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Kasachstans Hülsenfruchtexporte steigen dank Linsen um 38%

Kasachstan exportierte in den ersten 10 Monaten des Wirtschaftsjahres 2025/26 rund 536.000 Tonnen Linsen, Erbsen und Kichererbsen, fast 38% mehr als im Vorjahr. Die Lieferungen von Linsen und Kichererbsen nach Usbekistan nahmen stark zu, während die Erbsenausfuhren sanken.

Kasachstans Hülsenfruchtexporte steigen dank Linsen um 38%

Exporte erreichen 536.000 Tonnen

Kasachstan baut seine Stellung im regionalen und internationalen Handel mit Hülsenfrüchten aus. In den ersten 10 Monaten des Wirtschaftsjahres 2025/26 exportierte das Land rund 536.000 Tonnen seiner drei wichtigsten Kulturen: Linsen, Erbsen und Kichererbsen. APK-Inform berichtete unter Berufung auf amtliche Statistiken, dass die Gesamtmenge fast 38% über den 389.000 Tonnen des entsprechenden Vorjahreszeitraums lag.

Damit stieg das Exportvolumen im Jahresvergleich um etwa 147.000 Tonnen. Die verfügbaren Angaben enthalten keine Daten zu Produktion, Preisen oder Erlösen. Die höheren physischen Lieferungen sprechen jedoch für eine stärkere Aufnahme kasachischer Hülsenfrüchte durch die Auslandsmärkte. Afghanistan, die Türkei, China und Usbekistan gehörten zu den vier größten Abnehmern und verbinden für die Exporteure nahe zentralasiatische Märkte mit größeren Zielen außerhalb der Region.

Linsen liefern den größten Zuwachs

Linsen waren der wichtigste Wachstumstreiber. Die kasachischen Linsenexporte stiegen um 44% auf 410.000 Tonnen und machten damit mehr als drei Viertel der gemeinsamen Ausfuhren der drei Kulturen aus. Linsen stehen somit im Zentrum des Exportwachstums, während Produzenten, Verarbeiter und Händler besonders von der Nachfrage in Kasachstans wichtigsten Absatzmärkten abhängen.

Auch die Erbsenausfuhren legten zu, allerdings langsamer. Sie erreichten 101.500 Tonnen und lagen damit 19% über dem vergleichbaren Zeitraum des vorangegangenen Wirtschaftsjahres. Nach den gemeldeten Gesamtzahlen entfiel der überwiegende Teil der Exporte auf Linsen und Erbsen; Kichererbsen bildeten den kleineren Rest. Eine gesamte Exportmenge für Kichererbsen wurde im Ausgangsmaterial nicht genannt.

Usbekistans Nachfrage verschiebt sich

Im Handel mit Usbekistan entwickelten sich die einzelnen Produkte sehr unterschiedlich. Kasachstans Linsenexporte in das Nachbarland stiegen in den ersten 10 Monaten der Saison um mehr als das 7,5-Fache auf 5.100 Tonnen. Die Lieferungen von Kichererbsen nahmen um 50% auf 4.900 Tonnen zu. Usbekische Käufer weiteten damit ihre Beschaffung beider Kulturen aus, auch wenn das Land weiterhin nur einen begrenzten Anteil der gesamten kasachischen Linsenausfuhren abnimmt.

Bei Erbsen verlief die Entwicklung entgegengesetzt. Die Lieferungen nach Usbekistan sanken um 34% auf 14.500 Tonnen. Dennoch blieb Usbekistan hinter Afghanistan und China der drittgrößte Käufer kasachischer Erbsen. Unter den drei genannten Produkten waren Erbsen damit weiterhin Kasachstans größter Hülsenfruchtstrom nach Usbekistan; ihre Menge übertraf die zusammen 10.000 Tonnen Linsen und Kichererbsen.

Die Zahlen zeigen engere regionale Handelsbeziehungen, aber kein einheitliches Wachstum bei allen Kulturen. Linsen führen den gesamten kasachischen Exportanstieg an, während Usbekistan mehr Linsen und Kichererbsen, aber weniger Erbsen kauft. Exporteure und Verarbeiter müssen daher zwischen dem starken landesweiten Trend und den produktspezifischen Veränderungen in einzelnen Zielmärkten unterscheiden.

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