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Hitzewelle Ende Juni senkt EU-Milchlieferungen und treibt Preise für Sahne und Konzentrat

Nach Monaten mit Milchlieferungen deutlich über Vorjahr sorgte die Hitze Ende Juni für einen Dämpfer: In Deutschland sank die Produktion in der KW 26 laut ZMB um 3,7%. Frankreich fiel mit minus 10,9% zur Vorwoche stärker. Magermilchkonzentrat, Industriesahne und Magermilchpulver ziehen im Preis an.

Hitzewelle Ende Juni senkt EU-Milchlieferungen und treibt Preise für Sahne und Konzentrat

Hitze unterbricht lange Phase hoher Milchmengen

Die Milchlieferungen in Deutschland und der EU liegen seit Monaten deutlich über dem Niveau der Vorjahre, eine Trendwende war nicht in Sicht. Die Hitze Ende Juni hat nun laut lomazoma.com zumindest kurzfristig deutlich gewirkt und könnte Auswirkungen auf den Milchmarkt haben.

Unter Berufung auf die ZMB heißt es, dass die Milchproduktion in der Kalenderwoche 26 um 3,7% zurückging. Der Anstieg gegenüber der Vorjahreswoche, der die Saison geprägt hatte, schrumpfte auf 3,6%. Bereits Mitte Juni, in der KW 25, waren die Lieferungen um 1% zurückgegangen – der erste Riss in einem ansonsten starken Angebotstrend.

Frankreich fällt stärker als Deutschland

In Frankreich, wo die Hitzewelle früher begann und extremer ausfiel, war der Rückgang schärfer. Die Milchmenge sank in der 26. Woche um 10,9% gegenüber der Vorwoche und lag 7,0% unter dem Vorjahresniveau. Berichten zufolge ging die Produktion auch in anderen Ländern zurück. Gleichzeitig sanken die Inhaltsstoffe, was den Wert jedes an die Molkereien gelieferten Liters mindert.

Was das für Käufer bedeutet

  • Deutschland: Milchproduktion in KW 26 minus 3,7%; Jahresplus auf 3,6% geschrumpft.
  • Frankreich: Menge minus 10,9% zur Vorwoche und 7,0% unter Vorjahr.
  • Sinkende Inhaltsstoffe verstärken den Rückgang beim nutzbaren Rohstoff.

Märkte für Flüssigrohstoffe und Pulver reagieren

Mit dem plötzlichen Rückgang des Milchangebots hat sich der Markt für flüssige Rohstoffe verändert. Magermilchkonzentrat ist stark gefragt und laut Bericht unerwartet deutlich im Preis gestiegen. Auch für Industriesahne werden höhere Preise erzielt, da die Verarbeiter um knappere Mengen konkurrieren.

Die Hitzewelle wirkt sich auch auf den Markt für Magermilchpulver aus. Wegen der geringeren Rohstoffverfügbarkeit trockneten die Molkereien weniger Magermilch. Ein großer Teil der laufenden Produktion ist bereits vertraglich gebunden, sodass weniger freie Mengen zur Verfügung stehen. Die Nachfrage ist noch nicht wesentlich beeinflusst, doch das Kaufinteresse für längerfristige Termine steigt, und die Hersteller fordern höhere Preise.

Ausblick

Wie sich die Milchanlieferung entwickelt und wie der Markt reagiert, bleibt abzuwarten. Die zentrale Frage für Händler ist, ob die Junihitze eine echte Wende im EU-Angebotstrend markiert oder nur eine kurze Unterbrechung vor einer Erholung der Lieferungen.

Vollständige Marktanalyse

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