Kasachstan eröffnet Kamelmilchpulver-Werk in Aralsk mit Exportvertrag nach China
In Aralsk im Gebiet Kysylorda ist ein neues Werk für Kamelmilchpulver mit einer Kapazität von bis zu 400 Tonnen jährlich in Betrieb gegangen. Das Projekt über 3 Milliarden Tenge verarbeitet täglich 20.000 Liter Rohmilch, ein Liefervertrag mit China ist bereits unterzeichnet.
Neue Trockenmilch-Linie in Aralsk gestartet
In der kasachischen Stadt Aralsk im Gebiet Kysylorda hat die Produktion von Kamelmilchpulver begonnen. Das berichtet finance.rambler.ru unter Berufung auf eine Reportage des MIR-24-Korrespondenten Kirill Charlamow. Das Projekt gilt als eines der größeren Industrievorhaben der Region und soll deren industrielle Basis stärken.
Der Betrieb wird bis zu 400 Tonnen Produkt pro Jahr herstellen. Initiiert wurde er von einem örtlichen Verarbeitungswerk für Kamelmilch, den Rohstoff kauft man bei den Bewohnern der umliegenden Orte. Für die Umwandlung in Pulver werden täglich 20.000 Liter Milch benötigt, was den örtlichen Haltern einen festen Abnehmer und ein stabiles Einkommen sichert.
Staatliche Förderung und Investition
Im Rahmen staatlicher Förderung erhielt das Projekt ein ein Hektar großes Grundstück in einer Industriezone. Das Unternehmen erwarb über den Fonds für Industrieentwicklung Hightech-Anlagen im Wert von fast 2 Milliarden Tenge (rund 300 Millionen Rubel). Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 3 Milliarden Tenge (rund 500 Millionen Rubel).
Laut der Quelle wurde das Werk in Umsetzung von Weisungen des Staatsoberhaupts Kassym-Schomart Tokajew errichtet. Derzeit beschäftigt der Betrieb 23 Mitarbeiter, eine Zahl, die mit steigender Produktion wachsen dürfte.
Binnenmarkt und Export nach China
Die Erzeugnisse des Werks gehen sowohl auf den kasachischen Binnenmarkt, wo sie die Einfuhr von Milchpulver senken sollen, als auch an ausländische Abnehmer. Ein Vertrag über die Lieferung von Kamelmilchpulver nach China ist bereits unterzeichnet und öffnet einen Exportkanal für ein Produkt, das gegenüber herkömmlichem Milchpulver einen Aufpreis erzielt.
Für Importeure und Händler ist der Start deshalb bedeutsam, weil Pulver weit einfacher zu transportieren und zu lagern ist als flüssige Kamelmilch mit kurzer Haltbarkeit. Die Kombination aus Importsubstitution im Inland und einer bestätigten China-Bestellung verschafft dem Werk in Aralsk von Beginn an zwei Nachfragequellen, während die tägliche Abnahme von 20.000 Litern den Betrieb direkt an die Kamelhalter der Region bindet.
Vollständige Marktanalyse