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Spaniens Obst- und Gemüseexporte übersteigen trotz Mengenrückgang 10,1 Milliarden €

Spanien exportierte von Januar bis Mai 2026 insgesamt 5,5 Millionen Tonnen frisches Obst und Gemüse, 1,6 % weniger als im Vorjahr. Der Erlös stieg wegen höherer Durchschnittswerte um 7 % auf 10,106 Milliarden €.

Spaniens Obst- und Gemüseexporte übersteigen trotz Mengenrückgang 10,1 Milliarden €

Exporterlöse steigen trotz geringerer Liefermengen

Spanien exportierte zwischen Januar und Mai 2026 insgesamt 5,5 Millionen Tonnen frisches Obst und Gemüse und erzielte damit 10,106 Milliarden €. Agronews Castilla y León berichtete unter Berufung auf vom spanischen Erzeuger- und Exportverband FEPEX ausgewertete Zolldaten, dass die Liefermenge gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um 1,6 % sank, während der Exportwert um 7 % zunahm.

Die gegenläufige Entwicklung deutet auf einen höheren Durchschnittswert der spanischen Frischeexporte hin. Beide Hauptkategorien folgten demselben Muster: Obst und Gemüse verzeichneten moderate Mengenrückgänge, brachten aber höhere Erlöse. Die Statistik umfasst frische Erzeugnisse der einschlägigen Positionen in den Zollkapiteln 07 und 08. Verarbeitetes Obst und Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte sind nicht enthalten.

Gemüseerlöse nähern sich 5,1 Milliarden €

Die Ausfuhr von Frischgemüse erreichte rund 2,9 Millionen Tonnen und lag damit 1 % unter den ersten fünf Monaten 2025. Ihr Wert stieg dennoch um 10 % auf 5,067 Milliarden €. Paprika war mit 1,057 Milliarden € und einem Plus von 7 % das umsatzstärkste Exportgemüse. Die Erlöse mit Tomaten erhöhten sich um 11 % auf 719 Millionen €, mit Gurken um 19 % auf 651 Millionen € und mit Salat um 5,1 % auf 607 Millionen €.

Salat führte die Gemüseausfuhren mengenmäßig mit 453.039 Tonnen an, 3 % mehr als im Vorjahr. Paprika belegte mit 415.037 Tonnen und nahezu unveränderter Menge den zweiten Platz. Die Gurkenlieferungen stiegen um 1 % auf 363.742 Tonnen, während die Tomatenausfuhren um 3 % auf 346.622 Tonnen sanken.

Bei Gurken war die Abweichung zwischen Menge und Erlös am deutlichsten: Einer Mengenzunahme von 1 % stand ein Wertzuwachs von 19 % gegenüber. Auch Tomaten brachten 11 % mehr ein, obwohl 3 % weniger Tonnen ausgeführt wurden. Diese Entwicklung stärkte die Gemüseerlöse, während die Gesamtmenge der Kategorie leicht zurückging.

Obstmenge sinkt, Exportwert nimmt zu

Die Ausfuhr von Frischobst belief sich auf 2,6 Millionen Tonnen, 2 % weniger als im Vorjahr. Ihr Wert nahm dagegen um 4 % auf 5,039 Milliarden € zu. Orangen blieben mit 734.904 Tonnen das mengenmäßig wichtigste Exportobst, obwohl die Lieferungen um 10 % sanken. Mandarinen gingen um 7 % auf 486.470 Tonnen zurück, Zitronen legten um 2 % auf 323.868 Tonnen zu.

Die Erdbeerausfuhren stiegen um 3 % auf 250.323 Tonnen. Mit 823 Millionen € und einem Plus von 1,6 % blieben Erdbeeren zugleich das wertmäßig wichtigste Exportobst. Wassermelonen lagen unverändert bei 176.788 Tonnen. Avocados legten um 1 % auf 88.885 Tonnen zu, während Blaubeeren um 5 % auf 72.355 Tonnen zurückgingen.

Der Exporterlös mit Mandarinen blieb mit 741 Millionen € nahezu stabil und sank lediglich um 0,1 %. Die Einnahmen aus Orangen gingen um 6,4 % auf 716 Millionen € zurück und damit weniger stark als deren Menge. Blaubeeren brachten trotz geringerer Tonnage 545 Millionen € ein, 0,9 % mehr als zuvor. Gemüse und Obst steuerten mit 5,067 Milliarden € beziehungsweise 5,039 Milliarden € fast gleich viel zum Gesamterlös bei.

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