Vietnams Jackfrucht-Exporte erreichen im zweiten Quartal 67,528 Millionen $
Vietnam exportierte im zweiten Quartal 2026 Jackfrüchte im Wert von 67,528 Millionen $, 27,2 % mehr als im Vorjahr. Der formelle Marktzugang in China und steigende Verkäufe verarbeiteter Produkte stärken die Exportposition der Frucht.
Exporte steigen um mehr als ein Viertel
Vietnams Jackfrucht-Exporte erreichten im zweiten Quartal 2026 einen Wert von 67,528 Millionen $, 27,2 % mehr als im Vorjahreszeitraum und 2,8 % mehr als im ersten Quartal 2026. Das berichtet Sức khỏe & Đời sống unter Berufung auf Daten der vietnamesischen Zollbehörde. Die Frucht stand für rund 3 % des vietnamesischen Exportwerts von Obst und Gemüse und belegte innerhalb der Branche den fünften Rang.
Auch verarbeitete Jackfruchtprodukte verzeichneten Wachstum. Ihr Exportwert überstieg 10 Millionen $ und nahm im Jahresvergleich um 20 % zu. Jackfrucht bleibt zwar kleiner als Vietnams führende Exportfrüchte wie Durian und Banane, hält jedoch zweistellige Wachstumsraten, während die Obst- und Gemüsebranche weitere Märkte erschließt.
Vietnam verfügt über rund 84.000 Hektar Jackfruchtanbaufläche, von denen etwa 56.000 Hektar bereits Erträge liefern. Die Jahresproduktion liegt bei annähernd 1 Million Tonnen. Rund 85 % der spezialisierten Anbaufläche entfallen auf eine früh tragende thailändische Sorte, die den Export frischer Früchte dominiert.
Formeller Zugang stärkt den China-Kanal
China ist derzeit der größte Markt für vietnamesische Jackfrüchte. Seit dem 1. Juni 2026 dürfen frische Früchte offiziell über reguläre Handelskanäle nach China geliefert werden, nachdem die chinesische Zollhauptverwaltung phytosanitäre Anforderungen erlassen hatte. Vorausgegangen waren fünf 2025 zwischen Vietnam und China unterzeichnete Agrarprotokolle zu Chili, Passionsfrucht, Reiskleie, rohen essbaren Vogelnestern und frischer Jackfrucht.
China hat die Jackfrucht-Anbauflächen in Hainan, Guangxi und Yunnan ausgeweitet, um die Importabhängigkeit zu verringern. Nach Angaben der Quelle begrenzen die klimatischen Bedingungen jedoch weiterhin die Qualität der heimischen Früchte gegenüber Importen aus Südostasien. Vietnamesische Ware erzielt höhere Preise, bleibt wegen ihrer großen Fruchtsegmente, der kräftig gelben Farbe, der Süße und des typischen Aromas aber gefragt.
Das neue Protokoll schafft einen klareren Regulierungsrahmen für Exporteure, macht die Einhaltung der Vorgaben jedoch zu einem entscheidenden Wachstumsfaktor. Erzeuger, Packhäuser und Händler im Chinageschäft müssen die geltenden Pflanzenschutzbestimmungen erfüllen. Vietnams stabile Produktion bildet die Angebotsbasis, während die Größe der chinesischen Nachfrage einen wichtigen Absatzkanal für Frischware bietet.
Verarbeiter nehmen höherwertige Märkte ins Visier
Vietnamesische Unternehmen erweitern ihr Angebot über ganze Frischfrüchte hinaus um getrocknete und tiefgekühlte Jackfrucht sowie weitere Produkte mit höherer Wertschöpfung. Die im zweiten Quartal erzielten mehr als 10 Millionen $ stellen noch einen begrenzten Anteil am Gesamtwert dar. Das Jahreswachstum von 20 % zeigt jedoch einen zusätzlichen Absatzweg für Rohware, die den Anforderungen der Verarbeitung entspricht.
Neben China erschließen vietnamesische Anbieter schrittweise Südkorea, Japan, die Vereinigten Staaten und europäische Märkte, deren Anforderungen meist höher sind. Die Anpassungsfähigkeit der Bäume an unterschiedliche Umweltbedingungen sowie ihre Trockenheits- und Schädlingsresistenz können die Produktion stützen. Das Exportwachstum hängt aber von einheitlicher Qualität, phytosanitärer Konformität und geeigneter Verarbeitung ab. Fast 67,5 Millionen $ Umsatz in einem Quartal machen Jackfrucht für vietnamesische Erzeuger und Exporteure bedeutender; die Aussicht auf ein künftiges Milliardenexportprodukt bleibt jedoch eine Erwartung und ist noch keine Realität.