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Türkische Apfelexporteure erwarten eine Erholungssaison nach schwierigem Vorjahr

Türkische Apfelexporteure gehen mit besseren Erwartungen bei Mengen und Preiswettbewerbsfähigkeit in die neue Kampagne, sagte Elpa-Gida-Chef Mehmet Cakmak gegenüber FreshPlaza. Indien bleibt der wichtigste Markt für die Sorte Red Delicious, Saudi-Arabien und Libyen zeigen deutliches Interesse. Ägypten, Kolumbien und Brasilien bleiben mangels Pflanzenschutzprotokollen oder wegen hoher Zölle verschlossen.

Türkische Apfelexporteure erwarten eine Erholungssaison nach schwierigem Vorjahr

Türkische Apfelexporteure gehen mit günstigeren Erwartungen als vor einem Jahr in die neue Kampagne, sowohl bei den Mengen als auch bei der Preiswettbewerbsfähigkeit, berichtet FreshPlaza. Mehmet Cakmak, Leiter des türkischen Apfelexporteurs Elpa Gida, sagte dem Portal, die kommende türkische Apfelsaison sehe deutlich vielversprechender aus als die vorangegangene.

Der Unterschied liegt in der Produktion. Nach den Verlusten und Beschaffungsproblemen der vergangenen Kampagne soll die erwartete Erholung der Erntemenge den Exporteuren eine solidere Versorgungsbasis und mehr Spielraum bei der internationalen Nachfrage verschaffen, so Cakmak. Er bezeichnet die kommende Saison als Aufholjahr für türkische Exporteure: Wiederhergestellte Verfügbarkeit übersetzt sich unmittelbar in die Fähigkeit, gegenüber anderen Herkünften wettbewerbsfähig anzubieten.

Indien trägt das Exportgeschäft

Besonders ermutigend ist derzeit die Nachfrage in Indien, das Cakmak als wichtigsten Markt der Türkei und als unverzichtbares Ziel für türkische Äpfel bezeichnet. Der Grund ist sortenbedingt: Red Delicious, die Flaggschiffsorte des türkischen Exports, ist der Apfel, den indische Käufer am meisten konsumieren. Diese Übereinstimmung zwischen dem, was türkische Anlagen produzieren, und dem, was der indische Handel verkauft, hält Indien im Zentrum des Exportgeschäfts und nicht in der Reihe beliebiger Absatzländer.

Über Indien hinaus verweist Cakmak auf deutliches Interesse aus Saudi-Arabien und Libyen. Beide Märkte böten türkischen Exporteuren echte Chancen, insbesondere für gut kalibrierte Ware, die den Anforderungen von Großhandel und Einzelhandel entspricht. Über die Platzierung in diesen Kanälen entscheiden Kaliber und Sortierung, nicht die Gesamtmenge.

Die Route über das Rote Meer bleibt ein Engpass

Die Logistik bleibt ein zentrales Thema. Cakmak nennt die anhaltende Unsicherheit rund um die Seewege im Roten Meer und den Sueskanal. Einige Reedereien haben weiterhin Schwierigkeiten, die Sues-Route zu nutzen, während andere Dienste den Korridor mit vergleichsweise kurzen Transitzeiten nach Indien passieren können. Diese Dienste stellten für türkische Exporteure in einem instabilen Umfeld einen erheblichen Vorteil dar. Der Vorteil ist ebenso kaufmännisch wie operativ, denn die Transitzeit bestimmt die Ankunftsqualität und den Preis, den frische Ware erzielt.

Beschaffungsnetz statt Infrastruktur

Elpa Gida arbeite in erster Linie als Schnittstelle zwischen Erzeugern, Packstationen und internationalen Käufern, sagt Cakmak. Das Unternehmen bezieht Ware von erfahrenen Erzeugern und zuverlässigen Packpartnern und liefert dann an Importeure nach deren Spezifikationen und den Standards ihrer jeweiligen Märkte. Statt auf Infrastrukturinvestitionen zu setzen, liegt die Priorität darauf, das Beschaffungsnetz zu stärken, die Abstimmung mit Erzeugern und Packbetrieben zu verbessern und die Gleichmäßigkeit von Kalibrierung, Verpackung und Lieferung zu sichern. Dieser Ansatz halte das Unternehmen flexibel genug für die spezifischen Anforderungen jedes Marktes.

Marktzugang bleibt die eigentliche Hürde

Indien, Saudi-Arabien und Libyen dürften vorrangige Ziele bleiben, doch türkische Exporteure müssten ihre Absatzmärkte diversifizieren und die Abhängigkeit von wenigen Destinationen verringern, argumentiert Cakmak. Ägypten, Kolumbien und Brasilien passten gut zu den in der Türkei angebauten Sorten Red Delicious, Gala und Granny Smith, blieben türkischen Äpfeln aber verschlossen, weil Pflanzenschutzprotokolle fehlen oder die Einfuhrzölle zu hoch sind. Die türkischen Behörden arbeiteten daran, Exporte in diese Länder zu erleichtern, auch wenn der Prozess mühsam bleibe; er hoffe auf einen baldigen Marktzugang.

  • Vorrangige Ziele: Indien, Saudi-Arabien, Libyen
  • Derzeit für türkische Äpfel geschlossene Märkte: Ägypten, Kolumbien, Brasilien
  • Wichtigste Exportsorten: Red Delicious, Gala, Granny Smith

Vollständige Marktanalyse

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