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Cofco kauft zwei Bunge-Zuckerfabriken und steigert Brasiliens Kapazität auf 25,5 Millionen Tonnen

Cofco International übernimmt von Bunge die Werke Rio Vermelho und Nova Unialco im Bundesstaat São Paulo. Dadurch soll die brasilianische Zuckerrohr-Verarbeitungskapazität von 18,5 Millionen auf 25,5 Millionen Tonnen steigen, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.

Cofco kauft zwei Bunge-Zuckerfabriken und steigert Brasiliens Kapazität auf 25,5 Millionen Tonnen

Cofco gewinnt 7 Millionen Tonnen Verarbeitungskapazität

Cofco International hat den Kauf zweier brasilianischer Zuckerrohrfabriken vom Agrarrohstoffhändler Bunge vereinbart. Damit baut der chinesische Konzern seine Stellung im weltweit größten Produktions- und Exportland für Zucker aus. Laut Money Times gaben beide Unternehmen die Vereinbarung am Dienstag separat bekannt. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht; der Abschluss steht noch unter üblichen Bedingungen, darunter regulatorische Genehmigungen.

Die Transaktion umfasst die Werke Rio Vermelho und Nova Unialco in der Region Araçatuba im Bundesstaat São Paulo. Gemeinsam können sie 7 Millionen Tonnen Zuckerrohr verarbeiten. Cofcos Kapazität in Brasilien würde dadurch von 18,5 Millionen auf 25,5 Millionen Tonnen steigen. Der Konzern rückt damit neben Raízen und BP Bioenergia in die Gruppe der größten brasilianischen Zucker- und Bioenergieproduzenten auf.

Zuckerproduktion könnte 2,2 Millionen Tonnen erreichen

Willian Orzari Hernandes, Partner der auf Zucker und Bioenergie spezialisierten Beratung FG/A, bezeichnete die Übernahme gegenüber Money Times als strategisch bedeutsam. Beide Werke verfügten über eine hohe Zuckerproduktionskapazität. Nach seiner Schätzung könnten sie Cofcos brasilianische Zuckererzeugung um rund 700.000 Tonnen pro Jahr erhöhen und die Gesamtmenge auf etwa 2,2 Millionen Tonnen bringen.

Dieses Volumen nähere sich der von China importierten Menge an, sagte Hernandes. Die Übernahme könne deshalb die chinesische Zuckerversorgung in den kommenden Jahren absichern. Cofco erweitert nicht nur seine industrielle Basis im Ursprungsland, sondern gewinnt auch mehr Kontrolle über den Warenstrom zwischen Brasiliens Zuckerrohrregionen und China. Bereits vor dem Zukauf betrieb der Konzern in São Paulo die vier Werke Catanduva, Potirendaba, Meridiano und Sebastianópolis do Sul sowie ein Umschlagterminal in Votuporanga.

Werke kamen durch die Viterra-Fusion zu Bunge

Rio Vermelho und Nova Unialco gelangten mit der im Juli 2025 abgeschlossenen Fusion von Bunge und Viterra in Bunges Portfolio. Von Money Times zitierte Berater erklärten, Bunge habe kein strategisches Interesse am Zuckergeschäft; der Konzern habe bereits früher Werke an BP verkauft. Die Veräußerung fällt in eine Phase der Neuordnung in Brasiliens Zucker- und Ethanolindustrie. Dazu gehört auch die Restrukturierung samt Anlagenverkäufen bei Raízen, das sich in einem außergerichtlichen Sanierungsverfahren befindet.

Die Agrarberatung Veeries schätzt den Wert der Transaktion auf rund 350 Millionen $, ausgehend von einer Marktbewertung von etwa 50 $ je Tonne Zuckerrohr-Verarbeitungskapazität. Veeries-Partner Fabio Meneghin hält wegen der hohen Qualität der Anlagen auch einen Aufpreis für möglich. Der Zukauf erfolgt, während sich die Zuckerpreise von einer längeren Phase unterhalb der Produktionskosten erholen. Money Times zufolge haben Sorgen über mögliche Folgen von El Niño für das weltweite Angebot Fonds in den vergangenen Wochen zu starken Käufen von Zucker-Futures veranlasst. Das verbessert das Marktumfeld für Werke mit hoher Zuckerproduktion.

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