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EU-Eisproduktion steigt 2025 um 1,9 % auf 3,44 Milliarden Liter

Die EU produzierte 2025 insgesamt 3,44 Milliarden Liter Speiseeis, 1,9 % mehr als die 3,38 Milliarden Liter des Vorjahres. Deutschland blieb größter Hersteller, während Italien unter den fünf führenden Ländern am stärksten wuchs.

EU-Eisproduktion steigt 2025 um 1,9 % auf 3,44 Milliarden Liter

EU-Produktion wächst ein weiteres Jahr

Die Speiseeisproduktion in der Europäischen Union ist 2025 auf 3,44 Milliarden Liter gestiegen. Das geht aus Eurostat-Daten hervor, über die Wiadomości Handlowe berichtete. Damit lag die Produktion 1,9 % über den 3,38 Milliarden Litern von 2024 und setzte das Wachstum in einer der größten europäischen Kategorien für verarbeitete Milch- und Tiefkühlprodukte fort.

Auf EU-Ebene fiel der Zuwachs moderat aus, doch alle fünf Länder an der Spitze der Produktionsrangliste meldeten höhere Mengen. Zusammen stellten sie 2,41 Milliarden Liter her, was rund 70 % der gesamten EU-Produktion entspricht. Entwicklungen in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Belgien sind daher für Hersteller, Zutatenlieferanten, Kühllogistiker und Einzelhändler im gesamten Binnenmarkt besonders relevant.

Deutschland führt, Italien wächst am schnellsten

Deutschland blieb 2025 mit 608 Millionen Litern der größte Speiseeisproduzent der EU. Italien folgte mit 549 Millionen Litern auf Platz zwei, Frankreich mit 525 Millionen Litern auf Platz drei. Spanien produzierte 457 Millionen Liter, Belgien vervollständigte die Spitzengruppe mit 274 Millionen Litern.

Deutschlands Vorsprung vor Italien betrug 59 Millionen Liter, die Wachstumsraten unterschieden sich jedoch deutlich. Die deutsche Produktion nahm gegenüber 2024 lediglich um 0,2 % zu und verzeichnete damit das geringste Plus unter den fünf führenden Ländern. Italien steigerte seine Menge um 10 % und wuchs am schnellsten. Sollten diese unterschiedlichen Raten anhalten, könnte der Wettbewerb um Platz eins enger werden; die vorliegenden Daten enthalten allerdings keine Prognose für die Folgejahre.

Frankreich erhöhte seine Produktion um 4 %, behauptete Rang drei und lag 24 Millionen Liter hinter Italien. Belgien erreichte mit 6 % den zweithöchsten Zuwachs der Spitzengruppe, Spanien legte um 2 % zu. Der EU-weite Anstieg war somit ungleich verteilt: Stärkere Zuwächse in Italien, Belgien und Frankreich trafen auf eine nahezu unveränderte Produktion in Deutschland.

Polen fehlt in der veröffentlichten Rangliste

Polen wurde nicht in die offizielle Liste der fünf größten Hersteller aufgenommen, weil seine Daten zur verkauften Produktion vertraulich sind, berichtete Wiadomości Handlowe. Das Fehlen in der Rangliste belegt daher weder einen Produktionsrückgang noch einen Verlust von Industriekapazität. Es geht auf eine Veröffentlichungsbeschränkung und nicht auf einen offengelegten Produktionswert zurück.

Ein Jahr zuvor hatte Polen den fünften Platz belegt und seine Produktion um 29 % gesteigert. Dieses frühere Wachstum unterstreicht die potenzielle Bedeutung des Landes für den europäischen Markt. Wegen der vertraulichen Zahl für 2025 ist jedoch weder ein direkter Vergleich mit den 274 Millionen Litern Belgiens noch eine Bewertung von Polens Position nahe der Spitzengruppe möglich.

Kapazitäten und Wettbewerb prägen den Markt

Die Daten für 2025 zeigen, dass sich die EU-Eisproduktion auf eine begrenzte Zahl von Ländern konzentriert. Deutschland, Italien und Frankreich stellten zusammen 1,68 Milliarden Liter her, knapp die Hälfte der EU-Gesamtmenge. Die beträchtlichen Kapazitäten Spaniens und Belgiens stärken zusätzlich die Rolle westeuropäischer Werke bei der Versorgung des regionalen Marktes.

Für Hersteller und Verarbeiter ist Italiens zweistelliges Wachstum gegenüber der nahezu stagnierenden deutschen Menge das wichtigste Wettbewerbssignal. Einzelhändler und Distributoren treffen zudem auf ein breiteres Angebot, da alle fünf ausgewiesenen Spitzenproduzenten ihre Produktion erhöhten. Die Zahlen erfassen jedoch weder Verbrauch und Preise noch grenzüberschreitende Lieferungen. Sie zeigen deshalb nicht, ob die zusätzliche Menge im Inland abgesetzt, innerhalb der EU vertrieben oder in Märkte außerhalb des Staatenblocks exportiert wurde.

Vollständige Marktanalyse

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