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Polens Kohlimporte erreichen im ersten Halbjahr 24.260 Tonnen und 84,18 Millionen Zloty

Polen importierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 24.260 Tonnen Weiß- und Rotkohl im Wert von 84,18 Millionen Zloty. Nordmazedonien lieferte fast die Hälfte, während der saisonale Anstieg im April den Halbjahreswert maßgeblich prägte.

Polens Kohlimporte erreichen im ersten Halbjahr 24.260 Tonnen und 84,18 Millionen Zloty

Importwert nach sechs Monaten fast auf dem Niveau von 2025

Polen importierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 24.260 Tonnen Weiß- und Rotkohl im Wert von 84,18 Millionen Zloty. Das geht aus Daten des polnischen Statistikamts hervor, die warzywa.pl zitierte und WP Finanse aufgriff. Der Wert für sechs Monate lag damit bereits nahe an den 84,65 Millionen Zloty des Gesamtjahres 2025, als 27.270 Tonnen eingeführt wurden. Zum Vorjahresvolumen fehlten Polen somit nur noch rund 3.000 Tonnen.

Der Vergleich bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass die Einfuhren im Gesamtjahr 2026 das Ergebnis von 2025 übertreffen werden. Der Kohlhandel ist stark saisonabhängig, und die größten Lieferungen treffen gewöhnlich im Frühjahr ein. Die Monatszahlen zeigen, dass sich der Halbjahreswert auf ein relativ kurzes Beschaffungsfenster konzentrierte und nicht gleichmäßig auf sechs Monate verteilte.

Nordmazedonien liefert fast die Hälfte

Nordmazedonien blieb zwischen Januar und Juni Polens größter ausländischer Kohllieferant. Das Land lieferte 12.040 Tonnen im Wert von 40,48 Millionen Zloty und damit fast die Hälfte des gesamten Importvolumens. Deutschland folgte mit 3.920 Tonnen für 12,72 Millionen Zloty auf Rang zwei. Aus Albanien kamen 3.720 Tonnen im Wert von 16,20 Millionen Zloty.

Dass die albanischen Lieferungen trotz des geringeren Volumens einen höheren Wert als die deutschen erreichten, kann auf Unterschiede beim durchschnittlichen statistischen Importwert, beim Produktmix oder beim Lieferzeitpunkt hinweisen. Nordmazedonien, Deutschland und Albanien stellten zusammen rund 81% der polnischen Kohlimporte. Italien lieferte weitere 2.080 Tonnen für 5,87 Millionen Zloty, Spanien 1.490 Tonnen für 5,84 Millionen Zloty. Zu den übrigen Herkunftsländern gehörten Portugal, die Niederlande, Serbien und Frankreich, ohne dass Einzelzahlen genannt wurden.

April bestimmt den saisonalen Einkaufszyklus

Die Monatsdaten verdeutlichen die Bedeutung der Frühjahrsversorgung. Die Importe stiegen von 1.270 Tonnen im Januar auf 2.860 Tonnen im Februar und 6.300 Tonnen im März. Im April sprangen sie auf 11.720 Tonnen und erreichten damit fast die Hälfte des gesamten Halbjahresvolumens. Danach gingen die Lieferungen deutlich auf 1.330 Tonnen im Mai und rund 770 Tonnen im Juni zurück.

Der durchschnittliche statistische Wert des importierten Kohls belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf rund 3,47 Zloty je Kilogramm. Im Jahr 2025 waren es etwa 3,10 Zloty und 2024 rund 2,90 Zloty je Kilogramm. Dabei handelt es sich nicht um den endgültigen Verkaufspreis in Polen, denn die Margen nachgelagerter Handelsstufen sind nicht enthalten. Auch der Jahresdurchschnitt kann sich durch die Lieferungen im zweiten Halbjahr noch verändern. Für polnische Erzeuger, Großhändler und Verarbeiter zeigen die Zahlen, dass der Wettbewerbsdruck durch Importware vor allem im saisonalen Frühjahrsfenster hoch war, wobei Nordmazedonien eine zentrale Rolle spielte.

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