Mandelpreise an der Börse Şanlıurfa erreichen 100 Lira je Kilogramm bei wachsender Anbaufläche
Im Bulletin der Warenbörse Şanlıurfa vom 10. September 2026 wurden Mandeln in der Schale zwischen 62,83 und 100 türkischen Lira je Kilogramm gehandelt, der Durchschnitt aus zwei Geschäften lag bei 81,41 Lira. Die Provinz verfügt über rund 70.000 Dekar Mandelanlagen, etwa 10 Prozent der türkischen Gesamtfläche und Platz zwei im Land. Fernerkundung erfasste etwa 2,5 Millionen Mandelbäume, davon rund 1,5 Millionen im ertragsfähigen Alter.
Mandeln in der Schale wurden im Bulletin der Warenbörse Şanlıurfa vom 10. September 2026 zwischen 62,83 und 100 türkischen Lira je Kilogramm gehandelt. Das berichtete das regionale Medium urfanatik.com unter Berufung auf die Preisdaten der Börse. Der Durchschnitt aus zwei registrierten Geschäften lag bei 81,41 Lira je Kilogramm, das registrierte Volumen bei insgesamt 2.733 Kilogramm.
Die Marke von 100 Lira ist der höchste im aktuellen Bulletin ausgewiesene Wert für die Kultur. Sie fällt in eine Phase, in der die Mandel im Anbauspektrum einer Provinz an Gewicht gewinnt, die lange von Baumwolle, Pistazien, Linsen und Isot-Paprika geprägt war.
Dünner Markt mit großer Preisspanne
Zwei Abschlüsse und 2.733 Kilogramm sind eine schmale Stichprobe, und die Börse weist darauf hin, dass die Zahlen ausschließlich registrierte Geschäfte abbilden. Sie geben weder die Einzelhandelspreise in der Provinz noch die Verkaufspreise aller Erzeuger wieder, heißt es im Bulletin laut urfanatik.com.
Aussagekräftiger ist der Abstand zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Preis. Die Spanne von 62,83 bis 100 Lira, rund 59 Prozent, verweist auf eine starke Differenzierung nach Qualität, Kernausbeute und Partiegröße und nicht auf einen einheitlichen Preis für Mandeln aus Şanlıurfa.
Zweitgrößte Mandelfläche der Türkei
Nach Daten der Provinzdirektion für Landwirtschaft und Forsten Şanlıurfa vom 16. September 2024 umfasst die Mandelfläche der Provinz rund 70.000 Dekar, das entspricht etwa 7.000 Hektar. Die gesamte Mandelfläche der Türkei wurde in derselben Mitteilung mit 687.000 Dekar beziffert, also etwa 68.700 Hektar. Damit entfallen auf Şanlıurfa knapp 10 Prozent der nationalen Fläche und der zweite Platz unter den türkischen Provinzen.
Die in der Mitteilung genannten Fernerkundungsarbeiten erfassten in der Provinz rund 2,5 Millionen Mandelbäume, davon etwa 1,5 Millionen im ertragsfähigen Alter. Die übrige Million Bäume steht für Produktionskapazität, die gepflanzt und bezahlt ist, den Markt aber noch nicht erreicht hat.
Hilvan und die Abkehr vom Regenfeldbau mit Getreide
Hilvan hat sich zu einem der wichtigsten Zentren des Mandelanbaus in der Provinz entwickelt. Die Direktionsdaten für 2024 verzeichnen im Kreis 665.000 Mandelbäume, davon rund 400.000 im Ertrag.
Erzeuger in den ländlichen Ortsteilen, die unter Regenfeldbedingungen bei Weizen, Gerste und Linsen keine ausreichenden Erträge erzielten, sind in den vergangenen Jahren auf Obstanlagen umgestiegen, berichtet urfanatik.com. Dass die Mandel im Vergleich zu einigen anderen Obstarten früher in den Ertrag kommt, beeinflusst die Entscheidungen der Landwirte zusätzlich. 2024 startete das Projekt „Gründung eines Erzeugerverbands für Schalenobst im Kreis Hilvan und Entwicklung der Agrarindustrie“, getragen von der GAP-Regionalentwicklungsverwaltung, dem Landratsamt Hilvan, der Kreisdirektion für Landwirtschaft und Forsten sowie der Landwirtschaftskammer Hilvan. 44 Erzeuger erhielten Maschinen und Ausrüstung:
- 20 Mandelschüttler
- 20 Maschinen zum Entfernen der Fruchtschale
- 20 Hackmaschinen
Ziel war es, die Erzeuger unter einem Dach zu bündeln, die Vermarktung der Ware zu erleichtern, eine auf Mandeln gestützte Agrarindustrie aufzubauen und die saisonale Abwanderung aus dem Kreis zu verringern.
Was die nächste Phase bestimmt
Die veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die Mandel unter den Agrarprodukten Şanlıurfas sichtbarer wird. Die Lage der Branche in den kommenden Jahren hängt davon ab, wie die noch nicht tragenden Bäume in die Produktion kommen, wie sich Verarbeitungsanlagen entwickeln und wie sich die Vermarktungsmöglichkeiten erweitern, so urfanatik.com.
Da ein großer Teil der Ausweitung auf Regenfeldflächen liegt, bleibt die Erntemenge von Saison zu Saison niederschlagsabhängig. Die aktuelle Position der Provinz bei Fläche und Produktionsmenge wird sich mit neuen amtlichen Daten klarer abzeichnen.
Vollständige Marktanalyse