Kohle bleibt für mehrere große Volkswirtschaften zentral, weil sie billig und breit verfügbar ist – trotz fortschreitender Energiewende. Die Nachfrage konzentriert sich auf rasch wachsende Industrieregionen und spaltet den Markt zwischen reifen Volkswirtschaften, die Kohle zurückfahren, und Verbrauchern, deren Strom und Industrie weiter auf Kohle bauen.
Weizen-, Mais- und Sojafutures schlossen am Mittwoch, dem 8. Juli 2026, in Chicago niedriger, da Händler ihre Positionen vor dem wöchentlichen USDA-Exportverkaufsbericht am Donnerstag und dem monatlichen WASDE-Bericht am Freitag abbauten. September-Weizen an der CBOT fiel um 1,74% auf 223,31 US-Dollar je Tonne.
Die Einzelhandelspreise für Senf-, Soja- und Palmöl in Indien sind im Jahresvergleich um 10-12% gestiegen, getrieben von höheren Importkosten und Sorgen um einen schwächeren Monsun. Als weltweit größter Speiseöl-Importeur steht das Land vor weiterem Preisdruck.
Die Ukraine hat die Getreideernte 2026 mit früh um 56 Prozent höheren Erträgen und einem Weizenplus von 59 Prozent begonnen, meldet UkrAgroConsult. Die Maisernte wird auf über 32,5 Mio. t, Weizen auf rund 22,8 Mio. t geschätzt, was ein starkes Exportpotenzial verspricht – doch Angriffe auf Häfen und steigende Bahntarife trüben die Aussichten.
Die spanischen Olivenölverkäufe in die USA fielen laut ABC trotz EU-Zöllen von 10 bis 15% nur um 3% auf 77.099 Tonnen. Die Gesamtausfuhr erreichte in der Kampagne 2025-26 574.677 Tonnen (+2%), während China, Mexiko und Südkorea den Druck auffingen.
Indien, einst zweitgrößter Zuckerexporteur der Welt, könnte laut Jagran zwei bis drei Jahre weitgehend vom Weltmarkt fernbleiben: El Niño trifft die Zuckerrohrernte, das Ethanolprogramm zehrt am Überschuss. Die Ausfuhren sind von 6,8 Millionen auf rund 800.000 Tonnen gefallen, bis 2027-28 könnte das Land zum Importeur werden.
Schweinefleisch im Lebendgewicht verteuerte sich in Russland innerhalb einer Berichtswoche um 5 % auf 127 Rubel je Kilogramm, Teilstücke im Einzelhandel um 3-4 % auf rund 289 Rubel, berichtet Pravda.Ru. Höhere Futterkosten, Exportbeschränkungen und die sommerliche Nachfragespitze treiben den Anstieg.
Indonesiens Palmölproduktion und -exporte legten laut Gapki bis April 2026 zu, getragen von starker Nachfrage im In- und Ausland. Zugleich sanken die nationalen Bestände, was den globalen Pflanzenölmarkt eng im Gleichgewicht hält.
Die EU-Kommission hat zugesagt, 2027 einen Vorschlag zur Überarbeitung der Tierwohlvorschriften für Schweinehaltungen vorzulegen – Teil ihrer neuen Europäischen Strategie für die Tierhaltung. Spanien, größter Schweinefleischproduzent der EU und führender Exporteur, fürchtet teure Stallumbauten.
Brasilien verliert am 3. September den Zugang zum EU-Markt für Fleisch und tierische Erzeugnisse, wenn eine überarbeitete Lieferantenliste in Kraft tritt, berichtet Estadão. Geflügel könnte binnen Wochen zurückkehren, Rindfleisch bleibt wegen des langen Mastzyklus womöglich bis 2027 ausgeschlossen. Brasilien liefert jährlich tierisches Eiweiß im Wert von rund 1,8 Milliarden US-Dollar in die EU.
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bestätigte am Mittwoch, dass China den größten Tageskauf von US-Sojabohnen seit November getätigt hat. Das Geschäft setzt eine Reihe chinesischer Käufe fort und gilt als Barometer für die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China.
Mexiko führt laut AMI-Daten, zitiert von agrodigital.com, die weltweite Rangliste der Schweinefleisch-Importeure an — mit prognostizierten 1,72 Millionen Tonnen 2026, fast doppelt so viel wie vor zehn Jahren. China, das 2020 noch 5,3 Millionen Tonnen einführte, dürfte nach dem Wiederaufbau seiner Bestände nur noch 1 Million Tonnen importieren.
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