Ägypten exportiert 156.000 Tonnen Lebensmittel, Saudi-Arabien führt die Absatzmärkte an
Ägypten exportierte vom 26. September bis 2. Oktober rund 156.000 Tonnen Lebensmittel; Saudi-Arabien war der größte Absatzmarkt. Gleichzeitig kontrollierten die Behörden Importe und heimische Betriebe und beschlagnahmten unsichere oder verfälschte Waren.
Exporte erreichen 150 Märkte
Ägypten exportierte zwischen dem 26. September und dem 2. Oktober rund 156.000 Tonnen Lebensmittel, wie aus dem 37. Wochenbericht der nationalen Lebensmittelsicherheitsbehörde für 2026 hervorgeht. Youm7 zufolge umfasste das Geschäft 3.810 Sendungen von 1.340 Exportunternehmen und etwa 710 Produktkategorien.
Saudi-Arabien war der wichtigste Zielmarkt, gefolgt von Sudan, Italien, den Vereinigten Staaten und Brasilien. Insgesamt erreichten ägyptische Lebensmittel in dieser Woche 150 Länder. Die Behörde stellte zudem 1.300 Gesundheitszertifikate für den Export aus. Nach 540 Prüf- und Inspektionsbesuchen erteilte die zuständige Agrarabteilung 749 Exportgenehmigungen an 601 Unternehmen.
Damietta wickelte mit 588 die meisten ausgehenden Lebensmittelsendungen ab. Es folgten Safaga mit 576 und Alexandria mit 556 Sendungen. Die Verteilung zeigt, dass Exporteure sowohl Mittelmeer- als auch Rotmeerhäfen nutzen, um Europa, Amerika, Afrika und die Golfstaaten zu beliefern.
Süßkartoffeln und Erdbeeren führen die Ausfuhr an
Die Gemüseexporte beliefen sich auf rund 36.000 Tonnen und verteilten sich auf 32 Produktarten. Süßkartoffeln lagen mit 10.000 Tonnen vorn, gefolgt von Zwiebeln mit 8.000 Tonnen und Bohnen mit 5.000 Tonnen. Zusammen kamen die drei Waren auf 23.000 Tonnen und damit auf fast zwei Drittel der gemeldeten Gemüseausfuhren.
Bei 23 Produktarten erreichten die Obstexporte rund 27.000 Tonnen. Erdbeeren führten mit 9.000 Tonnen vor Granatäpfeln mit 7.000 Tonnen und Mangos mit 6.000 Tonnen. Diese drei Erzeugnisse stellten mit zusammen 22.000 Tonnen den größten Teil der wöchentlichen Frischobstausfuhr.
Nach Angaben von Misr El Gedida gehörten außerdem Knollen, haltbar gemachte Obst- und Gemüsezubereitungen, Mehl und Getreideprodukte zum Exportsortiment. Vier neue Betriebe wurden im Berichtszeitraum registriert. Gleichzeitig setzte die Behörde ihre Kontrollen zur Einhaltung der nationalen Sicherheitsvorschriften fort.
Strengere Kontrollen bei Importen und im Inland
Ägypten erhielt 1.544 Lebensmittelpartien mit einem Gesamtgewicht von rund 120.000 Tonnen für 765 Importunternehmen, berichtete Banker.news. Die Lieferungen umfassten Öle, Weizen, Sojabohnen und frische Äpfel. Indonesien war unter 81 Lieferländern der wichtigste Ursprung, gefolgt von der Ukraine, den Vereinigten Staaten, China und Indien. Alexandria übernahm 510 Sendungen, Port Said 225 und Damietta 212.
Die Kontrolleure hielten 122 Importpartien zurück; weitere 32 im Labor beanstandete Partien blieben gesperrt. Vier abgelehnte Lieferungen wurden wieder ausgeführt. Gleichzeitig wurden 984 Partien vorläufig unter Auflagen freigegeben und 340 über das Schnellabfertigungssystem bearbeitet. Die Zahlen verdeutlichen das Spannungsfeld zwischen zügiger Hafenabfertigung und Lebensmittelsicherheit.
Die Inlandskontrollen erstreckten sich über 216 Bezirke und wurden von 30 Regionalstellen durchgeführt. Inspektoren absolvierten 1.124 Einsätze und besuchten 3.292 Lebensmittelbetriebe. In Beni Suef beschlagnahmten die Behörden 996 Kilogramm Rohstoffe und Fertigwaren in einem nicht zugelassenen Betrieb. Ihm wird vorgeworfen, Teigkügelchen schwarz gefärbt und als schwarzen Pfeffer verkauft sowie subventioniertes Mehl verwendet zu haben. Weitere Einsätze brachten erhebliche Mengen verdorbener oder nicht rückverfolgbarer Lebensmittel ans Licht, darunter 18 Tonnen und 220 Kilogramm in Kafr El-Sheikh sowie 17 Tonnen und 228 Kilogramm unsachgemäß gelagerten Käse in Fayoum. Die Exportausweitung geht damit mit strengeren Kontrollen von Importen, Lagerung und heimischer Produktion einher.