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NongHyup startet koreanische Ziegenfleischmarke bei stark steigenden Importen

NongHyup hat eine einheitliche Marke für heimisches Ziegenfleisch eingeführt, um Qualitätskontrolle, Verbrauchervertrauen und den Marktzugang koreanischer Betriebe zu verbessern. Die Importe stiegen von 526 Tonnen im Jahr 2010 auf 8.143 Tonnen im Jahr 2024.

NongHyup startet koreanische Ziegenfleischmarke bei stark steigenden Importen

Heimische Marke soll Importkonkurrenz begegnen

Die südkoreanische Genossenschaftsgruppe NongHyup hat eine einheitliche Ziegenfleischmarke eingeführt. Sie soll heimische Ware von günstigeren Importprodukten abheben und lokalen Betrieben stabilere Absatzwege eröffnen. Das Programm umfasst Erzeugung, Schlachtung, Verarbeitung und Vertrieb. Gemeinsame Standards sollen das Vertrauen in Qualität, Hygiene und Herkunft koreanischen Ziegenfleischs stärken.

Die Einführung erfolgt in einem wachsenden Markt, in dem Importware kontinuierlich an Bedeutung gewinnt. Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten stiegen Südkoreas Ziegenfleischimporte von rund 526 Tonnen im Jahr 2010 auf 8.143 Tonnen im Jahr 2024. Das entspricht einer Zunahme um mehr als das 15-Fache. Weil der Importdruck die heimische Produktions- und Vertriebsbasis belastet, will das Ministerium bis 2029 Maßnahmen zur Entwicklung der Ziegenwirtschaft umsetzen.

Tierbestand und Zahl der Betriebe steigen weiter

Auch das heimische Angebot wächst. Wie die NongSuChukSan Newspaper berichtete, entwickelte sich der südkoreanische Ziegenbestand von 455.000 Tieren im Jahr 2021 über 450.000 im Jahr 2022 auf 459.000 im Jahr 2023 und 525.000 im Jahr 2024. Danach erreichte er 619.000 Tiere und stieg bis August auf 707.701. Die Zahl der Ziegenbetriebe erhöhte sich von gut 12.000 im Jahr 2022 auf knapp 13.000 im Jahr 2023, 14.000 im Jahr 2024 und 16.267 im zuletzt ausgewiesenen Jahr.

Das größere Angebot könnte die jüngste saisonale Preiserholung begrenzen. Der Auktionspreis für Ziegen an den Viehmärkten sank im Juni auf 6.193 Won je Kilogramm. Während der saisonal stärkeren Sommernachfrage stieg er auf 6.719 Won im Juli, 7.231 Won im August und 7.611 Won im September. Wachsen der heimische Bestand und die Importe weiter, geraten die Betriebe unter Druck, falls die Nachfrage nicht Schritt hält.

Standards reichen vom Hof bis zur Kühlkette

NongHyup Economic Holdings gründete im Mai des Vorjahres einen nationalen Rat von Leitern der Viehzuchtgenossenschaften zur Entwicklung der Ziegenwirtschaft. Gemeinsam mit den Genossenschaften in Hwasun und Hadong wurden Markenprodukte erprobt. Dazu gehörten Ziegensuppe und gebratene Fleischlaibchen aus Hwasun sowie Bulgogi aus Hadong. Im Dezember entstand ein einheitlicher Geschäftsplan, der bestehende Aktivitäten der beiden Genossenschaften und von NongHyup Moguchon unter der Marke NongHyup Goat bündelte. Die Marke startete im Monat vor Erscheinen des Berichts.

Teilnehmende Betriebe müssen Ohrmarken anbringen und Einzeltierdaten führen. Zu den Haltungsvorgaben zählen außerdem Aufzeichnungen über Impfungen gegen Maul- und Klauenseuche sowie Entwurmungen. Schlachtung und Verarbeitung erfolgen in HACCP-zertifizierten Anlagen und werden durch Sicherheitsprüfungen begleitet. Kühlfahrzeuge, gekühlte Verkaufseinrichtungen und Hygienevorgaben für Geschäfte bilden die Kühlkette. Spezialbetriebe und Auftragshersteller übernehmen die Verarbeitung. Geplant ist der Vertrieb über NongHyup- und Hanaro-Filialen, Onlinekanäle und spezialisierte Restaurants.

NongHyup Feed hat zudem die Spezialfutterreihe Myeongpum Ansim Goat für Jung-, Mast- und Zuchttiere eingeführt. Die Rezepturen sind auf die einzelnen Wachstumsphasen zugeschnitten und sollen frühe Entwicklung, Futtereffizienz, Pansengesundheit, Krankheitsvorsorge und Reproduktionsleistung unterstützen. Das Futterprogramm ist Bestandteil der standardisierten Tierhaltung unter der gemeinsamen Marke.

Verkaufstest zeigt Nachfrage, Rückverfolgbarkeit bleibt offen

Eine Verkostungs- und Verkaufsaktion in der Hanaro-Mart-Filiale Yangjae von NongHyup Distribution stieß auf anhaltendes Verbraucherinteresse. Der vorbereitete Bestand wurde weitgehend ausverkauft, darunter 140 Portionen Frischfleisch, 400 Ziegensuppen und 150 Bulgogi-Produkte sowie Schwarzziegenextrakt von NongHyup Moguchon. Branchenvertreter fordern dennoch ein System zur Rückverfolgung jedes einzelnen Tieres, da Aufzeichnungen auf Betriebsebene möglicherweise nicht ausreichen. Das Landwirtschaftsministerium bezeichnet die Rückverfolgbarkeit als zentrales Problem und will einheitliches Management sowie den Markenaufbau fördern. Für Kampagnen zur Steigerung des Ziegenfleischkonsums lässt der aktuelle Haushalt jedoch kaum Spielraum.

Vollständige Marktanalyse

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