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Südafrika steigt in die Spitzengruppe der brasilianischen Hähnchenmärkte auf

Südafrika bezog 2025 insgesamt 336.022 Tonnen brasilianisches Hähnchenfleisch und war damit der viertgrößte Absatzmarkt. Laut den von TimesLIVE zitierten ABPA-Daten stiegen die Lieferungen im ersten Halbjahr 2026 um 38,35 % auf 185.347 Tonnen.

Südafrika steigt in die Spitzengruppe der brasilianischen Hähnchenmärkte auf

Südafrika zählt zu Brasiliens führenden Abnehmern

Südafrika gehört inzwischen zu den zehn größten weltweiten Zielmärkten für brasilianisches Hähnchenfleisch und ist das einzige afrikanische Land in dieser Gruppe, berichtet TimesLIVE. Daten des brasilianischen Verbands für tierisches Protein, ABPA, zeigen, dass das Land 2025 den vierten Platz unter Brasiliens Exportzielen belegte.

Brasilien lieferte 2025 insgesamt 336.022 Tonnen Hähnchenfleisch nach Südafrika. Das entsprach 6,5 % der gesamten brasilianischen Ausfuhrmenge; nur drei Zielmärkte lagen davor. ABPA erwartet, dass sowohl die Liefermenge als auch Südafrikas Anteil an den brasilianischen Exporten weiter steigen.

Der Handel expandierte 2026 weiter. Von Januar bis Juni importierte Südafrika 185.347 Tonnen brasilianisches Hähnchenfleisch, 38,35 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. In diesen sechs Monaten war das Land Brasiliens sechstgrößter Absatzmarkt. Die Mengen wuchsen somit kräftig, obwohl die Zwischenplatzierung unter dem Rang des Gesamtjahres 2025 lag.

Brasiliens Produktionsvolumen schafft Exportspielraum

Nach den konsolidierten ABPA-Daten produzierte Brasilien 2025 insgesamt 15,289 Millionen Tonnen Hähnchenfleisch. Der Binnenmarkt nahm 65,18 % davon auf, während 34,82 % in den Export gingen. Brasilien belieferte 153 Märkte und blieb der weltweit größte Exporteur von Hähnchenfleisch.

Für 2026 rechnet der Verband mit brasilianischen Hähnchenexporten von bis zu 5,875 Millionen Tonnen. Diese Kapazität ermöglicht es den Anbietern, große etablierte Käufer zu versorgen und zugleich die Lieferungen in Märkte wie Südafrika auszubauen.

Die Zahlen stammen aus dem in São Paulo veröffentlichten ABPA-Bericht mit den konsolidierten Ergebnissen der Geflügel- und Schweineproduktion für 2025 und den Zwischendaten für 2026. Er erschien im Vorfeld der internationalen Fachmesse für tierisches Protein Siavs und liefert einen frühen Maßstab für Südafrikas wachsende Bedeutung im geografisch breit aufgestellten brasilianischen Geflügelgeschäft.

Importe entlasten die Versorgung und verschärfen den Wettbewerb

Brasilianisches Hähnchenfleisch erfüllt für Südafrika zwei Funktionen. TimesLIVE zufolge haben die Importe die Folgen der Vogelgrippe für das heimische Angebot abgefedert und einkommensschwachen Haushalten den Zugang zu erschwinglicherem tierischem Protein erleichtert. Steigende Lieferungen betreffen daher nicht nur den bilateralen Handel, sondern auch Lebensmittelpreise und Verfügbarkeit.

Dieselben Warenströme setzen südafrikanische Geflügelproduzenten unter Druck. Heimische Unternehmen können bei Größe und Preisen nur schwer mit brasilianischen Lieferanten konkurrieren und haben Zollschutz beantragt. Ein schnelleres Importwachstum könnte die Debatte darüber verschärfen, wie Verbraucherpreise und Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Produktion auszubalancieren sind.

Als einziges afrikanisches Land unter Brasiliens zehn führenden Zielmärkten hebt sich Südafrika zudem vom übrigen Kontinent ab. Für brasilianische Verarbeiter und Exporteure zeigt das Wachstum von 38,35 % im ersten Halbjahr, dass der Markt deutlich größere Mengen aufnehmen kann. Für südafrikanische Produzenten und Importeure zählt vor allem, wie sich das zusätzliche Angebot auf Preise, Produktionsanreize und das Verhältnis zwischen heimischer und importierter Ware auswirkt.

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