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Rumäniens Weizenaussichten steigen, doch Dürre belastet Mais und Sonnenblumen

Economica.net erwartet für Rumänien 2026 eine Weizenernte von 11,8 Millionen Tonnen, während eine von Cotidianul zitierte Analyse 13,3-14 Millionen Tonnen prognostiziert. Bei Mais und Sonnenblumen sorgen Dürre und große regionale Unterschiede für höhere Risiken.

Rumäniens Weizenaussichten steigen, doch Dürre belastet Mais und Sonnenblumen

Weizenprognosen deuten auf eine weitere große Ernte

Rumänien steuert 2026 auf eine starke Weizenernte zu, wobei die aktuellen Prognosen deutlich auseinanderliegen. Economica.net beziffert die Produktion unter Berufung auf die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission auf 11,8 Millionen Tonnen. Cotidianul nennt auf Grundlage einer Analyse von Profit.ro eine höhere Spanne von 13,3-14 Millionen Tonnen. Damit würde sich die Ernte einem Rekordniveau nähern.

Die JRC erwartet nach einer Anhebung der Juni-Schätzung um 2% einen durchschnittlichen Weizenertrag von 5,3 Tonnen je Hektar. Das wären 6% weniger als beim Rekordertrag des Vorjahres, aber 17% mehr als im Fünfjahresmittel — der stärkste Zuwachs unter den EU-Mitgliedstaaten. Rumäniens Landwirte bestellten im Herbst 2025 insgesamt 2,23 Millionen Hektar mit Weizen, davon 2,2 Millionen Hektar mit Weichweizen. Dessen Fläche wuchs gegenüber dem Vorjahr um 9,8%, nachdem die gesamte Weizenproduktion damals rund 12,6 Millionen Tonnen erreicht hatte.

Maisprognose sinkt mit abnehmender Bodenfeuchte

Beim Mais ist der Ausblick unsicherer. Die JRC senkte ihre Ertragsprognose im Juli gegenüber dem Vormonat um 3% auf 4,03 Tonnen je Hektar. Bei einer unveränderten Anbaufläche von 1,96 Millionen Hektar ergibt sich laut Economica.net eine Produktion von rund 7,8 Millionen Tonnen. Dem stehen 7,7 Millionen Tonnen im Jahr 2025 und 5,9 Millionen Tonnen im Jahr 2024 gegenüber. Cotidianul nennt eine etwas höhere Schätzung von rund 8,2 Millionen Tonnen.

Rumänien bleibt einer der wenigen positiven Faktoren in einer schwierigen europäischen Maissaison. Cotidianul zufolge wurde die EU-Ernteprognose auf 52,7 Millionen Tonnen gesenkt, den niedrigsten Stand seit 2007. Hitze und fehlende Niederschläge schädigten die Bestände in Frankreich, Ungarn, Spanien und Italien. Die Europäische Kommission reduzierte auch die EU-Ertragsprognosen für Mais und Sonnenblumen um 6-7%. Regen stützte den rumänischen Mais in einigen Gebieten, doch in Banat, Crișana und Maramureș herrscht weiterhin schwere Bodendürre. Auch Teile der Dobruja, Munteniens und Moldaus sind betroffen.

Sonnenblumenernte könnte trotz ungleicher Bedingungen wachsen

Die Prognose für Rumäniens Sonnenblumenertrag wurde gegenüber dem Vormonat um 1% auf 1,91 Tonnen je Hektar gesenkt. Trotz der Korrektur liegt die Erwartung 12% über dem Vorjahr und 4% über dem Fünfjahresmittel. Bei 1,2 Millionen Hektar Anbaufläche könnte die Produktion 2,2 Millionen Tonnen erreichen, nach 2 Millionen Tonnen im Vorjahr. Hitze kann die Samenentwicklung und den Ölgehalt weiterhin beeinträchtigen, sodass die Ergebnisse der Betriebe stark auseinanderliegen dürften.

Nach Angaben der JRC hat die starke Hitze die bereits geringen Bodenfeuchtevorräte weiter erschöpft. Die Schätzungen für Sommerkulturen wurden deshalb gesenkt, liegen aber weiterhin über dem Fünfjahresmittel. Im Osten Rumäniens sind die Bedingungen vergleichsweise günstig und die Pflanzenbiomasse überdurchschnittlich. Im Westen und in Teilen des Südens beeinträchtigen Wassermangel und hohe Temperaturen dagegen die Blüte und die frühe Kornfüllung. Die nächsten Niederschläge entscheiden auch über die Aussaatbedingungen für Raps, Weizen und Gerste. Ein trockener September könnte Landwirte im Westen und Südosten zur Aussaat in unzureichend feuchte Böden zwingen. Besonders gefährdet ist Raps, der unmittelbar nach der Aussaat Regen benötigt.

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