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Brasiliens Putenfleischproduktion erholt sich, Exporte steigen um 40%

Brasilien erzeugte 2025 fast 137.000 Tonnen Putenfleisch, 7,4% mehr nach einem Jahrzehnt des Rückgangs. Im ersten Halbjahr 2026 überstiegen die Exporte 33.000 Tonnen; Mexiko blieb der wichtigste Abnehmer.

Brasiliens Putenfleischproduktion erholt sich, Exporte steigen um 40%

Die Produktion wächst wieder

Brasiliens Putenfleischindustrie expandiert nach einem Jahrzehnt rückläufiger Produktion wieder. Getragen wird die Entwicklung von höheren Exporten und dem Zugang zu weiteren Auslandsmärkten. Nach Angaben von Canal Rural erzeugte das Land 2025 fast 137.000 Tonnen Putenfleisch, 7,4% mehr als im Vorjahr. Damit erhalten brasilianische Geflügelunternehmen ein weiteres Produkt, um ihr weiterhin von Hühnerfleisch geprägtes internationales Geschäft breiter aufzustellen.

Auch der Inlandsmarkt legte zu, obwohl der Putenkonsum gegenüber den größeren brasilianischen Tierproteinkategorien gering bleibt. Laut Canal Rural stieg der Pro-Kopf-Verbrauch von 297 auf 332 Gramm. Diese Entwicklung stützt die Verarbeiter, der wesentliche Wachstumsimpuls kommt jedoch aus dem Ausland. Inzwischen wird fast die Hälfte des in Brasilien erzeugten Putenfleischs exportiert. Marktzugänge und die Einhaltung der Anforderungen der Importländer bestimmen damit zunehmend die Produktionsplanung.

Breitere Absatzbasis begleitet Exportwachstum

Brasilien exportierte von Januar bis Juni 2026 mehr als 33.000 Tonnen Putenfleisch, ein Anstieg um 40%, wie Canal Rural berichtete. Die Exporterlöse erhöhten sich von 154 Millionen $ auf 213 Millionen $, entsprechend einem Plus von 38%. Der Bericht nennt für diese Umsatzwerte keinen genauen Vergleichszeitraum, zeigt aber, dass die Einnahmen gemeinsam mit den Liefermengen zunahmen.

Mexiko ist der größte Abnehmer von brasilianischem Putenfleisch. Weitere wichtige Märkte sind Chile, Südafrika, die Europäische Union und Peru. Im Jahr 2025 erreichten brasilianische Produkte 88 Auslandsmärkte. Diese breite geografische Basis erleichtert es den Verarbeitern, verschiedene Teilstücke und verarbeitete Erzeugnisse abzusetzen und die Abhängigkeit von einzelnen Käufern zu senken. Gleichzeitig steigt der betriebliche Aufwand, da Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe unterschiedliche Hygieneprotokolle, Zertifizierungsregeln und Produktspezifikationen erfüllen müssen.

Die südlichen Bundesstaaten tragen die Lieferkette

Produktion und Export konzentrieren sich auf den Süden Brasiliens. Auf Santa Catarina entfielen laut Canal Rural 44,8% der Ausfuhren, auf Rio Grande do Sul 32% und auf Paraná 22,5%. Gemeinsam stehen die drei Bundesstaaten für praktisch alle brasilianischen Putenfleischexporte. Bestehende Geflügelbetriebe, die Futtermittelversorgung, Schlacht- und Verarbeitungskapazitäten sowie der Zugang zu Häfen bilden eine belastbare Grundlage, um die zuvor ein Jahrzehnt lang geschrumpfte Wertschöpfungskette wieder auszubauen.

Ein großes, für 2026 angekündigtes Projekt in Paraná sieht erhebliche Investitionen in einen exportorientierten Putenfleischbetrieb vor. Die Publikation nannte weder den Investor noch das Investitionsvolumen oder die geplante Kapazität. Das Vorhaben zeigt dennoch, dass die Branche mit einer tragfähigen Auslandsnachfrage für zusätzliche Verarbeitungskapazitäten rechnet. Erzeuger und Verarbeiter müssen ihre Anlagen anpassen und strenge Hygienestandards einhalten. Der Erfolg hängt daher nicht nur von höheren Produktionsmengen ab, sondern ebenso von Tierseuchenkontrollen, Betriebszulassungen und der Erfüllung der Vorgaben einer wachsenden Zahl von Absatzmärkten.

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