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Österreichs Bierkonsum liegt 25 % unter dem Niveau der 1990er-Jahre

Die Österreicher trinken heute pro Kopf jährlich rund 30 Liter Bier weniger als in den 1990er-Jahren, ein Rückgang von etwa 25 %. Die Brauereien reagieren mit Investitionen in alkoholfreie und leichtere Biere, kleinere Gebinde und Mehrwegverpackungen.

Österreichs Bierkonsum liegt 25 % unter dem Niveau der 1990er-Jahre

Trinkgewohnheiten ändern sich in allen Altersgruppen

Der Bierkonsum in Österreich geht seit Jahren zurück. Der durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt heute rund 30 Liter unter dem Niveau der 1990er-Jahre. Das entspricht laut den von SEEbiz genannten Zahlen einem Minus von etwa 25 %. Der Rückgang verändert einen Markt mit weiterhin Hunderten Produzenten und einem Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.

Österreichische Brauer beobachten den Wandel in allen Altersgruppen und nicht nur bei jüngeren Menschen. Für viele Verbraucher gehört das klassische Feierabendbier nicht mehr zum Alltag. Als Hauptgründe für die langfristige Abnahme nennt die Branche den demografischen Wandel, größere Sparsamkeit der Haushalte und veränderte Verbraucherpräferenzen.

Produktion sank 2025

Österreich produzierte 2025 nach Angaben des Verbands der Brauereien Österreichs 9,25 Millionen Hektoliter Bier. Die Gesamtmenge einschließlich alkoholfreier Sorten und Exporte lag 7,1 % unter dem Vorjahreswert. Die veränderte Inlandsnachfrage schlägt sich damit inzwischen in der Produktion nieder, obwohl wachsende Kategorien und Auslandsverkäufe eingerechnet sind.

Für eine Branche mit 361 Brauereien und rund 3.500 Beschäftigten stellt das Mengenminus eine erhebliche Herausforderung dar. Niedrigere Verkäufe können den Wettbewerb um Regalplätze und die Gastronomie verschärfen sowie die Auslastung von Brau- und Abfüllanlagen belasten. Die Folgen unterscheiden sich je nach Unternehmen, doch der gesamte Markt muss Sortimente und Verpackungsgrößen an ein kleineres Segment für klassisches Bier anpassen.

Alkoholfreies Bier gewinnt Anteile

Alkoholfreie Sorten entwickeln sich gegen den allgemeinen Trend. Sie stehen inzwischen für rund 4 % der gesamten österreichischen Bierproduktion; Branchenvertreter sprechen von einem schnell wachsenden Segment. Der Anteil bleibt jedoch gering, sodass das Wachstum alkoholfreier Produkte den breiten Rückgang klassischer Sorten noch nicht ausgleicht.

Österreichische Brauereien investieren daher verstärkt in alkoholfreie und leichtere Biere. Außerdem führen sie kleinere Gebinde ein und setzen stärker auf Mehrwegverpackungen. Damit reagieren sie zugleich auf einen gemäßigteren Alkoholkonsum, knappere Haushaltsbudgets und die Nachfrage nach Formaten für kleinere Konsumanlässe.

Brauer müssen ihr Portfolio anpassen

Der Markt löst sich damit von etablierten Konsumroutinen und entwickelt einen vielfältigeren Produktmix. Hersteller müssen den Absatz klassischen Biers sichern und zugleich Kategorien aufbauen, die den neuen Trinkgewohnheiten entsprechen. Kleinere Gebinde können Bezahlbarkeit und Portionskontrolle unterstützen; Mehrwegbehälter ermöglichen eine andere Verpackungsstrategie, ohne steigende Verbrauchsmengen vorauszusetzen.

Trotz des Rückgangs verfügt Österreich weiterhin über eine bedeutende Brauereibasis. 361 Brauereien, rund 3.500 Arbeitsplätze und ein Jahresumsatz von etwa 1,4 Milliarden Euro zeigen die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors. Entscheidend ist, ob alkoholfreie und leichtere Biere sowie neue Verpackungsformate schnell genug wachsen, um die Betriebe bei weiter sinkendem Pro-Kopf-Konsum klassischen Biers zu stützen.

Vollständige Marktanalyse

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