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Argentinien und Uruguay steigern Anteil am globalen Milchhandel auf 4,3%

Argentinien und Uruguay erhöhten ihren gemeinsamen Anteil am globalen Handel mit Milchprodukten zwischen 2017 und 2025 von 3% auf 4,3%. Käse führte das Marktwachstum an, während europäische Exporteure Anteile verloren und die Nachfrage weniger stark von China abhing.

Argentinien und Uruguay steigern Anteil am globalen Milchhandel auf 4,3%

Südamerikanische Anbieter bauen ihre Position aus

Argentinien und Uruguay steigerten ihren gemeinsamen Anteil am globalen Handel mit Milchprodukten von 3% im Jahr 2017 auf 4,3% im Jahr 2025. Das geht aus Daten von RaboResearch hervor, über die Fedeleche berichtete. Der Zuwachs um 1,3 Prozentpunkte erfolgte in einem weiter wachsenden Weltmarkt, dessen wichtigste Angebots- und Nachfragequellen sich jedoch verschoben.

Die Europäische Union blieb der größte Exportblock und setzte 2025 ohne den Handel zwischen den Mitgliedstaaten 27,5 Millionen Tonnen Milchäquivalent ab. Ihr Weltmarktanteil sank allerdings von 30% im Jahr 2017 auf 27% im Jahr 2025. Neuseeland blieb mit rund 22% das größte einzelne Exportland, während die USA ihren Anteil von 11,3% auf 13,5% erhöhten.

Käse wird zur führenden Wachstumskategorie

Die einzelnen Milchproduktkategorien entwickelten sich unterschiedlich. Der weltweite Käsehandel nahm seit 2017 um rund 40% zu und erreichte 2025 ein Volumen von 8,96 Millionen Tonnen. Laut RaboResearch verdoppelten Argentinien und die USA in diesem Zeitraum ihre Käseexporte und gehörten damit zu den Anbietern mit den größten Marktgewinnen.

Die Entwicklung zeigt auch veränderte Strategien in der Verarbeitung. Die Milchproduktion in der EU stieg seit 2017 lediglich um 5%, die Käseproduktion dagegen um 9% und die Käseausfuhr um 12%. Mehr Milch floss in Käse, Butter und andere höherwertige Erzeugnisse statt in traditionelle Kategorien wie Milchpulver.

Schwächere chinesische Nachfrage verändert den Pulverhandel

Neuseeland hielt in der vom Bericht betrachteten Pulverkategorie weiterhin rund 53% des Weltmarktes. Europa senkte seine Ausfuhren dagegen um mehr als die Hälfte, von etwa 387.000 Tonnen im Jahr 2017 auf 172.000 Tonnen. Argentinien und das Vereinigte Königreich füllten einen Teil dieser Lücke. Der Welthandel mit Magermilchpulver wuchs deutlich langsamer und legte 2025 nur um 0,5% zu.

China blieb der weltweit größte Importeur von Milchprodukten, seine Käufe lagen jedoch unter dem Höchststand von 2021. RaboResearch führte den Rückgang teilweise auf die gestiegene chinesische Inlandserzeugung zurück, die den Einfuhrbedarf in einigen Kategorien verringerte. Exporteure richten ihren Blick deshalb verstärkt auf den Nahen Osten und Südostasien, während auch Brasilien als Käufer an Bedeutung gewinnt.

Brasilien und neue Kapazitäten stützen weiteres Wachstum

Brasiliens Milchproduktimporte erhöhten sich zwischen 2022 und 2025 von 1,3 Millionen auf 2,3 Millionen Tonnen Milchäquivalent, vor allem durch Käse und Milchpulver. Für Argentinien und Uruguay ist dieses Wachstum wegen der geografischen Nähe und Brasiliens langjähriger Rolle als Absatzmarkt für regionale Ausfuhren besonders relevant.

RaboResearch zählt Argentinien und die USA zu den Ländern mit den besten Voraussetzungen, ihre Produktion für den Weltmarkt auszuweiten. Argentiniens Milcherzeugung sank von 2022 bis 2024 insgesamt um 8%, stieg 2025 aber um 10% und im ersten Quartal 2026 um weitere 7% gegenüber dem Vorjahr. Der Milchkuhbestand der USA umfasste 9,65 Millionen Tiere; zugleich wuchs die Käseverarbeitungskapazität 2025 um etwa 6%. Die Butterexporte des Landes stiegen nahezu auf das Dreifache, von rund 45.000 auf 123.000 Tonnen. Europa wird durch strengere Regulierung, eine alternde Erzeugerschaft und bereits hohe Produktivität begrenzt, während die politische und wirtschaftliche Volatilität Argentiniens ein Risiko für die Exportexpansion bleibt.

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