Tansania startet Milchwettbewerb über 2,8 Millionen US-Dollar mit Zahlung nach Ergebnis
Tansania hat den AgResults Climate-Smart Dairy Prize Competition gestartet, ein Programm über 2,8 Millionen US-Dollar, das von 2026 bis 2028 in vier Regionen läuft. Unternehmen erhalten feste Sätze je geprüfter Impfung, Parasitenbehandlung, Besamung oder 450-Kilogramm-Futterpackung, PwC prüft als unabhängiger Verifizierer. Ziel sind rund 28.200 Milchbauern und 7.500 Tonnen zusätzliches Futter.
Tansania hat einen Wettbewerb mit einem Preisvolumen von 2,8 Millionen US-Dollar gestartet, bei dem private Unternehmen erst nach unabhängig geprüften Verkäufen von Tiergesundheits-, Zucht- und Futterprodukten an kleinbäuerliche Milchbetriebe bezahlt werden. Der AgResults Tanzania Climate-Smart Dairy Prize Competition wurde in Dodoma vorgestellt und läuft von 2026 bis 2028 in den Regionen Mbeya, Iringa, Njombe und Morogoro, berichtet Daily News.
Die stellvertretende Ministerin für Viehzucht und Fischerei, Ng'wasi Damas Kamani, sagte, das Projekt sei nicht an der Höhe der Preisgelder zu messen, sondern an seiner Wirkung auf Bauern, Produktivität und die Widerstandsfähigkeit des Sektors. „Es sollte an den Veränderungen auf Betriebs- und Marktebene gemessen werden, wenn Kleinbauern, vor allem Frauen und junge Menschen, Zugang zu guten Dienstleistungen erhalten und Tansania einen produktiven, wettbewerbsfähigen, inklusiven und klimaresilienten Milchsektor aufbaut“, sagte sie. Die Regierung übernimmt Politik und Sektorsteuerung, die AgResults-Geber finanzieren die Preise, Heifer International ist Projektmanager.
Feste Zahlungen je geprüftem Verkauf
Im Pay-for-Results-Modell investieren Betriebsmittelanbieter und Futterproduzenten eigenes Kapital in den Ausbau ihrer Dienstleistungen, legen Nachweise über geprüfte Verkäufe vor und erhalten quartalsweise Prämien nach erzieltem Ergebnis. Die Sätze sind pro Einheit festgelegt:
- 3 US-Dollar je Kuh für eine Impfung
- 4 US-Dollar je Kuh für die Parasitenbehandlung
- 15 US-Dollar je Kuh für die künstliche Besamung
- 25 US-Dollar für jede geprüft verkaufte Futterpackung von 450 Kilogramm
Teilnehmer müssen mindestens 200 förderfähige Milchbauern erreichen, um zahlungsberechtigt zu sein; die besten Anbieter können zusätzlich um Hauptpreistöpfe von 125.000 US-Dollar konkurrieren. PricewaterhouseCoopers wurde als unabhängiger Verifizierer benannt. Nelson Msuya von PwC sagte, das Unternehmen werde Buchführung, Verkaufsbelege, Produktnachweise und weitere eingereichte Unterlagen prüfen, bevor Ergebnisse anerkannt werden.
Ziele und die Engpässe dahinter
Projektleiterin Elina Lusuva sagte laut Daily News, der Wettbewerb solle rund 28.200 Milchbauern erreichen und zusätzlich 7.500 Tonnen Futterproduktion anstoßen; Dairy News Today nennt ein Ziel von etwa 28.000 Betrieben. Ausgezahlt wird quartalsweise und nicht als Vorabzuschuss.
Dairy News Today berichtete, das Programm richte sich an Kleinbetriebe mit eingeschränktem Zugang zu tierärztlicher Behandlung, Zuchtdienstleistungen, geeignetem Futter und landwirtschaftlicher Beratung. Auch saisonale Futterknappheit und die geringe Nutzung produktivitätssteigernder Technologien gelten als Bremsen für die Milchproduktion und für den Zugang der Bauern zu formellen Märkten. Anrechenbare Leistungen verbinden Tiergesundheit, Zucht und Fütterung mit Beratung.
Teil eines größeren Investitionsschubs
Der Wettbewerb ergänzt das Climate-Smart Dairy Transformation Project, eine auf zehn Jahre angelegte Investition der tansanischen Regierung und des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) über 231 Millionen US-Dollar. Er stützt zudem die Tanzania Development Vision 2050, die höhere Produktivität und Marktwerte in der Viehwirtschaft sowie mehr Beteiligung der Privatwirtschaft vorsieht.
Der tansanische Wettbewerb ist Teil von AgResults, einer Initiative über 152 Millionen US-Dollar, an der die Regierungen Australiens, Kanadas, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten sowie die Gates Foundation und die Weltbankgruppe beteiligt sind, berichtete Dairy News Today. Markus Mueller vom AgResults-Sekretariat sagte, der Wettbewerb baue auf mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung mit ergebnisbasierten Anreizen gegen Marktbarrieren in der Landwirtschaft auf. „Wenn Unternehmen für Ergebnisse statt nur für Aktivitäten belohnt werden, finden sie kreative Wege, Bauern zu erreichen, Marktbarrieren zu überwinden und dauerhafte Geschäftsbeziehungen aufzubauen“, sagte er.
Mark Tsoxo, Länderdirektor von Heifer International Tanzania, sagte, das Modell werde Innovationen in der Privatwirtschaft anstoßen und den Zugang der Bauern zu guten Dienstleistungen erweitern. Hamisi Mzee, Vorsitzender des Milcherzeugerverbands, erklärte, die Teilnehmer würden den Vorgaben der Regierung zur Steigerung der Milchproduktion folgen; die Milchbäuerin Anna Almas aus Mvomero rief dazu auf, den Wettbewerb für bessere Futtererzeugung und bessere Dienstleistungen für die Betriebe zu nutzen.