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Vietnams Zuckerpreis bleibt im Juli der niedrigste unter großen Regionalproduzenten

Zucker kostete in Vietnam im Juli durchschnittlich rund 16.800 Dong je kg und damit etwa 40 % weniger als auf den Philippinen und in Indonesien. Reichliches Inlandsangebot, ASEAN-Importe, Schmuggelware und steigende HFCS-Einfuhren belasteten den Markt.

Vietnams Zuckerpreis bleibt im Juli der niedrigste unter großen Regionalproduzenten

Großer Preisabstand zu regionalen Märkten

Vietnam verzeichnete im Juli den niedrigsten Zuckerpreis unter den großen Zuckerrohrproduzenten der Region, berichtete Dân trí unter Berufung auf den Monatsbericht des vietnamesischen Zuckerrohr- und Zuckerverbandes. Umgerechnet mit dem vom Verband verwendeten Wechselkurs lag der Inlandspreis bei rund 16.800 Dong je kg.

Auf den Philippinen erreichte der vergleichbare Preis 27.527 Dong je kg, in Indonesien 26.706 Dong und in China 19.504 Dong. Vietnams Preis entsprach damit rund 61 % des philippinischen und 63 % des indonesischen Niveaus. Der Abstand betrug gegenüber den Philippinen etwa 10.700 Dong je kg und gegenüber Indonesien fast 9.900 Dong.

Reichliches Angebot begrenzt die Erholung

Der Preisabschlag hielt an, während sich Vietnams Zuckerrohrkampagne 2025/26 bei umfangreichem Angebot ihrem Ende näherte. Bis Ende Juli hatten die Fabriken 13,586 Millionen Tonnen Zuckerrohr verarbeitet und 1,3258 Millionen Tonnen Zucker verschiedener Sorten hergestellt. Fast alle Werke hatten die Kampagne beendet; wegen eines späteren Saisonstarts arbeitete nur noch eine Fabrik in der Region Zentralvietnam–Zentrales Hochland.

Das Marktangebot stammt laut Verband aus heimischer Produktion, Einfuhren aus ASEAN-Staaten und einer nicht bezifferten Menge geschmuggelten Zuckers. Diese Quellen sorgen zusammen für ein Überangebot bei weiterhin schwacher Nachfrage. Der Absatz von heimischem Rohrzucker zeigte jedoch erste Verbesserungen, seit die Kontrollen gegen Schmuggel greifen.

Gegen Ende Juli zogen die Preise daher an. In Ho-Chi-Minh-Stadt stieg weißer Kristallzucker von 16.000–16.100 Dong je kg zu Monatsbeginn auf 16.500–17.000 Dong am 28. Juli. Raffinierter Zucker verteuerte sich im selben Zeitraum von 16.900–17.200 Dong auf 17.400–17.800 Dong je kg.

Trotz der Erholung bleibt der Abstand zu den Nachbarmärkten groß. Der Verband erwartet für August und September einen leichten Anstieg der Inlandspreise. Sie dürften aber unter den Preisen anderer regionaler Zuckerrohrländer wie Indonesien, den Philippinen und China bleiben.

HFCS-Importe erhöhen den Druck auf Raffinerien

Vietnams Zuckerproduzenten stehen außerdem in wachsendem Wettbewerb mit Maissirup mit hohem Fruktosegehalt, kurz HFCS. Das Land importierte im Juli 22.215 Tonnen HFCS; seit Jahresbeginn waren es 131.416 Tonnen und damit 105 % der Menge des entsprechenden Zeitraums. Hauptimporteure sind Getränkehersteller, die früher zu den größten Abnehmern von raffiniertem Zucker gehörten.

Niedrige Zuckerpreise helfen Verbrauchern und industriellen Abnehmern, belasten aber die Margen der heimischen Fabriken, weil die Kosten für Zuckerrohr nicht entsprechend gesunken sind. Die Hersteller kämpfen zugleich mit schwacher Nachfrage, legalen und illegalen Konkurrenzlieferungen sowie der Substitution durch importierte Süßungsmittel. Für Verarbeiter und Händler zeigt der Anstieg Ende Juli eine gewisse Besserung. Der anhaltende Abschlag gegenüber den Nachbarländern macht jedoch deutlich, dass Vietnams Angebotsüberschuss noch nicht abgebaut ist.

Vollständige Marktanalyse

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