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Dürre und Schädlinge drücken Kroatiens Haselnussernte, Preise könnten stabil bleiben

Kroatiens Haselnussproduktion sank infolge von Dürre, Hagel und Schädlingsbefall von 3.334 Tonnen im Jahr 2024 auf 2.530 Tonnen ein Jahr später. Importe gleichen einen Teil der Lücke aus, während erste Marktsignale auf stabile Inlandspreise hindeuten.

Dürre und Schädlinge drücken Kroatiens Haselnussernte, Preise könnten stabil bleiben

Produktion sinkt um rund 800 Tonnen

In Kroatien hat nach einem von Dürre, kurzem Hagel und Schädlingsdruck belasteten Jahr die Haselnussernte begonnen. Die Verknappung des heimischen Angebots hat bislang jedoch kein klares Signal für steigende Preise ausgelöst. Nach Angaben von Dnevnik.hr sank die landesweite Produktion von 3.334 Tonnen im Jahr 2024 auf 2.530 Tonnen ein Jahr später, also um rund 800 Tonnen.

Der Betrieb der Familie Krznar in der Gemeinde Vrbovo Posavsko verdeutlicht die gemischte Lage der Erzeuger. Die Familie bewirtschaftet 18 Hektar Haselnussanlagen und erwartet in diesem Jahr etwa eine Tonne ungeschälte Nüsse je Hektar. Landwirt Damir Krznar erklärte, die ersten Prognosen seien katastrophal gewesen, inzwischen zeichne sich jedoch ein Ergebnis etwa auf Vorjahresniveau ab. Neben der Dürre begrenzten ein kurzer Hagelschauer und eine unzureichende Füllung der Kerne den Ertrag.

Schädlinge gefährden die vermarktbare Qualität

Das geringere Volumen ist nur ein Teil des Problems. Die Betriebe kämpfen außerdem mit mehreren Schädlingen, darunter der Asiatischen Baumwanze. Befallene Nüsse können einen unangenehmen Geruch und Geschmack entwickeln und damit für Käufer unbrauchbar werden, obwohl sie geerntet wurden.

Laut Krznar zeigten die zugelassenen Pflanzenschutzmittel keine ausreichende Wirkung. Auch ökologische Mittel und mechanische Schutzmaßnahmen blieben im Familienbetrieb erfolglos. Qualitätsverluste erhöhen zugleich den Aufwand nach der Ernte, denn die Nüsse müssen sortiert, getrocknet und sachgerecht gelagert werden. Beschädigte Früchte und Feldreste werden entfernt, bevor vermarktbare Ware abtransportiert wird.

Importe gleichen einen Teil der Lücke aus

Ausländische Lieferungen kompensieren die kleinere kroatische Ernte teilweise. Dnevnik.hr zufolge importierte Kroatien im vergangenen Jahr 348 Tonnen Haselnüsse aus der Türkei und 200 Tonnen aus Italien. Der Gesamtwert der Einfuhren überstieg 5 Millionen Euro. Für Verarbeiter, Einzelhändler und andere Käufer bieten diese Mengen eine alternative Bezugsquelle, wenn die heimische Verfügbarkeit sinkt.

Erste Hinweise sprechen dennoch dafür, dass die Preise kroatischer Haselnüsse ungefähr auf dem Vorjahresniveau bleiben. Krznar verwies zudem auf Signale aus Italien, die auf eine mögliche Preissenkung hindeuten. Klarheit dürfte es aber erst geben, wenn die Abnehmer ihre Ankaufspreise veröffentlichen. Die Importe und die schwächeren Preisindikationen aus Italien erklären, warum der kroatische Produktionsrückgang nicht automatisch zu höheren Inlandspreisen führt. Auch das Wetter bleibt ein Faktor: Der Erntebeginn war trocken und günstig, doch die unbeständigeren Herbstbedingungen könnten Feldarbeiten, Trocknung und Lagerung beeinträchtigen.

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