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Fonterra hebt Milchpreisprognose für 2026/27 wegen stärkerer Pulvermilchnachfrage an

Fonterra hat den Mittelwert seiner Milchpreisprognose für 2026/27 auf 9,75 NZD je Kilogramm Milchinhaltsstoffe erhöht und die Spanne verengt. Eine stärkere Nachfrage nach Voll- und Magermilchpulver in Asien, dem Nahen Osten und Afrika stützte die Anpassung trotz rekordhoher Milchanlieferungen.

Fonterra hebt Milchpreisprognose für 2026/27 wegen stärkerer Pulvermilchnachfrage an

Höhere Pulvermilchpreise stützen die Prognose

Die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra hat ihre Prognose für den Auszahlungspreis in der Saison 2026/27 angehoben und die erwartete Spanne verengt. Der Mittelwert stieg von 9,50 NZD auf 9,75 NZD je Kilogramm Milchinhaltsstoffe. Die Spanne wurde von 8,50-10,50 NZD auf 9,00-10,50 NZD angepasst.

Die am Freitag, dem 30. Oktober 2026, bekannt gegebene Revision folgte auf Preissteigerungen bei den beiden jüngsten Global-Dairy-Trade-Auktionen. Nach Angaben von Fonterra verteuerte sich Vollmilchpulver um etwa 5%, während Magermilchpulver rund 7% zulegte. Beide Produkte sind für Neuseelands exportorientierte Milchwirtschaft und die Auszahlungen an die liefernden Genossenschaftsmitglieder von zentraler Bedeutung.

Fonterra führte die stärkere Nachfrage auf Südostasien, den Nahen Osten, Afrika und China zurück. Die breite regionale Verteilung zeigt, dass die Verbesserung nicht auf einen einzelnen Großmarkt beschränkt war. Die Nachfrage aus diesen Regionen half der Genossenschaft, trotz rekordhoher Milchanlieferungen einen gut durch Verträge abgesicherten Auftragsbestand zu halten.

Prognose für Biomilch steigt stärker

Auch die Prognose für den Biomilchpreis wurde angehoben. Der Mittelwert erhöhte sich von 14,30 NZD auf 15,25 NZD je Kilogramm Milchinhaltsstoffe. Die neue Spanne beträgt 14,50-16,00 NZD, verglichen mit zuvor 13,30-15,30 NZD.

Biomilch weist damit weiterhin einen deutlichen Aufschlag gegenüber dem regulären Auszahlungspreis auf. Höhere erwartete Zahlungen verbessern die Erlösaussichten der teilnehmenden Landwirte. Die tatsächlichen Einnahmen hängen jedoch vom endgültigen Saisonpreis sowie von Menge und Zusammensetzung der gelieferten Milch ab.

Für Verarbeiter und Exporteure deutet die höhere Prognose zugleich auf steigende Rohstoffkosten hin. Ob höhere Pulvermilchpreise und vertraglich gesicherte Verkäufe diese Zahlungen ausgleichen, hängt zusätzlich von Wechselkursen und Änderungen im Produktmix ab.

Angebot und Währungen bleiben Risiken

Fonterra warnte, dass Veränderungen bei weltweitem Angebot und Nachfrage den Ausblick weiterhin beeinflussen könnten. Rekordhohe Milchanlieferungen schaffen mehr Ware für den Verkauf, können bei schwächerer Nachfrage oder fallenden Weltmarktpreisen aber zusätzlichen Druck erzeugen. Neben Rohstoffpreisen ist die Genossenschaft Produktionsmengen, Wechselkursen und dem Einkaufsverhalten wichtiger Exportmärkte ausgesetzt.

Die höhere Prognose verbessert das Ertragsumfeld für Fonterras Milchlieferanten und stärkt den operativen Hintergrund der Anteile am Fonterra Shareholders' Fund. Ad-hoc-news.de betonte jedoch, dass die Mitteilung allein noch keine Kursreaktion der Fondsanteile belegt.

Fonterra hält laut den von der Investorenseite der Genossenschaft zitierten Angaben an seiner Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2027 von 65 bis 85 Cent je Aktie fest. Die unveränderte Prognose trennt die verbesserten Milchauszahlungsaussichten von den aktuellen Erwartungen für den Unternehmensgewinn.

Fonterra gehört Landwirten, sammelt Milch und verkauft Zutaten, Konsumgüter sowie Gastronomieprodukte in Neuseeland, Greater China und weiteren Weltmärkten. Die weitere Entwicklung der Pulvermilchpreise und die Nachfrage aus China und anderen Importregionen werden darüber entscheiden, ob sich die höhere Prognose während der Saison 2026/27 halten lässt.

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