← Zurück zu den Nachrichten

Russlands Erlöse aus Seafood-Exporten nach China steigen um 50 %

Russland exportierte von Januar bis August 2026 Fisch und Meeresfrüchte im Wert von 3,05 Milliarden $ nach China, 1,5-mal so viel wie im Vorjahr. Die Menge stieg um 19 % auf 926.000 Tonnen, vor allem durch Alaska-Seelachs, Kabeljau und Krabben.

Russlands Erlöse aus Seafood-Exporten nach China steigen um 50 %

Erlöse wachsen deutlich schneller als die Liefermenge

Russland exportierte in den ersten acht Monaten 2026 Fisch und Meeresfrüchte im Wert von 3,05 Milliarden $ nach China. Das war das 1,5-Fache des Wertes im gleichen Zeitraum 2025, berichtete Interfax. Nach einer Analyse des Russischen Fischverbands auf Grundlage von Daten der chinesischen Zollverwaltung stieg die Liefermenge im Jahresvergleich um 19 % auf 926.000 Tonnen.

Der Abstand zwischen dem Erlös- und dem Mengenwachstum zeigt, dass höhere Preise und ein größerer Anteil wertvoller Produkte maßgeblich zum Ergebnis beitrugen. Alaska-Seelachs, Kabeljau und Krabben stellten den Großteil der vom Verband aufgeschlüsselten Exporterlöse. Bei allen drei Kategorien nahmen auch die physischen Lieferungen zu.

Alaska-Seelachs bleibt mengenmäßig führend

Die Ausfuhr von gefrorenem Alaska-Seelachs stieg um 25 % auf 470.000 Tonnen. Ihr Wert erhöhte sich auf fast das 1,8-Fache und erreichte 844 Millionen $. Der Russische Fischverband erklärte, die hohen Weltmarktpreise für Seelachs veranlassten die Produzenten, sich stärker auf diese Art zu konzentrieren und ihre Exporte auszuweiten.

China bleibt damit ein wichtiger Absatzmarkt für die umfangreiche russische Seelachsfischerei und deren Verarbeitungskette. Das deutlich stärkere Erlöswachstum kommt den Fischereiunternehmen zugute, erhöht aber zugleich die Beschaffungskosten chinesischer Verarbeiter, die importierten Seelachs als Rohstoff einsetzen.

Die Lieferungen gefrorener Seelachsfilets nahmen um 15 % auf 6.000 Tonnen zu, während der Wert um 35 % auf 15 Millionen $ stieg. Russland lieferte außerdem rund 16.000 Tonnen Surimi im Wert von mehr als 45 Millionen $ nach China. Einen Vorjahresvergleich für dieses Produkt nannte der Verband nicht.

Niedrigere Kabeljauquote stützt die Preise

Die Exporte von gefrorenem Kabeljau erhöhten sich um 25 % auf 65.000 Tonnen, ihr Wert stieg auf das 1,8-Fache und erreichte 523 Millionen $. Dem Verband zufolge hängt der Anstieg der globalen Kabeljaupreise auch mit der Entscheidung der gemischten russisch-norwegischen Fischereikommission zusammen, die zulässige Gesamtfangmenge für Atlantischen Kabeljau in der Barentssee 2026 gegenüber 2025 um 16 % auf 347.000 Tonnen zu senken.

Russlands Anteil an dieser Quote beträgt 133.000 Tonnen. Die Fangbegrenzung verknappt das Angebot für Exporteure und Verarbeiter und erklärt, warum die Erlöse wesentlich schneller zunahmen als die Liefermenge. Chinesische Käufer erhalten zwar mehr russischen Kabeljau, müssen aber höhere Rohstoffpreise tragen.

Krabbenexporte steigen parallel zu den Fängen

Die Ausfuhr lebender Krabben nach China wuchs mengenmäßig um 20 % auf 28.000 Tonnen und wertmäßig um 30 % auf 790 Millionen $. Bei gefrorenen Krabben war das Wachstum noch stärker: Die Menge stieg um 45 % auf 5.000 Tonnen, während sich der Erlös auf 99 Millionen $ verdoppelte.

Parallel dazu nahm Russlands Krabbenfang von Januar bis August 2026 laut Verband im Jahresvergleich um 9 % auf 62.000 Tonnen zu. Die höheren Fänge ermöglichten zusätzliche Ausfuhren; das stärkere Erlöswachstum bei gefrorenen Krabben deutet zudem auf günstige Preise oder einen höherwertigen Produktmix hin. Insgesamt führte ein Mengenplus von 19 % zu 50 % mehr Einnahmen und stärkte Chinas Rolle als wertvoller Absatzmarkt für russische Fischereiunternehmen.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.