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Polens Agrar- und Lebensmittelexporte nähern sich 29 Milliarden Euro

Polen exportierte im ersten Halbjahr 2026 Agrar- und Lebensmittel im Wert von fast 29 Milliarden Euro, wie von farmer.pl veröffentlichte KOWR-Daten zeigen. Der Handelsüberschuss erreichte 9,6 Milliarden Euro; verarbeitete und teilweise verarbeitete Waren brachten 20 Milliarden Euro ein.

Polens Agrar- und Lebensmittelexporte nähern sich 29 Milliarden Euro

Handelsüberschuss erreicht 9,6 Milliarden Euro

Polens Ausfuhren von Agrar- und Lebensmittelerzeugnissen erreichten im ersten Halbjahr 2026 fast 29 Milliarden Euro. Das geht aus einer Mitteilung des Nationalen Zentrums für landwirtschaftliche Unterstützung KOWR hervor, über die farmer.pl berichtete. Der positive Außenhandelssaldo der Branche stieg um mehr als 7% auf 9,6 Milliarden Euro.

Die Zahlen unterstreichen Polens Stellung als bedeutender Lebensmittellieferant in Europa. KOWR führte das Wachstum auf die starke Position des Landes in internationalen Lieferketten, den dynamischeren Exportanstieg außerhalb der Europäischen Union, höhere Transaktionspreise für Lebensmittel im Welthandel und einen für Exporteure günstigeren Wechselkurs des Euro zum Zloty zurück.

Fleisch und Fleischzubereitungen gehörten weiterhin zu den wichtigsten Exportgruppen. Hinzu kamen Getreide und Getreideerzeugnisse, Tabak und Tabakwaren, Zucker und Süßwaren, Milchprodukte, verarbeitete Fischprodukte sowie Gemüse, Obst und daraus hergestellte Waren.

Verarbeitete Produkte bringen 20 Milliarden Euro ein

Erzeugnisse mit höherem Verarbeitungsgrad gewannen im Exportmix weiter an Bedeutung. Der Wert der Ausfuhren hochverarbeiteter und teilweise verarbeiteter Agrar- und Lebensmittelprodukte stieg im Jahresvergleich um 2,3% auf 20 Milliarden Euro. Unverarbeitete und nur geringfügig verarbeitete Produkte kamen auf 9 Milliarden Euro.

Damit entfielen rund zwei Drittel der Exporterlöse auf Waren, die zumindest teilweise verarbeitet worden waren. Für polnische Verarbeiter belegt dies die wirtschaftliche Bedeutung von Fleischzubereitungen, Milchprodukten, Süßwaren, Getreidelebensmitteln und anderen Erzeugnissen mit höherer Wertschöpfung.

Diese Zusammensetzung verbindet die landwirtschaftliche Erzeugung mit Verarbeitungskapazitäten, Verpackung, Logistik und der Nachfrage des Einzelhandels. Die 9 Milliarden Euro aus Rohwaren und minimal verarbeiteten Produkten zeigen zugleich, dass landwirtschaftliche Primärerzeugnisse im polnischen Außenhandel mit Lebensmitteln bedeutend bleiben.

EU nimmt 74% der Ausfuhren ab

Die Europäische Union blieb der wichtigste Absatzmarkt. Polen lieferte Agrar- und Lebensmittel im Wert von 21,5 Milliarden Euro beziehungsweise 91 Milliarden Zloty in andere EU-Länder. Damit entfielen 74% des gesamten Exportwerts auf den Binnenmarkt.

Deutschland blieb mit Einfuhren von 7 Milliarden Euro der größte Einzelabnehmer und stand für 24% der gesamten polnischen Agrar- und Lebensmittelexporte. Frankreich folgte mit 2,1 Milliarden Euro und einem Anteil von 7%. Die Niederlande bezogen Waren für 1,6 Milliarden Euro beziehungsweise 6%. Auf Italien entfielen 1,5 Milliarden Euro und auf Tschechien 1,4 Milliarden Euro; beide Länder erreichten jeweils 5%.

Die Ausfuhren in Märkte außerhalb der EU beliefen sich auf 7,5 Milliarden Euro oder 32 Milliarden Zloty und machten 26% der geografischen Exportstruktur aus. Laut KOWR stiegen die Lieferungen in ausgewählte afrikanische und asiatische Länder im ersten Halbjahr um 6%. Genannt wurden Nigeria, Südafrika, die Philippinen, die Türkei und Marokko.

Nahe gelegene EU-Märkte sichern somit weiterhin das Volumen der polnischen Lebensmittelexporte, wobei Deutschland allein fast ein Viertel abnimmt. Das Wachstum in ausgewählten Ländern Afrikas und Asiens schafft zusätzliche Absatzmöglichkeiten und kann die Abhängigkeit von wenigen europäischen Käufern verringern. Das Verhältnis zwischen etablierter EU-Nachfrage und schneller wachsenden Drittlandsmärkten bleibt für polnische Erzeuger, Verarbeiter und Logistiker entscheidend.

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