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Sütaş strebt vollständige Kontrolle über Nishats Molkereigeschäft in Pakistan an

Nishat Mills hat den geplanten Verkauf seiner gesamten Beteiligung von 49,10 % an Nishat Sütaş Dairy an den türkischen Partner Sütaş für 5 pakistanische Rupien je Aktie genehmigt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre, endgültiger Verträge und behördlicher Genehmigungen.

Sütaş strebt vollständige Kontrolle über Nishats Molkereigeschäft in Pakistan an

Nishat Mills billigt geplanten Anteilsverkauf

Die in Pakistan börsennotierte Nishat Mills Limited hat einen Vorschlag gebilligt, ihre gesamte Beteiligung von 49,10 % an Nishat Sütaş Dairy Limited an den türkischen Partner Sütaş Süt Ürünleri A.Ş. zu verkaufen. Damit könnte der Milchproduzent die vollständige Kontrolle über das Gemeinschaftsunternehmen erhalten. Laut Internethaber und 10Haber fasste der Verwaltungsrat den Beschluss bei einer Dringlichkeitssitzung am 19. August.

Der vorgeschlagene Preis beträgt 5 pakistanische Rupien je Aktie. Keine der beiden Publikationen nannte die Zahl der angebotenen Aktien oder den Gesamtwert der Transaktion. Der Abschluss hängt von der Zustimmung der Nishat-Mills-Aktionäre, der Unterzeichnung endgültiger Verträge sowie den erforderlichen rechtlichen und regulatorischen Genehmigungen ab.

Nishat Mills ist an der Pakistan Stock Exchange notiert und hält derzeit 49,10 % des eingezahlten Kapitals der Molkereigesellschaft. Sütaş hat seine Bereitschaft erklärt, das gesamte Nishat-Paket zu übernehmen und den Betrieb von Nishat Sütaş Dairy nach Abschluss der Verträge und Genehmigungsverfahren fortzuführen.

Markt- und Regulierungsdruck führen zum Rückzug

Nach Angaben beider türkischer Publikationen begründete Nishat Mills seine Entscheidung mit ungünstigen Markt- und Regulierungsbedingungen im Milchsektor sowie der daraus entstehenden Belastung seiner Finanzlage. Der Verwaltungsrat kam zu dem Ergebnis, dass der Ausstieg aus der Beteiligung im besten Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre liege.

Die Mitteilung nennt weder die konkreten Betriebskosten, Vorschriften oder Marktentwicklungen, die den Druck verursacht haben, noch Kennzahlen zu Milchanlieferung, Verarbeitungskapazität, Umsatz, Verlusten, Beschäftigten oder Marktanteil. Daher lässt sich nicht bestimmen, welches Produktions- und Vertriebsvolumen unter die alleinige Kontrolle von Sütaş fallen würde.

Der geplante Rückzug eines großen pakistanischen Industriekonzerns ist dennoch ein deutliches Signal für die örtliche Milchwirtschaft. Die Bedingungen sind offenbar schwierig genug, dass Nishat Mills den Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen erwägt, während Sütaş den Betrieb erhalten und sein Engagement ausweiten will. Für Landwirte, Verarbeiter und Vertriebspartner von Nishat Sütaş Dairy hängt die Kontinuität deshalb vor allem von der Strategie ab, die Sütaş nach dem Abschluss verfolgt.

Aktionäre stimmen in Lahore ab

Nishat Mills will am 23. September 2026 eine außerordentliche Hauptversammlung im Emporium Mall in Lahore abhalten. Dort sollen die Aktionäre über die geplante Übertragung beraten und entscheiden. Im Zuge der Vorbereitungen bleibt das Aktienübertragungsregister vom 17. bis 23. September geschlossen.

Die Zustimmung des Verwaltungsrats ist somit nur ein erster Schritt. Bis zur Einwilligung der Aktionäre, der Unterzeichnung endgültiger Dokumente und den behördlichen Freigaben bleibt die Eigentümerstruktur unverändert. Die genannten 5 pakistanischen Rupien je Aktie sind daher eine vorgeschlagene Transaktionsbedingung und kein Beleg für einen bereits vollzogenen Erwerb.

Ausländische Kontrolle könnte den Betrieb sichern

Nishat Mills erklärte, die Übertragung könne die weitere Beteiligung ausländischer strategischer Investoren an Pakistans Milchsektor und der Gesamtwirtschaft fördern. Sütaş ist ein internationaler Molkereiproduzent mit Sitz in der Türkei und bereits Industriepartner des Gemeinschaftsunternehmens. Die Transaktion würde damit eine bestehende Investition bündeln, statt einen neuen Betreiber einzuführen.

Bei einem erfolgreichen Abschluss würde die gemeinsame Eigentümerschaft durch die Kontrolle des türkischen Partners ersetzt. Die vorliegenden Angaben enthalten keine Pläne für Investitionen, Kapazitätsausbau, Produktänderungen oder Personalmaßnahmen. Im Vordergrund steht zunächst die Betriebskontinuität: Sütaş will das Unternehmen weiterführen, hat Umfang und Richtung seiner langfristigen Pläne aber noch nicht genannt.

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