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Mexiko erwartet 2026 Selbstversorgung mit Rindfleisch, Milch bleibt knapp

Mexikos Rindfleischproduktion könnte 2026 auf 2,3 Millionen Tonnen steigen und bis Jahresende die nationale Selbstversorgung ermöglichen. Die erwarteten 13,8 Milliarden Liter Milch würden dagegen nur rund 70 % des heimischen Bedarfs decken.

Mexiko erwartet 2026 Selbstversorgung mit Rindfleisch, Milch bleibt knapp

Mexiko rechnet mit erneuter Selbstversorgung bei Rindfleisch

Mexiko könnte bis Ende 2026 wieder Selbstversorger bei Rindfleisch werden. Dafür müsste die nationale Produktion wie erwartet auf 2,3 Millionen Tonnen steigen, erklärte Homero García de la Llata, Präsident des Nationalen Verbands der Viehhalterorganisationen CNOG. Die Prognose signalisiert ein höheres heimisches Angebot in einem der wirtschaftlich bedeutendsten Bereiche der mexikanischen Landwirtschaft.

Nach Angaben García de la Llattas produziert Mexiko derzeit jährlich mehr als 2,2 Millionen Tonnen Rindfleisch. Bis Ende 2026 wird ein Wachstum von nahezu 6 % erwartet. Darauf stützt die CNOG ihre Prognose zur Selbstversorgung. Es handelt sich jedoch um eine Schätzung und noch nicht um ein bestätigtes Produktionsergebnis. Angaben zum aktuellen Verbrauch und zu den Rindfleischimporten machte der Verband nicht.

Wird das Ziel erreicht, könnte die heimische Produktion den nationalen Rindfleischbedarf in der Gesamtbilanz decken. Die tatsächlichen Folgen für Importe hängen jedoch auch von Produktgruppen, regionaler Verfügbarkeit, Preisen sowie den Anforderungen von Verarbeitern und Einzelhändlern ab. Selbstversorgung auf nationaler Ebene schließt den grenzüberschreitenden Handel mit bestimmten Teilstücken und Qualitätsklassen nicht aus.

Milcherzeugung deckt nur rund 70 % des Bedarfs

Im Milchsektor bleibt die Versorgungslage unausgewogener. García de la Llata sagte gegenüber HOYTamaulipas, dass die mexikanische Milchproduktion 2026 voraussichtlich 13,8 Milliarden Liter erreichen werde. Das entspräche rund 70 % der nationalen Nachfrage. Ein erheblicher Teil des Verbrauchs müsste somit weiterhin außerhalb der heimischen Produktionsbasis gedeckt werden, auch wenn der Bericht den daraus entstehenden Importbedarf nicht beziffert.

Die Viehwirtschaft strebt bis 2030 eine Milchproduktion von 15 Milliarden Litern an. Selbst wenn dieses Ziel erreicht wird, hängt die Verringerung der Versorgungslücke davon ab, wie sich der mexikanische Verbrauch im selben Zeitraum entwickelt. Für Milcherzeuger und Verarbeiter muss der Produktionsausbau daher zusammen mit Nachfrage, Erzeugerpreisen und verlässlichen Absatzmöglichkeiten für Rohmilch betrachtet werden.

García de la Llata sprach sich dafür aus, die Käufe von Leche para el Bienestar als Instrument zur Stabilisierung des Marktes beizubehalten. Das staatliche Beschaffungsprogramm dient Tausenden Erzeugern als Preisreferenz. Diese Orientierung beeinflusst Entscheidungen über Herdenmanagement, Futterausgaben und Investitionen in zusätzliche Produktion.

Infrastruktur soll mehr Wertschöpfung im Land schaffen

Die Bundesregierung, regionale Viehhalterverbände sowie die Regierungen von Sonora, Coahuila und Durango entwickeln nach Angaben des CNOG-Präsidenten Infrastrukturprojekte für Rindermast und Fleischerzeugung. Auch in Tamaulipas und Chihuahua haben Gespräche über ähnliche Projekte begonnen. Ziel ist es, einen größeren Teil der Wertschöpfung in der Viehwirtschaft zu halten.

Solche Investitionen könnten Mast- und Verarbeitungskapazitäten näher an den Erzeugungsregionen ausbauen. Ihre wirtschaftliche Wirkung wird vom Umfang, von der Umsetzung und von der Fähigkeit der Betriebe abhängen, Rinder zu wettbewerbsfähigen Kosten zu liefern. Kapazitäten, Investitionssummen und Inbetriebnahmetermine einzelner Projekte wurden nicht genannt.

Die Viehwirtschaft steht laut García de la Llata für mehr als 43 % des gesamten Werts der mexikanischen Agrarproduktion und erzeugt ein Volumen von mehr als 700 Milliarden Pesos. Das unterstreicht ihr wirtschaftliches Gewicht. Die Prognose für 2026 zeigt jedoch unterschiedliche Versorgungslagen: Rindfleisch nähert sich der von der CNOG definierten Selbstversorgung, während die Milchproduktion weiterhin nur etwa sieben Zehntel der Nachfrage decken dürfte.

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