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Gemüsepreise in Südkorea steigen nach Hitze und Starkregen

Die südkoreanischen Großhandelspreise für Tomaten stiegen binnen eines Monats um 237,7 %, nachdem Hitze, Starkregen und geringere Lieferungen das Angebot verknappt hatten. Auch Paprika, Spinat, Kohl und Rettich verteuerten sich und erhöhen den Kostendruck vor Chuseok.

Gemüsepreise in Südkorea steigen nach Hitze und Starkregen

Tomaten und Paprika führen den Preisanstieg an

Die Gemüsepreise in Südkorea sind stark gestiegen, nachdem anhaltende Sommerhitze und heftige Regenfälle das Wachstum beeinträchtigt, die vermarktbare Ernte verringert und Lieferungen aus den Anbaugebieten gestört hatten. Die Angebotsverknappung erreicht Großhändler, traditionelle Märkte und Supermärkte. Gleichzeitig bereitet sich der Handel auf die saisonal höhere Nachfrage vor Chuseok vor, das zum Zeitpunkt des Berichts noch etwas mehr als einen Monat entfernt war.

Nach den von Christian Daily zitierten täglichen Großhandelsdaten der Korea Agro-Fisheries & Food Trade Corporation kosteten Tomaten am 24. im Großhandel 30.931 Won je 5 Kilogramm. Gegenüber dem Vormonat war das ein Anstieg um 237,7 %. Ein Obsthändler auf einem traditionellen Markt in Hanam erklärte, 5 Kilogramm hätten gewöhnlich weniger als 20.000 Won gekostet. Nun liege der Preis deutlich über 30.000 Won und erschwere den Händlern den Einkauf.

Paprika verteuerte sich binnen eines Monats um 156,6 % auf 27.025 Won je 5 Kilogramm. Spinat stieg um 22,6 % auf 53.716 Won je 4 Kilogramm, Perillablätter um 37,1 % auf 33.298 Won je 100 Bündel. Dass Gemüsearten mit unterschiedlichen Anforderungen an Anbau und Handhabung gleichzeitig teurer werden, zeigt, dass die Störung nicht auf eine einzelne Kultur begrenzt ist.

Kohl und Rettich belasten die Haushaltsbudgets

Auch Kohl verteuerte sich in allen Qualitätsklassen. Premiumware stieg gegenüber dem Vormonat um 30,3 % auf 3.674 Won je Kopf, mittlere Qualität um 50,9 % auf 2.461 Won und einfache Qualität um 93,2 % auf 1.356 Won. Rettich wurde mit 1.462 Won je Stück um 58,7 % teurer. Der besonders starke Anstieg bei einfacher Kohlqualität deutet darauf hin, dass Käufer bei knappem Gesamtangebot verstärkt um günstigere Alternativen konkurrieren.

Die höheren Großhandelspreise schlagen auf den Einzelhandel durch. In einem Supermarkt in Hanam in der Provinz Gyeonggi kostete ein Bund Spinat 6.500 Won, nachdem der Preis einige Tage zuvor bei 8.500 Won gelegen hatte. Ein Mitarbeiter sagte Christian Daily, wegen des weiterhin hohen Preises böten nur wenige Händler in der Umgebung Spinat an. Ein kleiner Kohlkopf kostete dort mehr als 4.000 Won, ein Beutel gebündelter Perillablätter rund 2.500 Won.

Neben dem Preis wird die Verfügbarkeit zum Problem. Manche Gemüsearten sind schwer zu finden, weil Einzelhändler zu den hohen Großhandelspreisen keine Ware beschaffen können oder wollen. Eine über 70-jährige Bewohnerin des Seouler Bezirks Yangcheon berichtete, sie habe mehrere Supermärkte und Märkte nach Spinat abgesucht. Als sie ihn schließlich fand, verzichtete sie wegen des hohen Preises auf den Kauf.

Chuseok-Nachfrage erhöht das Risiko weiterer Engpässe

Christian Daily führt die Preissteigerungen auf schwaches Pflanzenwachstum und Qualitätsverluste während der Sommerhitze sowie geringere Lieferungen aus den Anbaugebieten zurück. Jüngste Starkregenfälle verstärkten die Sorge um Ernten und Logistik, unter anderem in der Provinz Süd-Gyeongsang. Für Erzeuger kann das Wetter die verkaufsfähige Menge auch ohne vollständigen Ernteausfall reduzieren. Händler tragen höhere Beschaffungskosten und das Risiko, auf teurer Ware sitzen zu bleiben.

Der Zeitpunkt verschärft die Folgen. Die Märkte begannen mit der Bevorratung für Chuseok, wenn die Nachfrage nach Gemüse für Festtagsgerichte steigen kann. Händler beobachten, ob die benötigten saisonalen Mengen rechtzeitig in Groß- und Einzelhandel gelangen. Verbraucher müssen mit einem teureren Festtagseinkauf rechnen. Die weitere Preisentwicklung hängt von der Erholung der Kulturen, dem Wetter in den Anbaugebieten und der Normalisierung der Liefermengen ab.

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