebung in der südkoreanischen Beschaffung, auch wenn für die einzelnen Lieferländer keine absoluten Mengen genannt werden.

Der durchschnittliche Importwert lag mit 3,65 $ je Kilogramm ungefähr auf Vorjahresniveau. Südkorea wandte 2026 außerdem ein zollfreies Kontingent von 12.000 Tonnen Schweinefleisch an. Dadurch konnten Importeure zusätzlich ausländische Ware ohne die übliche Zollbelastung beschaffen.

Gefrorener Schweinebauch treibt das Wachstum

Besonders kräftig stiegen die Importe von Schweinebauch, einem zentralen Produkt für die südkoreanische Gastronomie und den Fleischhandel. Die gesamten Einfuhren von gefrorenem Schweinefleisch nahmen um 11,9 % zu, die von gefrorenem Schweinebauch jedoch um 37,4 %. Bei gekühltem Schweinebauch betrug der Anstieg 10,6 %.

Gefrorener Bauch machte im ersten Halbjahr 22,9 % aller Schweinefleischimporte aus, gekühlter Bauch 4,0 %. Für Verarbeiter, Händler und Gastronomieeinkäufer ist diese Zusammensetzung entscheidend: Gefrorene Importware konkurriert nicht mit jedem heimischen Teilstück und in jedem Absatzkanal gleichermaßen. Herkunft, Qualität, Lagerform und Zielkundschaft bestimmen, wie das zusätzliche Angebot den Markt erreicht.

Die Daten belegen daher weder, dass höhere Importe die Inlandspreise steigen ließen, noch dass die Einfuhren den Preisanstieg nicht bremsen konnten. Fest steht nur, dass Importmengen und heimische Schlachtkörperpreise im selben Zeitraum zunahmen. Für eine Bewertung der Wettbewerbswirkung wären Einfuhrdaten nach Teilstück sowie regionale Einzelhandelspreise und Kassendaten erforderlich.

Schlachtkörper- und Restaurantpreise bleiben hoch

Trotz des größeren Auslandsangebots erreichte der durchschnittliche heimische Schweineschlachtkörperpreis im ersten Halbjahr 6.155 Won je Kilogramm, berichtete CWON Economy. Damit lag er 9,0 % über den 5.645 Won des Vorjahres und 14,4 % über dem Normaljahresmittel von 5.381 Won. Allein im zweiten Quartal wurden durchschnittlich 6.567 Won je Kilogramm erzielt, 8,4 % mehr als ein Jahr zuvor.

Der Referenzwert gilt für mit heißem Wasser enthaarte Schlachtkörper ohne Ware außerhalb der Standardklassen. Er ist somit ein Produktions- und Großhandelsindikator und kein direkter Maßstab für den Verbraucherpreis eines bestimmten Teilstücks. Heimische und importierte Ware können unterschiedliche Käufer bedienen, insbesondere wenn die Einfuhr aus gefrorenem Bauch besteht, der Inlandspreis aber den gesamten Schlachtkörper abbildet.

Hankyung berichtete, dass 200 Gramm heimischer Schweinebauch im Supermarkt etwas mehr als 5.000 Won kosteten, im Restaurant jedoch deutlich über 20.000 Won erreichen konnten. Während Erzeuger- und Einzelhandelspreise bei wachsendem Angebot nachgaben, blieb Samgyeopsal in Restaurants teuer. Als Gründe nannte die Publikation neben dem Rohwarenpreis die über längere Zeit gestiegenen Kosten für Personal, Miete, Strom und Gas. Mehr oder günstigere Rohware führt deshalb nicht zwangsläufig schnell zu niedrigeren Speisekartenpreisen.

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