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Perus Agrarsektor wächst dank Pekannüssen, Heidelbeeren und Geflügel um 1,2 %

Perus Agrarsektor wuchs im ersten Halbjahr 2026 laut América Economía um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Pekannussproduktion stieg um 112 %, Heidelbeeren legten um 23,7 % zu und die höhere Hühnerproduktion trug zum Wachstum der Tierhaltung um 2,0 % bei.

Perus Agrarsektor wächst dank Pekannüssen, Heidelbeeren und Geflügel um 1,2 %

Agrarproduktion bleibt auf Wachstumskurs

Perus Agrarsektor wuchs von Januar bis Juni 2026 dank Pekannüssen, Heidelbeeren und einer höheren Hühnerproduktion um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr, berichtete América Economía. Der Pflanzenbau legte um 0,8 % zu, während die Tierhaltung mit 2,0 % stärker expandierte.

Das Ministerium für landwirtschaftliche Entwicklung und Bewässerung, Midagri, erklärte, die Entwicklung habe zur Sicherung der Lebensmittelversorgung auf den Inlandsmärkten beigetragen. Das Gesamtergebnis bleibt jedoch moderat: Die kräftigsten Zuwächse konzentrierten sich auf einzelne Kulturen und Anbauregionen, statt sich gleichmäßig über den Sektor zu verteilen.

Pekannüsse führen das Pflanzenwachstum an

In den ersten sechs Monaten 2026 stieg die Pekannussproduktion im Jahresvergleich um 112 % und verzeichnete damit den größten Zuwachs unter den genannten Kulturen. Die Expansion konzentrierte sich vor allem auf Ica, das wichtigste peruanische Anbaugebiet für diese Nuss. Midagri hob die Qualität und Größe peruanischer Pekannüsse sowie ihr Potenzial im Inlands- und Auslandsgeschäft hervor.

Die Juni-Daten zeigten eine noch stärkere Entwicklung: In Ica lag die Pekannussproduktion um 177 % über dem Niveau vom Juni 2025. Auch Heidelbeeren, Quinoa, Stärkemais und Trockenbohnen verzeichneten Zuwächse. Die Zahlen belegen die schnelle Expansion ausgewählter regionaler Kulturen, wobei hohe prozentuale Steigerungen teilweise auch auf einer vergleichsweise niedrigen Ausgangsbasis beruhen können.

Produktionsbasis für Heidelbeeren wächst

Die Heidelbeerproduktion erhöhte sich von Januar bis Juni um 23,7 %, weil in La Libertad, Lambayeque und Ica zusätzliche Flächen in die Ertragsphase kamen. Die Expansion stärkt die Rolle der Frucht in Perus exportorientierter Landwirtschaft und schafft eine größere Angebotsbasis für kommende Vermarktungssaisons.

Peru exportierte 2025 insgesamt 373.514 Tonnen frische Heidelbeeren, 14,6 % mehr als im Vorjahr. Die Frucht stellte 16,4 % des gesamten Werts der peruanischen Agrarexporte. Wichtigste Zielländer waren die Vereinigten Staaten, die Niederlande und China. Midagri bezeichnet Peru als weltweit größten Heidelbeerlieferanten. Eine größere Ernte führt jedoch nicht automatisch zu einem gleich hohen Exportzuwachs, da Nachfrage, Preise, Logistik und Pflanzenschutzauflagen ebenfalls entscheidend sind.

Zuckerrohr, Reis und Geflügel tragen zum Plus bei

Die Zuckerrohrproduktion profitierte von größeren Ernteflächen, insbesondere in La Libertad, Lambayeque und Piura. Auch das Wachstum bei Rohreis beruhte auf einer Ausweitung der Ernteflächen in Lambayeque, Tumbes und Piura. Ölpalmen und mehrere Maissorten leisteten ebenfalls einen Beitrag zum Wachstum des Pflanzenbaus.

Die Hühnerproduktion war der wichtigste Treiber für das Wachstum der Tierhaltung um 2,0 %. Damit expandierte dieser Bereich schneller als der Pflanzenbau und stützte zugleich die inländische Lebensmittelversorgung. Zum Vergleich: Das Nationale Institut für Statistik und Informatik hatte für das erste Quartal 2026 ein Wachstum des Agrarsektors um 1,5 % gemeldet. Der Pflanzenbau legte damals um 1,3 % und die Tierhaltung um 1,8 % zu, getragen von Export- und Industriekulturen sowie der Produktion von Geflügel, Milch und Schweinen.

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