Perus Spargelexporte sinken bis Woche 27 um 11 % auf 6,8 Millionen Kartons
Peru exportierte bis zur 27. Kalenderwoche 2026 insgesamt 6,8 Millionen Kartons Spargel zu je 5 kg, 11 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf die USA entfielen 74 % der Lieferungen, auf den Seetransport 66 %.
Exportmenge sinkt bis zur 27. Kalenderwoche
Perus Spargelexporte gingen in der ersten Hälfte des Jahres 2026 zurück. Bis zur 27. Kalenderwoche lieferte das Land 6,8 Millionen Kartons zu je 5 kg auf internationale Märkte. Das waren 11 % weniger als im entsprechenden Zeitraum 2025, wie aus dem jüngsten Statistikbericht des peruanischen Spargel- und Gemüseverbands IPEH hervorgeht, den Agencia Agraria de Noticias Peru und Fruchtportal zitierten.
Die Zahlen weisen auf ein geringeres Exportangebot in einem wichtigen Bereich der peruanischen Agrarexporte hin. Einen konkreten Grund für den Rückgang nennen die veröffentlichten Angaben nicht. Möglich sind eine geringere Verfügbarkeit exportfähiger Ware oder Veränderungen beim Zeitpunkt und bei der Führung der Lieferungen. Die vorliegenden IPEH-Daten erlauben jedoch keine Trennung zwischen produktionsbedingten, kommerziellen und logistischen Faktoren.
USA halten einen Anteil von 74 %
Trotz des niedrigeren Gesamtvolumens blieb die Struktur der Zielmärkte stark konzentriert. Die USA behaupteten ihre führende Position und nahmen bis zur 27. Kalenderwoche 74 % der gesamten Spargelexporte ab. Nachfrage, Einkaufsplanung und Lieferanforderungen im US-Markt bleiben damit besonders wichtig für peruanische Erzeuger, Packbetriebe und Exporteure.
Die Europäische Union folgte mit einem Anteil von 16 % auf dem zweiten Platz. Auf das Vereinigte Königreich entfielen separat 6 % des Exportvolumens; das Land blieb damit ein bedeutendes europäisches Ziel. Die gemeldeten Anteile zeigen, dass die USA, die EU und das Vereinigte Königreich weiterhin den weitaus größten Teil der peruanischen Spargellieferungen aufnehmen. Eine Aufschlüsselung nach einzelnen EU-Mitgliedstaaten oder Angaben zu den Märkten im verbleibenden Anteil enthält das Quellenmaterial nicht.
Seefracht bleibt der wichtigste Transportweg
Nach Angaben des IPEH wurden 66 % der peruanischen Spargelexporte auf dem Seeweg transportiert. Die restlichen 34 % entfielen auf Luftfracht. Damit blieb der Seetransport auch bei einem verderblichen Produkt der wichtigste Vertriebskanal, obwohl dessen Handelswert von Qualitätserhalt und rechtzeitiger Ankunft innerhalb festgelegter Verkaufsfenster abhängt.
Luftfracht bleibt relevant, wenn schnelle Lieferung erforderlich ist oder kurzfristige Marktfenster bedient werden müssen. Ihr geringerer Anteil bedeutet jedoch, dass der überwiegende Teil des Exportvolumens von der Seelogistik abhängt. Nach dem Rückgang um 11 % richtet sich der Blick der Erzeuger und Händler nun auf eine mögliche Erholung im weiteren Saisonverlauf und auf die Stabilität der bestehenden Lieferstruktur. Die Markt- und Transportanteile sprechen für Kontinuität beim Marktzugang: Bis zur 27. Kalenderwoche änderte sich vor allem die gelieferte Spargelmenge, nicht die Ausrichtung auf die wichtigsten Absatzmärkte oder den dominierenden Transportweg.