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Omsk sucht Investor für Milchpulverwerk im Wert von 490 Millionen Rubel

Die Entwicklungs- und Investitionsagentur der Region Omsk wirbt für ein Milchverarbeitungsprojekt mit einem Investitionsvolumen von 490 Millionen Rubel. Das geplante Werk soll jährlich 4.000 bis 6.000 Tonnen Milchpulver und Milchproteinkonzentrate herstellen; die Amortisationszeit wird mit 6,9 Jahren angesetzt.

Omsk sucht Investor für Milchpulverwerk im Wert von 490 Millionen Rubel

Regionale Agentur stellt Verarbeitungsprojekt vor

Die Entwicklungs- und Investitionsagentur der Region Omsk hat ein geplantes Milchverarbeitungswerk in Omsk in ihren offiziellen Katalog für Investoren aufgenommen, wie Dairynews.today berichtet. Das Projekt erfordert schätzungsweise 490 Millionen Rubel und soll auf Milchpulver sowie Milchproteinkonzentrate spezialisiert werden.

Die vorgesehene Jahreskapazität liegt zwischen 4.000 und 6.000 Tonnen. Die Projektentwickler rechnen mit einer Amortisationszeit von 6,9 Jahren. Gesucht wird somit ein Investor für einen mittelgroßen Verarbeitungsbetrieb; es handelt sich nicht um die Erweiterung einer bereits im Bau befindlichen Anlage.

Sortiment richtet sich an industrielle Abnehmer

Zum geplanten Sortiment gehören Vollmilchpulver und Magermilchpulver. Diese standardisierten, lagerfähigen Molkereizutaten kommen in mehreren Produktionszweigen zum Einsatz. Als mögliche Anwendungen nennen die Projektunterlagen Süßwaren und Backwaren, Säuglings- und Sportnahrung, Fertigprodukte sowie Mischfutter.

Milchproteinkonzentrate würden das Geschäft über den herkömmlichen Milchpulvermarkt hinaus erweitern. Proteinzutaten sind für Lebensmittelhersteller interessant, die Zusammensetzung, Funktionalität und Nährwert gezielt steuern. Die Kombination aus Pulver und Konzentraten könnte daher zusätzliche Industriekunden erschließen. Das veröffentlichte Angebot nennt allerdings weder Käufer noch Lieferverträge oder Zielmärkte.

Regionale Milchmenge soll die Rohstoffbasis bilden

Die Entwickler verweisen auf die Milchproduktion der Region als Rohstoffbasis. In der Region Omsk wurden 134.300 Rinder gehalten; von Januar bis August 2024 belief sich die Milchproduktion auf 216.900 Tonnen, berichtet Dairynews.today. Als mögliche Lieferanten werden LyubiMo, Milkom und Luzhaykino genannt.

Die Zahlen zeigen einen beträchtlichen regionalen Milchpool. Die in dem Bericht angeführten Investitionsunterlagen nennen jedoch weder den jährlichen Rohmilchbedarf des Werks noch die vorgesehene Aufteilung unter den potenziellen Lieferanten. Für den Betrieb einer Trocknungsanlage mit der geplanten Auslastung sind stabile Mengen, gleichbleibende Qualität und wirtschaftlich tragfähige Einkaufskonditionen entscheidend.

Erschlossenes Grundstück senkt einen Teil der Einstiegshürden

Für das Werk ist ein 41.500 Quadratmeter großes Grundstück vorgesehen. Anschlusspunkte für Strom, Gas und Wasser sind vorhanden; die Zufahrt erfolgt über die Kombinatskaya-Straße. Damit sind einige grundlegende Infrastrukturfragen geklärt. Einen Bauzeitplan oder einen vorgesehenen Termin für die Inbetriebnahme enthält der Bericht jedoch nicht.

Bei einer Umsetzung würde das Projekt jährlich 4.000 bis 6.000 Tonnen zusätzliche Kapazität für Milchprodukte schaffen, die länger lagerfähig sind als Rohmilch. Regionale Erzeuger könnten einen weiteren Absatzkanal erhalten, während Verarbeiter Zutaten an Lebensmittelhersteller außerhalb des unmittelbaren Frischmilchmarkts liefern könnten. Der wirtschaftliche Erfolg hängt davon ab, einen Investor zu gewinnen, genügend Rohstoff zu sichern und Nachfrage für das geplante Sortiment aufzubauen.

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