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Russlands Erbsenexporte steigen wegen kanadischer Angebotslücke um 9,5%

Russland exportierte von Januar bis September 2026 insgesamt 1,18 Millionen Tonnen Erbsen, 9,5% mehr als im Vorjahr, berichtet zol.ru. China nahm 56,2% der Lieferungen ab, während die geringere kanadische Produktion das Angebot in Asien verknappte.

Russlands Erbsenexporte steigen wegen kanadischer Angebotslücke um 9,5%

Erbsenlieferungen erreichen 1,18 Millionen Tonnen

Russland exportierte von Januar bis September 2026 insgesamt 1,18 Millionen Tonnen Erbsen. Das waren 9,5% mehr als im gleichen Zeitraum 2025, berichtet zol.ru. Der Zuwachs stärkte Russlands Stellung am internationalen Hülsenfrüchtemarkt, als asiatische Käufer mit einer geringeren Verfügbarkeit aus Kanada konfrontiert waren. Kanada gehört traditionell zu den bedeutenden Erbsenlieferanten der Region.

Besonders umfangreich waren die Ausfuhren im Juli. Russland verschiffte in diesem Monat 415.000 Tonnen und damit 152% mehr als im Juli 2025. Das außergewöhnlich hohe Monatsvolumen zeigt, dass die Exporteure bei anziehender Nachfrage erhebliche Mengen mobilisieren konnten. Für die übrigen Monate des Berichtszeitraums nannte die Quelle jedoch keine Einzelwerte.

China nimmt mehr als die Hälfte der Exporte ab

China blieb mit einem Anteil von 56,2% das wichtigste Zielland für russische Erbsen. Auf die Türkei entfielen 14,8%, auf Pakistan 9,7%. Die drei Märkte nahmen damit den weitaus größten Teil der Lieferungen auf. Russische Exporteure sind folglich stark von Nachfrage, Einkaufspolitik und Logistik in einer relativ kleinen Gruppe von Zielländern abhängig.

Die Verlagerung der Handelsströme stand laut zol.ru im Zusammenhang mit einem Rückgang der kanadischen Erbsenproduktion auf 2,95 Millionen Tonnen. Das geringere Angebot aus Kanada führte zu einer Versorgungslücke in Asien und schuf zusätzlichen Spielraum für russische Anbieter. Chinesische Importeure und Verarbeiter erhielten dadurch eine alternative Bezugsquelle. Für Händler gewannen zugleich die Transportwege zwischen den russischen Anbaugebieten, China, der Türkei und Südasien an Bedeutung.

Exporterlöse mit Hülsenfrüchten erreichen 412 Millionen $

Russlands gesamte Exporterlöse mit allen Arten von Hülsenfrüchten beliefen sich bei einem Durchschnittspreis von 307 $ je Tonne auf 412 Millionen $. Die Angaben beziehen sich auf die gesamte Warengruppe und nicht allein auf Erbsen. Der Exporterlös mit Erbsen lässt sich daraus daher nicht direkt ableiten. Die Zahlen verdeutlichen dennoch die wirtschaftliche Größenordnung des russischen Hülsenfrüchtehandels.

Auch die Kichererbsenausfuhren legten zu. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 28,4% auf 145.000 Tonnen, blieben mengenmäßig aber deutlich kleiner als die Erbsenexporte. Pakistan und Afghanistan waren die wichtigsten Märkte für russische Kichererbsen. Nach Angaben von zol.ru vervielfachten sich die Lieferungen in beide Länder. Der gleichzeitige Anstieg bei Erbsen und Kichererbsen erweitert die Absatzmöglichkeiten russischer Erzeuger und Händler, doch die Zielmärkte bleiben konzentriert. Chinas Anteil von 56,2% bedeutet, dass Veränderungen der chinesischen Nachfrage Russlands Ausfuhrvolumen stark beeinflussen können. Wie lange die aktuelle Chance anhält, hängt zudem von der Erholung der kanadischen Produktion ab.

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