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Spaniens Obst- und Gemüseexporte legen im Wert um 5,8 % zu

Spaniens Exporte von frischem Obst und Gemüse erreichten im ersten Halbjahr 2026 einen Wert von 11,605 Milliarden Euro, 5,8 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich stiegen die Importe schneller, wobei die Einfuhren von Zitronen um 75,7 % zunahmen.

Spaniens Obst- und Gemüseexporte legen im Wert um 5,8 % zu

Exporterlöse wachsen bei nahezu stabilem Volumen

Spanien erzielte mit Exporten von frischem Obst und Gemüse im ersten Halbjahr 2026 Erlöse von 11,605 Milliarden Euro. Das waren 5,8 % mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025, wie vom spanischen Verband der Obst- und Gemüseproduzenten und -exporteure Fepex ausgewertete Zolldaten zeigen. Die Ausfuhrmenge blieb weitgehend stabil und sank um 0,6 % auf 6,6 Millionen Tonnen. Damit beruhte das Erlöswachstum auf höheren Stückwerten und nicht auf einer Ausweitung der Mengen.

Auf die Region Murcia entfielen 20 % des Exportvolumens. Unter den autonomen Gemeinschaften lag sie hinter Andalusien und der Valencianischen Gemeinschaft auf Rang drei, auf Provinzebene jedoch weiterhin an erster Stelle. Die Zahlen verdeutlichen, wie stark Murcia sowohl von Veränderungen der Exportpreise als auch vom zunehmenden Wettbewerb durch Importware betroffen ist.

Die Gemüseexporte sanken um 1,6 % auf 3,156 Millionen Tonnen, ihr Wert stieg jedoch um 9 % auf 5,431 Milliarden Euro. Die Obstausfuhren nahmen um 0,4 % auf 3,443 Millionen Tonnen zu und erzielten 6,175 Milliarden Euro, ein Plus von 3,1 %. Der stärkere Wertzuwachs bei Gemüse wurde trotz rückläufiger physischer Verkäufe erreicht, da mehrere Gewächshauskulturen deutliche Erlössteigerungen verbuchten.

Gemüse gewinnt an Wert, Zitrusexporte geben nach

Die Paprikaexporte beliefen sich auf 451.150 Tonnen im Wert von 1,128 Milliarden Euro. Die Menge sank um 0,8 %, während der Wert um 6,1 % zunahm. Die Tomatenausfuhren gingen um 3,5 % auf 367.651 Tonnen zurück, die Erlöse stiegen aber um 11,7 % auf 757 Millionen Euro. Bei Gurken wuchs die Exportmenge um 1,4 % auf 395.781 Tonnen und der Wert um 19 % auf 693 Millionen Euro.

Zucchini erzielten unter den einzeln ausgewiesenen Gemüsekulturen den stärksten Wertzuwachs. Die Exportmenge verringerte sich um 5 % auf 247.095 Tonnen, während die Erlöse um 33,5 % auf 379 Millionen Euro stiegen. Ein geringeres Angebot führte im Berichtszeitraum somit nicht zwangsläufig zu niedrigeren Umsätzen für spanische Exporteure.

Bei Obst fiel die Entwicklung unterschiedlich aus. Die Wassermelonenausfuhren stiegen um 18,3 % auf 451.454 Tonnen und im Wert um 13 % auf 393 Millionen Euro. Bei Melonen nahmen die Menge um 11,4 % und der Wert um 15,4 % zu. Dagegen sanken die Orangenexporte um 11,2 % auf 790.297 Tonnen und im Wert um 8,1 % auf 774 Millionen Euro. Die Mandarinenmenge ging um 6,6 % zurück, während die Erlöse mit 748 Millionen Euro weitgehend stabil blieben.

Die Zitronenausfuhren sanken um 2,2 % auf 363.352 Tonnen, ihr Wert stieg jedoch um 21 % auf 598 Millionen Euro. Diese Kombination steht im Kontrast zur kräftigen Zunahme der Zitronenimporte. Für Erzeuger und Händler, die das inländische Angebot, die Preise und den Wettbewerb durch Lieferanten aus Drittländern bewerten, rückt das Segment damit in den Mittelpunkt.

Importe wachsen schneller, doch der Überschuss steigt

Spanien importierte im ersten Halbjahr 2,566 Millionen Tonnen frisches Obst und Gemüse, 6,8 % mehr als ein Jahr zuvor. Der Importwert erhöhte sich um 4,4 % auf 3,086 Milliarden Euro. Den stärksten ausgewiesenen Anstieg verzeichneten Zitronen mit einem Plus von 75,7 % auf 30.280 Tonnen. Die Orangeneinfuhren stiegen um 43,8 % auf 64.888 Tonnen, Kiwiimporte um 20,7 % auf 105.684 Tonnen und Bananenimporte um 14,4 % auf 241.683 Tonnen.

Trotz des schnelleren Importwachstums erzielte der Sektor nach Angaben von Fepex einen Handelsüberschuss von rund 8,519 Milliarden Euro, 6,3 % mehr als im ersten Halbjahr 2025. Der Verband bezeichnete die Exportleistung als robust, warnte aber vor wachsendem Wettbewerb durch den anhaltenden Importanstieg in Spanien und im gesamten EU-Markt. Fepex forderte eine höhere Wettbewerbsfähigkeit spanischer Betriebe und eine wirksame Gegenseitigkeit bei Produktions-, Sozial- und Umweltanforderungen.

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