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ife-Rohstoffwert überschreitet 40-Cent-Marke, Butterpreise ziehen erneut an

Der ife-Rohstoffwert für Milch liegt laut Elite Magazin wieder über 40 Cent je Kilogramm. Das Fachmagazin berichtet zudem von einer leicht gestiegenen Milchanlieferung Mitte September und erneut höheren Butterpreisen. Die Marktzeichen deuten auf eine weitere Erholung in den kommenden Monaten hin.

ife-Rohstoffwert überschreitet 40-Cent-Marke, Butterpreise ziehen erneut an

Der wichtigste deutsche Indikator für den Wert von Rohmilch liegt wieder über 40 Cent je Kilogramm. In seiner wöchentlichen Marktübersicht Milchwoche berichtet Elite Magazin, dass der ife-Rohstoffwert die 40-Cent-Marke durchbrochen hat, die Milchanlieferung Mitte September leicht gestiegen ist und die Butterpreise erneut zugelegt haben. Die Milchpreise entwickelten sich zuletzt wieder positiv, so das Magazin, die Marktzeichen deuteten auf eine weitere Erholung in den kommenden Monaten hin.

Warum die 40-Cent-Marke zählt

Der ife-Rohstoffwert, berechnet vom Institut für Ernährungswirtschaft in Kiel, rechnet die Notierungen für Milchprodukte in einen theoretischen Wert der an die Molkerei gelieferten Rohmilch um. Da er auf aktuellen Spotnotierungen beruht und nicht auf bereits abgerechneten Kontrakten, läuft er den Auszahlungspreisen voraus, die die deutschen Molkereien Monat für Monat bekanntgeben. Verarbeiter, Erzeugerverbände und Händler behandeln ihn deshalb als Frühindikator – weshalb das Überschreiten einer runden Schwelle wie 40 Cent als Marktsignal gelesen wird und nicht als Abrechnungsergebnis.

Ein steigender Rohstoffwert vergrößert den Abstand zwischen dem, was der Rohstoffmarkt hergibt, und dem, was die Molkereien ihren Lieferanten aktuell auszahlen. Bleibt diese Lücke mehrere Monate offen, schlägt sie sich in der Regel in den Auszahlungspreisen und in den Verhandlungen über Lieferverträge nieder – besonders dort, wo Preise indexiert sind oder in kurzen Abständen neu festgelegt werden.

Milchanlieferung Mitte September leicht höher

Die deutsche Milchanlieferung ist Mitte September leicht gestiegen, berichtet Elite Magazin. Die Richtung wiegt dabei schwerer als die Größe der Bewegung. Das zweite Halbjahr ist in Nordeuropa üblicherweise der schwächere Teil der Anlieferungskurve; zusätzliche Menge in diesem Zeitfenster gibt den Verarbeitern mehr Spielraum bei der Verteilung auf Butter, Käse und Trocknung. Es bedeutet auch, dass die aktuelle Preiserholung nicht aus einer Rohstoffknappheit auf den Betrieben kommt.

Butter legt erneut zu

Die Butterpreise sind erneut gestiegen, so Elite Magazin. Butter hat neben Magermilchpulver ein hohes Gewicht in der Berechnung des Rohstoffwerts; eine erneute Aufwärtsbewegung der Butternotierungen ist damit der direkteste Weg zu einem höheren Rohmilchwert. Für Einkäufer ist die Abfolge unangenehm: Die europäische Butternachfrage zieht gewöhnlich ins vierte Quartal hinein an, wenn Handel, Backwarenindustrie und Gastronomie ihren Bedarf für das Jahresende decken. Ein Markt, der bereits im September steigt, lässt kaum Raum, im saisonalen Tief einzukaufen.

Für Verarbeiter mit fettlastigem Sortiment wirkt derselbe Mechanismus positiv: Bessere Erlöse bei Butter und Rahm stützen den Milchpreis, den sie halten können. Für Käsereien ist das Bild gemischter, denn ein höherer Rohstoffwert hebt die Kostenbasis, ohne dass die Käseerlöse automatisch mitziehen.

Worauf der Markt jetzt schaut

Aus den Wochendaten folgen unmittelbar drei Fragen:

  • Ob sich der ife-Rohstoffwert über 40 Cent je Kilogramm hält oder in den kommenden Wochen wieder darunter zurückfällt.
  • Ob die leicht höhere Anlieferung anhält und damit zusätzliche Menge in einen steigenden Markt kommt.
  • Ob der erneute Butteranstieg bis in die Kontraktrunde des vierten Quartals trägt, in der die Jahresverträge bepreist werden.

Die Milchwoche-Übersicht nennt weder die einzelnen Notierungsniveaus hinter der Bewegung noch eine Zahl für den Anstieg der Anlieferung. Deutschland ist der größte Rohmilcherzeuger der Europäischen Union; Veränderungen der Anliefermengen und der deutschen Referenzwerte werden deshalb weit über den Heimatmarkt hinaus verfolgt – von Butter- und Käseeinkäufern im Binnenmarkt und von Exporteuren, die Pulver für Drittländer bepreisen.

Vollständige Marktanalyse

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