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Russland sieht Fang von 3,5 Millionen Tonnen als ausreichend für Inland und Export

Russland hat 3,5 Millionen Tonnen aquatischer biologischer Ressourcen gefangen und hält die Menge für ausreichend, um den Binnenmarkt und die Exportverpflichtungen zu bedienen. Seit Anfang 2026 wurden mehr als 1,5 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte exportiert, während die Aquakultur bei rund 400.000 Tonnen stagniert.

Russland sieht Fang von 3,5 Millionen Tonnen als ausreichend für Inland und Export

Fangmenge soll etwa auf dem Niveau von 2025 bleiben

Russlands Fischversorgung reicht nach Einschätzung der Regierung für den heimischen Verbrauch und sämtliche bestehenden Exportverpflichtungen aus. Das sagte der stellvertretende Ministerpräsident Dmitri Patruschew auf dem Internationalen Fischereiforum. Die aktuelle Gewinnung aquatischer biologischer Ressourcen liegt bei 3,5 Millionen Tonnen und bildet die Grundlage für diese Einschätzung.

Nach der Prognose der russischen Fischereibehörde soll das Ergebnis 2026 mit dem Niveau von 2025 vergleichbar sein. Patruschew verwies auf mehrere Einflussfaktoren, insbesondere auf natürliche Bedingungen. Die Lachssaison blieb hinter den Erwartungen zurück. Damit zeigt sich, dass einzelne Arten schwächer ausfallen können, obwohl der Gesamtfang beträchtlich bleibt.

Die vorgelegten Zahlen enthalten außer dem Hinweis auf Lachs keine Aufschlüsselung nach Arten. Auch einzelne Auslandsmärkte wurden nicht genannt. Daher lässt sich nicht bestimmen, welche Produktgruppen oder Exportziele von Veränderungen des russischen Fangs besonders betroffen sind. Die Regierung hält das Gesamtangebot jedoch für ausreichend.

Aquakultur verharrt auf einem Plateau

Die Produktion von Zuchtfisch beträgt rund 400.000 Tonnen und hat sich seit mehreren Jahren kaum verändert. Patruschew bezeichnete das Aquakultursegment als stagnierend. Anders als der von natürlichen Beständen und saisonalen Bedingungen abhängige Wildfang ermöglicht die Aquakultur einen besser steuerbaren Produktionsanstieg.

Dieses Potenzial schlägt sich bislang nicht in höheren Mengen nieder. Der Abstand zwischen 3,5 Millionen Tonnen gewonnener aquatischer Ressourcen und rund 400.000 Tonnen aus Aquakultur zeigt, dass Russlands Fischwirtschaft weiterhin vor allem vom Wildfang abhängt. Für Erzeuger und Verarbeiter könnte eine größere Zuchtproduktion die Rohstoffversorgung stabilisieren, wenn Lachssaisons oder andere Fischereien schwächer als erwartet ausfallen.

Patruschew forderte die Branche auf, ehrgeizigere Produktionsziele zu verfolgen. Als Voraussetzungen für Wachstum nannte er einen verbesserten Rechtsrahmen, klarere langfristige Regeln und eine umfassende Modernisierung der Kapazitäten. Ein neues Ziel oder ein Zeitplan für die Aquakultur wurde nicht bekannt gegeben.

Flotteninvestitionen stärken Verarbeitung und Export

Im Rahmen des Investitionsquotenprogramms hat Russland 58 Fischereischiffe fertiggestellt, weitere 64 befinden sich im Bau. Das seit 2017 geltende Programm gewährt Fischereiunternehmen Fangrechte, wenn sie sich im Gegenzug zum Bau von Schiffen auf russischen Werften oder zu Investitionen in landseitige Infrastruktur verpflichten.

Die neue Flotte soll die Effizienz des Fangs und die Verarbeitungskapazität erhöhen. Laut Patruschew kann ein großes Schiff jährlich bis zu 60.000 Tonnen Fisch direkt auf See verarbeiten. Unternehmen können dadurch vor der Anlandung mehr höherwertige Produkte herstellen, was das Angebot für heimische und ausländische Abnehmer verändern kann.

Russland exportierte von Anfang 2026 bis zum Zeitpunkt von Patruschews Aussage mehr als 1,5 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte. Im Jahr 2025 lagen die Ausfuhren bei rund 2 Millionen Tonnen; russische Produkte gehen in mehr als 100 Länder. Patruschew erwartet, dass die Exporte im Gesamtjahr den Vorjahreswert übertreffen. Da Daten nach Zielmarkt und Art fehlen, hängt dieser Ausblick von der Zusammensetzung des Fangs, der Flottenerneuerung und der Fähigkeit zur Herstellung höherwertiger Produkte ab.

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